Es ist mal wieder Muttertag

Zum Dank für alle Arten Plag'
ist einmal jährlich Muttertag.
Die Schule schickt Anfragen
ob wir nicht einen Kuchen haben.
Verkauft wird der im Kommerztempel
und noch irgendwelcher Krempel.
Zu Haus der Tisch damit bestellt,
geht super schnell, kost' nicht die Welt.
Ob Wein mit Herzchen, Schokolade,
Blumengrüße, Dekoteile, alles fade.
Man kann ja so viel Schwachsinn schenken,
braucht gar nicht drüber nachzudenken.
Alles ist adrett verpackt -
der Handel ist da echt auf Zack.


Wer seine Mutter wahrhaft liebt,
ihr nicht von all dem Müll da gibt.
Sondern schenkt ihr Zeit für sich,
deckt öfters mal den Frühstückstisch.
Räumt sein Zimmer gründlich auf,
das es nicht so riecht daraus.
Macht sich von allein an Aufwasch ran,
strengt sich in der Schule an,
schmiert selber sich das Pausenbrot.
Bringt ihr nicht Kummer, Sorge, Not,
Ist alle Tag´ ein gutes Kind,
weil das wahre Freuden sind.

Mir bescherte der Muttertag einen Wandertag im Weitnauer Tal, hinauf auf den Sonneck.


Blick auf den Hauchenberg und die Nagelfluhkette im Hintergrund weiß bestäubt. 



Double-use-Gärtnern: 100 Gartenpflanzen mit Mehrfachnutzen

Das hübsch aufgebaute, reich bebilderte 224 Seiten starke,reich bebilderte Taschenbuch stellt ca. 100
einheimische Pflanzen in einem ausführlichen Porträt dar. Ein kurzer Steckbrief mit Hinweis auf mögliche giftige Doppelgänger rundet es ab. Dies geschieht unterteilt in Kapiteln nach einer mehrjährigen Pflanzen.

Wilde und kultivierte Pflanzen lassen sich weit breitgefächerter verwenden als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Das verwundert nicht, sind doch immer die Wilden Ahnen unserer Kulturpflanzen. Vielfältig sind die Anwendungsmöglichkeiten für die sie nutzenden Lebewesen. Sie sind gleichzeitig Heil-, Gewürz-, Färbe- oder Speisepflanzen für Mensch und  auch für Tiere. Sie locken Insekten an und tragen damit zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei. Sie geben Stoffe in die Umwelt ab, die auch den Boden anreichern und die Symbiose der Arten bedingt den gegenseitigen Schutz vor allerhand Krankheiten, ausgelöst durch Pilze und Bakterien. So bildet ein Gemisch allem Pflanzen immer ein Biotop, das mit sich selbst im Gleichklang ist und für den Gärtner so manche freudige Überraschung bereit. Viele dieser Pflanzen sind Landkinder noch aus der Kindheit geläufig, manche überraschen. Man lernt eben nie aus im großen Garten der Natur. Eine mehrseitige Übersichtstabelle über die Pflanzennutzung, ein Kalender der Blühzeiten nach Alphabet mit Kennzeichnung der Blütenfarbe komplettiert das Buch. Schon allein der hübschen Aufmachung und der unzähligen, liebevoll arrangierten Informationen wegen  ist das Buch eine Augenweide.

Leseprobe

Double-use-Gärtnern: 100 Gartenpflanzen mit Mehrfachnutzen
Autor Bärbel Oftring
Taschenbuch,224 Seiten
Haupt Verlag; Auflage: 1 (13. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3258079783


Aufstoßer, Abkettelgerät für Sockenstrickmaschine

Zu den Sockenstrickmaschinen, die sich wachsender Beliebtheit und damit stetig steigender Nachfrage erfreuen gab es seinerzeit ein Abkettelgerät. „EMBRA" war sein Name, es ist ein wahrer Glücksfall, wenn man dieses einmal zu sehen bekommt. Meine liebe Freundin Evelin ist so einer Rarität habhaft geworden und verwöhnt das Auge mit Bild und Anleitung als längst vergangenen Zeiten, in denen Heimarbeit noch allgegenwärtig war. Unten stehend die grobe Anleitung. 

Das Kettelgerät „EMBRA“ (geschützt durch D. R. G. M. und D. R.  zum Papatent angemeldet) wurde entwickelt,um das Schließen der Spitze  zu erleichtern. es sollte ursprünglich die teuren Kettelmaschinen ersetzen. Der hersteller schreibt: "In Wirklichkeit ist die ganze Sache auch gar nicht so schwer, wie es anfangs aussieht, wenn man nur einmal den richtigen Kniff beim Aufstoßen heraus hat. Also bitte ein klein wenig Geduld." (Zitatende) Nach dem Erlernen des händischen Verschließens kannst du schon beginnen:


  1. Stricke eine Tor mit loser Spannung (Fachausdruck „Langreihe“). 
  2. Nun die Spannung wieder herstellen und noch neun Touren stricken. 
  3. Brich den Faden lang ab. 
  4. Wende das Gestrick um und nimm es ab.
  5. Dann stoße die Maschen der Langreihe auf die Nadeln des Kettelgerätes, beginne bei der Masche, die am weitesten rechts liegt.
  6. Nimm die Durchziehnadel zur Hand, ziehe sie durch die beiden auf der ersten Kettelnadel liegenden Maschen.
  7. Lege den abgegetrennten Faden in die durchgeschobene, offene Nadel und ziehe sie zurück.
  8. Achte darauf, daß die Zunge der Nadel auch den Faden einschließt und führe die Durchziehnadel nun durch die beiden auf der zweiten Kettelnadel hängenden Maschen usw. 
  9. Achte darauf, daß die Durchziehnadel beim Einführen in die nächsten beiden Maschen stets genau über ihrer eigenen Schlinge liegt. Du führst also die Nadel erst durch die eigene Masche und anschließend durch die nächsten beiden auf der nächsten Kettelnadel liegenden Maschen.
Die Konstruktion der Spitze der Durchziehnadel war gerade so lang, dass eine einwandfreie Kettmasche erstellt werden konnte. Mit etwas Übung benötigt man die Langreihe später nicht mehr. 




PS: Wer eine so überaus seltene wertvolle Sockenstrickmaschine erwerben möchte oder Ersatzteile, Nadeln usw. benötigt, kann bitte die "Post-für-Mich" Funktion benutzen. Ich vermittle gerne weiter. Ihr bekommt dann ePost von Evelin, mit ihr könnt ihr alles weitere besprechen. 



Schick(lich)sal

Heja, liebe Leser,

das Frühjahr ist endlich auch im Allgäu auf dem Berg (860m) eingezogen. Die Singvögel im Garten haben es schon seit Wochen von den Bäumen geschmettert, so recht dran glauben konnte man ja nicht. Das Wetter war kalt, naß, verregnet. Die ein- oder andere persönliche Niederlage hatte ich zu verkraften, nun aber soll auch das Geschichte sein. Gelernt habe ich daraus, dass alte Sprichwörter sehr wohl tiefen Sinn haben und man ihnen besser Glauben schenkt.

1.) Einen alten Baum verpflanzt man nicht. 

Diesen muss man (und habe ich) wieder zurück verpflanzt, nun sind alle erleichtert und froh.

2.) Ein guter Freund ist mehr wert als 100 Verwandte. 

Wie wahr, wie wahr, da kann jeder ein eigenes Liedchen pfeifen, gesungen wird hier an dieser Stelle nicht. Dankeschön an Blutsverwandte und wahre Freunde: Tobias R., Jean-Erik R., Marcel B., Yvonne F., Evelin Z., Renan C., Steffanie K.

3.) Es kann nichts so schlecht sein, dass nicht etwas gutes dabei rauskommt. 

Was soll ich sagen, ich bin auf Jobsuche.

Ja, so schnell kann es gehen, nach 6 Jahren, aus, vorbei, der Chef  erkrankt. Das Gute ist, dass wir alle zusammengewachsen sind, Freunde sind. Ich bin sehr froh, dass ich die 6 Jahre dabei sein, MITarbeiten durfte. Ich habe viel gelernt, konnte Kinder und Beruf vereinen. Nun sind sie schon groß, manch eine(r) hat es da schwieriger als wir. Was bleibt, ist die Erkenntnis wahrer Freundschaft, tiefens Mitgefühls und die Bitte ans Universum: Lass ihn gesund(er) werden

Und: mit 41 kann man noch mal etwas völlig neues starten. Oder versuchen in dem Fahrwasser zu bleiben, in dem man sich am wohlsten fühlt, das einen selber am meisten anspricht, Kraft schöpfen lässt, wo man sich nicht verbiegen muss, man genau um seiner selbst willen geschätzt wird. 

4.) Wer davon redet der tut es nicht. 

Und der, der nicht von Suizid redet, der tut es? Ich habe beides erlebt, mehrfach. Es gibt kein Patentrezept als das Eine: Begegne deinen Mitmenschen mit Offenheit, Liebe und (Acht)Wachsamkeit.

Dies Euch auf den Weg.
Herzlichst
Landerun


Lob des Unkrauts: Wilde Pflanzen in Garten und Stadt - nützlich und schön

Quelle: Haupt Verlag
Auf 176 Seiten bricht die Autorin eine Lanze für all die kleinen und großen, dem Gärtner zum Verdruss gereichenden Pflanzen, die gemeinhin als Unkraut bezeichnet werden. Was aber für uns Menschen in unserer Unwissenheit Unkraut zu sein scheint, hat in der Natur seine Aufgabe, seinen festen Platz, seinen Nutzen. Verschwinden diese Pflanzen aus unserer näheren Umgebung, so verschwinden mit ihnen allerlei Insekten, die diese als Futterpflanzen nutzen. Letztlich berauben wir uns nicht nur der Vielfalt und Schönheit eines ausgewogenen Ökosystems, wir nehmen uns auch Sinnes- und Gaumenfreuden, ja auch die Möglichkeit uns Heilung im Krankheitsfall oder wenigstens Linderung zu verschaffen. Wer Disteln, Hellerkraut, Brennnesseln, Klatschmohn oder gar dem Storchschnabel zu Leibe rückt, weil er diese nicht in sein Bild passen, der begeht eine wirkliche Torheit. Sicherlich braucht man diese Pflanzen nicht in massenhaften Auftreten zwischen Kulturpflanzen, weil sie diese zurückdrängen oder gar ganz zu Ernteausfällen führen können, dennoch gebührt auch Ihnen ein Platz. So werden die Unkräuter einzeln vorgestellt, Bemerkenswertes und Wissenswertes wie zum Beispiel die Verbreitung ihrer Samen erklärt. Darüber hinaus werden giftige Doppelgänger genannt, ein kurzer Steckbrief ermöglicht einen kurzen Überblick, der mittelbare oder unmittelbare Nutzen wird dargestellt. 


Das Buch ist ein Plädoyer für wilde Ecken nicht nur im Garten, für eine Beendigung der Deklassierung und Herabsetzung einiger Pflanzengruppen. Denn Pflanzen können, wie alle Organismen sehr wohl wahrnehmen, wie wir ihnen gegenübertreten. Eine derartige Unversöhnlichkeit, die in der massenhaften aus Ausbringung von Herbiziden und Pestiziden gipfelte, kann doch nur alle Lebewesen vor uns erzittern lassen. Regulierung heißt das Gebot der Stunde, die die Mehrfachnutzung der Pflanzen möglich macht ohne zu benachteiligen. Das Pendel des Seins ist um Gleichklang bemüht, genau das vermittelt dieses Buch: Koexistenz der Arten durch liebevolles Eingreifen. 

Lob des Unkrauts: Wilde Pflanzen in Garten und Stadt - nützlich und schön
Autor Brunhilde Bross-Burkhardt
Gebunden, 176 Seiten
Haupt Verlag; Auflage: 1
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-325807907