Mittwoch, März 29, 2017

Schwarzbuch Superfood: Heiße Luft und wahre Helden

Immer wieder tauchen Exoten auf, denen wahre Wunderkräfte angedichtet werden.  Manchen bleiben, einige zu Recht, wie das Kokosöl z. B., auch nachdem der Hype um sie abzuebben scheint. Andere verschwinden schnell aus den Regalen. Bei genaueren Hinsehen entpuppen sie sich mitunter als ganz normale Nahrungsmittel, die schon lange auf dem Speisezettel der Menschen im Anbaugebiet stehen, bis sie für uns entdeckt und mittels geschickten Marketings zum Superfood aufgeblasen werden. 

Dann wird unter fragwürdigen Bedingungen produziert (Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Kinderarbeit, lange Transportwege) um die gestiegene Nachfrage zu bedienen. Dabei stehen Exoten die Einheimischen gegenüber, manche wachsen vor der Haustüre. Man muss sie nur pflücken. Selbst wenn der Nährstoffgehalt nicht so hoch sein würde, wie in den zum Vergleich Herangezogenen: Sie sind allemal günstiger zu haben. Wer möglichst selber sammelt kann den gesundheitlichen Effekt durch Bewegung an der frischen Luft und die zusätzlichen Reize durch Sonne und Wind verstärken.

Die Autorinnen verfassten mit dem Schwarzbuch einen recht kurzen Ratgeber, der unbedingt ausbaufähig ist, insbesondere im Kapitel "Heimische Superfoods" Es fehlen z. b. Hagebutten (über 1200mg Vit. C in 100g), Äpfel, Johannisbeeren usw. Dosierungen fehlen leider in diesem Kapitel gänzlich.

Dennoch: das Büchlein regt zum Nachdenken an, wenn man sich von der Einstellung verabschiedet, dass das Exotische, schwer zu beschaffende besser ist, als das, was regional und saisonal erzeugt werden kann. Einen Couchpotatoe wird auch das noch so hoch gepriesene Superfood nicht retten, nur eine gesunde Einstellung zu Mutter Erde und ihren Gaben.

von Daniela Grach (Autor), Caroline Schlinter (Autor), Marlies Wallner (Autor), Nicole Zöhrer (Autor)
87 Seiten
Verlag: Stocker, L; Auflage: 1 (30. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3702015817

Mittwoch, März 15, 2017

Lehrbuch der biologischen Heilmittel: 3 Bände.

Endlich ist es wieder da! Ich hatte seinerzeit berufsbedingt den Nachdruck aus den 1970er Jahren in den Händen, leider nur bis zum neunten Band.
Gerhard Madaus war ein herausragender Vordenker in Sachen Bewahrung der Volksmedizin. Er maß dem Wissen um die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit, das auf den Erfahrungen vieler Generationen fußt, die Bedeutung bei, die es verdient. Er sammelte alles, was je zu einem Heilmittel geschrieben wurde, prüfte es und gab es dem Volk zurück, aus dem dieses Wissen einst entsprang.
Woher rührte die Begeisterung des am 25. Februar 1890 in Nestau geborenen G. Madaus? Wahrscheinlich hat sein christliches Elternhaus dem Buben die entscheidende Prägung mitgegeben: Sein Vater war Pfarrer, die Mutter, Hüterin der Familie und Pflegerin der Kranken, war mit umfangreichen Wissen ausgestattet, das es ihr möglich machte, eigene Mittel zu mischen. 

So studierte Madaus zu Bonn Medizin und promovierte am 30. Mai 1919. Als Dr. med. gründete er mit seinen Brüdern nur zwei Tage später die Firma Dr. Madaus & Co, die wenig später im sächsischen Radeberg unter Selbstanbau der Heilpflanzen hochwertige pflanzliche Heilmittel herstellte. Seinen Überlegungen folgend verwendete er die Hand in Hand mit der Ganzheitlichkeit des Menschen. Die Phytotherapie war seine Passion, mit größter Hingabe versuchte er sämtlichen Quellen alles Wissen seiner Zeit abzuringen und sowohl Fach- als auch Laienkreisen zugänglich zu machen. Dazu gründet er im Jahr 1920 die Zeitschrift Biologische Heilkunst – Monatszeitschrift für Phytotherapie, Medizin und Naturheilkraft, später folgten die Jahrbücher, die seinerzeit in Wartezimmern ausgelegt wurden und die Patienten anregen sollten, sich das Wissen leicht fasslich zunutze zu machen. Er erkundete und erforschte wie kein Zweiter, stets unter den Gesichtspunkten Stärkung des Körpers und Anregung der Abwehrkräfte im Sinne einer gezielten Reiztherapie.
Echinacea purpurea, eine wichtige Heilpflanze der Indigen Bevölkerung Amerikas, ist eine der Pflanzen die der Visionär in Europa zum Erblühen brachte. Die Meisten von uns kennen sie als den Roten Sonnenhut, der das Immunsystem stärkt.

G. Madaus verstarb mit nur 52 Jahren am 26. Februar 1942, er litt in den letzten Lebensjahren an einer schweren Asthmaerkrankung. Geblieben ist sein immenser Wissensfundus um die Heilmittel der Natur, vorliegend als Nachdruck in drei dicken Bänden, vor deren Tiefe ich ehrfürchtig den Hut ziehe. Der Arzt und Wissenschaftler hat seine Forschungen, ja sein Lebenswerk in diesen Büchern zu Papier gebracht, auf das es erhalten bleibe und weiterhin heilbringend sei.

Nachdem die Synergie von Körper, Seele und Geist, Lebensweise, Umwelt, Werten und Idealen, Religion und Spiritualität in der Medizin lange Zeit unbeachtet blieb, betrachtet man nun den Menschen heute zunehmend in seiner Ganzheit. Damit trägt man auch seinem natürlichen Bedürfnis nach biologischen Heilmitteln Rechnung, denn die Abwesenheit von Gesundheit ist mehr als nur die Summe der Symptome, die es zu behandeln gilt. Das Lehrbuch der biologischen Heilmittel möge einen großen Beitrag dazu leisten, dem Fußabdruck des visionären Dr. Madaus in Geist und Tat zu folgen. Wir haben es so nötig, es ist höchste Zeit.


Taschenbuch: 3036 Seiten
Verlag: Olms, Georg; Auflage: 1., Reprint: Hildesheim 2016. Mit einem Vorwort von Susanne Kallerhoff und Doris G. Zimmermann (1. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3487154688
Preis: 258,00 Euro

Dienstag, März 14, 2017

lass die Gedanken spazieren...

Meine Freundin sagt immer: "Unter jedem Dach ein Ach." Das ist wohl wirklich so. Wenn man dann sieht was noch von außen in die Familien und Freundschaften getragen wird, es ist wirklich unglaublich, welche Umwälzungen vor unseren Augen stattfinden. Alles dürfen wir ertragen, egal wie laut die Rufe nach einem Stop schallen. Es ist grauenvoll, egal wo man hinschaut: Die Großen der Welt beten Mammon an, mit aller Konsequenz für die Völkerschaften der Erde. Das Schlachten hört einfach nicht auf. Grund genug sich mehr mit den schönen Dingen zu beschäftigen. Das ist kein Wegsehen, sondern Schutz des Selbst vor dem sich langsam anschleichenden Stumpfsinn, Entmenschung, Verzweiflung. Wie ein Kraken steckt es seine Tentakel in unser Leben, in alle Bereiche. Nichts ist heilig, nichts heil. Ganz. Rund.  
Am Ende war wieder alle Panikmache nur dafür da das Säckel der Gold- und Machtberauschten noch mehr zu füllen, uns zu knechten mit Propaganda, Manipulation und Lügen, demütig gebückt zu halten. Aber sind wir doch ehrlich: War es nicht schon immer so? Sind wir heute nicht nur einfach überinformiert mit all dem Schmutz mit dem die da oben sich gegenseitig bewerfen? Wer kann Lug und Trug unterscheiden? Wie viele Wahrheiten gibt es? Wie viele Pläne wurden ausgeheckt, wie viele Gründe für Hass und Zwietracht gefunden. Wie oft riefen die Kleinen Hurra wieder ihre Brüder und Schwestern, wenn nur eine-r mit Charisma die richtigen Worte oder die richtige Knute fand? Das soll nun die Krone der Schöpfung sein, der Mensch, dieses egozentrische, zufällig sprechende Biotop. Gewiss, einige Exemplare sind herausragend, doch tragen sie nur allzu oft faule Früchte und jene, die vielversprechende Anlagen zeigen, werden kurzerhand willfährig gemacht. Wo das nicht gelingt findet man Mittel und Wege sie zur Strecke zu bringen. Der Tot schließlich beendet alles Trachten und Streben. Wie oft sahen wir den Selben Zeitgenossen zur Unzeit ereilen, fragten uns nach Rat- bzw. Beschluß. Wir, die wir die Verwicklungen und Verquickungen mit bassem Erstaunen sehen, wenn denn doch etwas ans Licht gezerrt, uns als der nächste Skandal präsentiert wird. Unfassbar was man da von Mitmenschen hört und ließt. Selbstredend nur einseitig, abgesprochen, aus dem Kontext gerissen.... Wer steigt, wer fällt, SIE wußten es schon lange, haben nur zur passenden Zeit wieder etwas in unserem Dunstkreis platziert, da ist er wieder der Kraken. Unbegreiflich diese Niedertracht, es schmerzt dies alles mitzuerleben. 


Was aber können wir tun? Ausschalten. 
Selber denken. Stehen lassen. Selber machen. Wir-Sein.

Kommt, wir wollen uns da nicht (mehr) mit hineinziehen lassen, es lebt sich so herrlich unbeschwert ist man nicht medienkonform informiert. Man hat den Blick so weit offen, für all das Schöne das uns umgibt, immer noch da ist, sehen wir hin. Lernen wir es zu fühlen, zu begreifen. Schütteln wir die Beklemmung ab, die uns selbst nachts in den Träumen heimsucht. Selbstredend wollen wir nicht blauäugig durch die Gegend torkeln, uns in Gefahr begeben, nein, nein. Ein bisschen Vorsicht schadet nicht, Angst aber lähmt. Zuallererst den Geist. Diesen aber geben viele Flügel in Wort, Werk und Schrift. Manchmal, ja manchmal  schwappt etwas richtig Schönes über den großen Teich, von Seelenverwandten, die die Erde, das Leben als Geschenk erleben und achten. Wie wir. Das neulich besprochenen Met-Buch ist so eine Flaschenpost.

Ich grüße Euch, passt gut auf Euch  und die Euren auf.
Herzlichst
Landerun

Das grosse Buch vom Heu: Richtiges Mähen, Trocknen & Verwenden

Heu ist der Futtergarant für den Winter, sichert damit das Überleben des Viehs und der Menschen.
Kein Wunder, dass sich um die Herstellung und Verwendung neben der als Futtermittel viel Wissen und Brauchtum erhalten hat. Dieses Wissen ist nun in einem umfassenden Ratgeber zusammengefasst. Zu Beginn des Buches geben sich die grünen Bewohner der heimatlichen Wiesen ein bebildertes Stelldichein, damit man sicher Futtergräser und die häufigsten krautigen Vertreter bestimmen kann. Auch giftige Pflanzen sind aufgezeigt - im vollem Saft, als auch im getrocknetem Zustand mitten im Heu.

Wie und mit welchen Werkzeugen die Mad von statten geht verraten die folgenden Seiten, die wiederum reich - teils stimmungsvoll - bebildert sind. Ob nun mit der Sense per Hand, Fuhrwerk oder gar Traktor mit Mähbalken, es wird von der Pike auf erklärt: Mad und Schnittzeiten, Aufwerfen, Trocknen (auf Heinzen, Harfen, Heureitern u. v. m.), Wenden, Einfuhr und Lagerung (Brandschutz, Gärung, Brandentstehung Qualitätsverlust). Hier werden die unterschiedlichen Methoden mit Schritt-für-Schritt Anleitungen einander gegenübergestellt.

Nach der Herstellung des Heus erfährt der Leser wie man es als Futtermittel anwendet, wie viel Heu man einplanen muss für Kuh, Pferd, Rotwild, Schaf, Alpaka. Lama und kleine Nager, wie es gefüttert werden kann (Heuraufe, Fressgitter), traditionelles Heu oder Silage, Vor- und Nachteilen, wie man es besser auf die Bedürfnisse des Tieres abstimmt.

Natürlich kann man auch basteln mit Heu, oder Kochen und darin schlafen - nicht nur therapeutisch. Welch Duft, welche Weichheit, wie kuschelig und warm. Da werden Kindheitserinnerungen wach. Dieses Buch ist ein bildgewaltiger Ratgeber rund ums Heu. Es bleiben keine Fragen offen.


ISBN 978-3-7020-1397-4
Veronika Dielacher
DAS GROSSE BUCH VOM HEU
Richtiges Mähen, Trocknen & Verwenden
Kochen - Wellness - Basteln
156 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen und Grafiken, Hardcover
€ 24,90

Mittwoch, März 08, 2017

Met brauen wie ein Wikinger: Traditionelle Techniken für das Brauen natürlicher, wild-fermentierter, Honig-basierter Weine und Biere

Quelle: www.mobiwell.com


Taschenbuch: 300 Seiten
Verlagstext: 

Zufälle soll es ja bekanntlich geben oder nicht: Im Urlaub 2016 in der Sächsischen Schweiz teilten wir Brot und Wort mit einen polnischem Tourist, der uns zu Bekräftigung der beiderseitigen Sympathie ein 1kg Glas Bio-Honig vom Bienenvolk seiner Tante schenkte. Nun was tut man mit diesem unverhofften golden Segen: Richtig, man experimentiert. Das wollte ich schon lange mal wieder tun, auf alte Art. Informationen gibt es reichlich, die Brauer-Gemeinde wächst und wächst, man kann sich behelfen, belesen, Tipps holen.

Wer gerne was in der Hand hat, geschrieben von einem der es wirklich drauf hat, der ist mit "Met brauen wie ein Wikinger" bestens ausgerüstet. Das Lesen alleine ist ein Gaudi, immer wieder entlocken Wortwahl und Satzbau ein vergnügtes Grinsen. Es ist geschrieben um zu sagen: Ziere dich nicht, es gibt keinen Grund dafür. Tu´ es einfach, belohne dich, du hast es verdient den besten Met zu trinken, den es gibt - Deinen. Es regt dermaßen die Fantasie an, das man sofort losspringen und alles testen möchte. Und was da alles vergoren wird, unglaublich. Honig pur oder im Duett mit Kraut, Blume, Baum und sogar Pilz. Beeren, Äpfel und Gewürze, alle wonnigen Freuden Mutter Erdes wandern in Faß / Gärballon. Möglichkeiten ohne Ende.

Nach einigen Monaten warten ist nun mein Met nach einem Rezept aus dem Buch fertig, ich bin stolz, es schmeckt und ich möchte mehr. Mehr probieren. All die anderen Rezepte mit so hübschen Namen wie "Der wahnsinnige Mönch", der u. a. mit Rosmarin und Salbei, Nessel und Eichenblättern angesetzt wird. Oder "Odins goldene Tränen der Honigfreude" mit Vanille und Zimt. Ein Hoch auf die Bienen, die der Kirchenvater Augustinus ein Sinnbild der Liebe Gottes nennt und denen Jereme Zimmermann mit Recht ein ganzes Kapitel widmet.

Oh, ich liebe dieses Buch, es ist so voller Legenden, Überlieferungen und Magie, voller Ideen, fühlbarer Begeisterung die mitreist. Es teilt das Wissen um Selbstfabrikation (Gerätschaften, Zutaten, Zeitplan, Fehlervermeidung, Glossar, Bezugsquellen) und Ursprung nicht nur in Europa. Auch in China und anderen großen Kulturen weiß man um die Möglichkeiten aus Honig trinkbare Geselligkeit zu machen. Es ist uns etwas verloren gegangen in all der Hektik und Terminierungswut unserer Zeit. Der Met aber liebt Geduld und Ruhe beim Werden wie beim Genießen, am besten mit Freunden. Ob nach Wikingerart, auch dazu gibt es Vorschläge, die auf unzähligen Treffen Gleichgesinnter beruhen, oder auf der Couch bei guter Lektüre bleibt dem Leser überlassen.

Verlag: MobiWell; Auflage: 1 (1. Oktober 2016)
ISBN: 978-3944887333
Originaltitel: Make Mead like a Viking
Preis: 19,80

Leseprobe vom Verlag


Entdecken Sie zusammen mit Jereme Zimmerman, Siedler und Farmer, Brau-Enthusiast und selbsternannter „Yeti Wikinger aus den Appalachen“, die Geheimnisse des Met-Brauens der alten Nordmänner. In seinem Buch „Met brauen wie ein Wikinger“ zeigt uns der Autor, wie wir die traditionelle Nordische Kultur und ihre Met-Rituale durch eigenes Ausprobieren beim Brauen und bei der Auswahl der Aromen wieder aufleben lassen können. Ob Sie gerade mal mit dem Hobbybrauen angefangen haben oder sich auf der Suche nach neuen Anregungen für Ihre eigenen Brau- und Gärtechniken befinden: Dieses Buch wird Ihnen dabei helfen, Ihren Met mit einer Note wilder Echtheit und Individualität zu brauen – von süßen, halbsüßen, trockenen Meten, Fruchtmeten und Gewürzmeten, bis hin zu Honigbieren, Grog und vielem mehr. Das Buch gibt Ihnen darüber hinaus auch weiter reichende Informationen an die Hand:


◊ Welche Bedeutung regionale und unpasteurisierte Honigsorten für Geschmack und Gesundheit haben;
◊ warum das Brauen mit modernen Methoden, Materialien und Chemikalien zwar funktioniert, aber nicht notwendig ist;
◊ wie man Kräuter und Wildpflanzen für die Zubereitung heilsamer, nährstoffreicher Gebräue einsetzt;
◊ und vieles mehr.
„Met brauen wie ein Wikinger“ ist ein praktisches und unterhaltendes Buch für jedermann – auf Geschichte und Mythologie gegründet, doch auf eine natürliche und genügsame Herangehensweise fokussiert. Skål!


Donnerstag, März 02, 2017

Des Mäusleins Wanderschaft

Es wollt ein Menschlein neu beginn´
nach einem Schicksalsschlag.
Es erhob mit Weh und Ach
von Einsamkeit die Klag´.

Zu seines Herzens stiller Freude
da wollt es sich begeben.
Doch wie so oft kommts anders
als gedacht in einem langen Leben.

Es sah mit Graus und Schaudern
Das Land und Leute nicht sein Ding,
Die Sehnsucht nach Verlorenem, 
der Kummer zu feste an ihm hing.

Was nützte es zu tun, was stand
in des Freundes Macht,
Wenn keiner ständig da zum Troste
tags ja, doch nicht bei Nacht.

Des Herzens Weh mit Eisenfäusten
Fest das Menschlein hielt umfangen,
Es wehrte sich, es kämpfte kurz
Und ist ganz heim gegangen.

Nun ruhet in der Erde Schoß
was über blieb von ihm. 
Am Ende war es doch umsonst
Im Tod ists uns verziehn.