Mittwoch, Dezember 21, 2016

Landeruns Weihnacht

Ich erbitte mir zur Sonnenwendzeit
das es draußen gar nicht schneit,
das alles ruhig und friedlich bleibt,
versteckt im Schnee, bedeckt mit Reif.
Das der Frost das Näschen kneift
Dampf vor dem Gesicht aufsteigt.

Yul, du klare, helle Winternacht,
in der ich meiner Ahnen stets gedacht.
In der ich ruhig sinnend steh´ im Schnee,
dankbar bin für Glück und Weh. 
Das ich wachs an dem was war,
Stark bin für das kommend Jahr.

Das die Ruhe unsrer Welt
nicht in sich zusammen fällt.
Das wir noch lange sind auf Erden,
jeden Tag ein bisschen besser werden.
Das man begreift der Liebe ganzen Wert,
man die Menschen achtet, ehrt.

Sie so sein lässt wie sie sind,
sieht die Wahrheit wie ein Kind.
ohne Schleier, einfach, schlicht,
dass Wut und Hass daran zerbricht.
Und wenn ich gehe einstmals heim,
so soll es aufrecht, ohne Ängste sein.


Freitag, Dezember 16, 2016

Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen - Buchbesprechung

Volksmedizin Pflanzen Zauberer und praktische Anwendung


Es ist ein wirklich schönes Buch das ich da in meinen Händen halte und es ist ausschließlich den Pflanzen unserer Heimat gewidmet, das uns unsere Flora wieder näher bringen möchte. Es ist wunderschön bebildert, die wichtigsten Eckdaten werden zu jeder Pflanze geliefert. Beginnend mit der Gattung und den Namen, wobei die Herkunft des Namens beleuchtet wird, über die Benennung der Pflanzen im Volk. Anschließend wird erläutert wo die jeweilige Pflanze wächst beziehungsweise von wo aus sie zu uns eingewandert ist. Dann folgen die Anwendungen als Heilpflanze oder auch als Gewürz. Darüber hinaus gibt es praktische Hinweise in der Art einiger Rezepte, unter anderem auch die Zubereitung als Wildgemüse, die zur Zeit ja sehr aktuell und populär ist. Damit erschöpft das Buch sich aber bei weitem nicht, denn das Wichtigste ist die Erläuterung der Entsprechung der Pflanze im germanische Götterhimmel. Wir lesen von der Edda, von Räucherpflanzen nicht nur in den Rauhnächten, von Sonnenwendfeuern, von Freya und Odin, von Sehern und weißen Frauen. Bei einigen Pflanzen wird auf die psychoaktive Wirkung hingewiesen, selbst die Poesie kommt nicht zu kurz. Wussten Sie zum Beispiel das als Bierwürze das Bilsenkraut eingesetzt wurde und das die Beimischung 1507 bei Strafe verboten wurde? Es ist von Pflanzenjauchen zu lesen, von Kräutersuppen, allerlei Geschichten werden eingestreut da wo die Überlieferung dem Autor zu Hilfe kam. So erhält der Leser mit diesem Buch einen umfassenden Überblick über an die 90 unseren Vorfahren heiligen Blumen, Bäume , Heilkräuter und ihre Verwendung in den verschiedensten Lebensbereichen. Das Buch spannt Brücken von den Altvorderen, ihrem Wissen, ihrer Art mit der Natur in Achtung und Einklang zu leben zur heutigen Lebensweise und Heilkunde hin zur Homöopathie und Naturheilkunde. Es beleuchtet die Pflanzen unserer Heimat von einer ganz neuen Seite und lässt uns teilhaben an der Mythologie unserer Ahnen. Ein bisschen führt es zurück wenn wir wollen und uns mitnehmen lassen.




ISBN 978-3-7020-1356-1

Autor: Norbert Griebl

Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen

Volksmedizin / Pflanzenzauber / Praktische Anwendung

288 Seiten, zahlr. Farbabbildungen, 22 x 22 cm, Hardcover

€ 29,90

Donnerstag, Dezember 15, 2016

Wie man die Wasserstoffperoxidsalbe bzw. das Gel selber einfach und kostengünstig herstellen kann

Das ist so einfach wie Tapetenleim (der auch aus Cellulose besteht, leider einer Anderen als die Geforderte, daher für unseren Zweck nicht nutzbar) anrühren. Sie benötigen ein Cellulose-Pulver, das heißt Hydroxypropylcellulose. Es kann als als „Klucel H“ bei Kremer-pigmente bestellt werden. Dann brauchen Sie Wasserstoffperoxidlösung 10%, diese sollten Sie in der Apotheke erhalten. Beides zusammen in einer Kunststoffschale vorsichtig mit einem Kunststofflöffel verrührt ergibt ein klares Gel, dass sie verwenden können.

  • Geben Sie 1/2 - 1 TL Cellulose in die Schale und darauf etwas Wasserstoffperoxidlösung. Sie werden sehen, wie die Cellulose sofort die Lösung an sich bindet uns stark aufquillt.
  • Gießen Sie weiter vorsichtig Wasserstoffperoxidlösung zu und rühren Sie weiter, bis das Ganze so dick wie Pudding ist.
  • Dann decken Sie es mit Frischhaltefolie ab und stellen es in den Kühlschrank über Nacht. Die Klümpchen, die sich unweigerlich noch in der Masse befinden werden sich über Nacht auflösen, da sie weiter Wasserstoffperoxidlösung an sich ziehen.
  • Morgens rühren Sie noch einmal durch, bitte immer nur in eine Richtung, da sonst immer Luft mit hineingerührt wird. Ist die Masse zu dick, gießen Sie noch etwas Wasserstoffperoxidlösung zu. Ist sie zu flüssig geben Sie noch vorsichtig Cellulose zu und lassen es erneut quellen.  
  • Das fertige Gel füllen Sie bitte in ein geeignetes Behältnis. Meines habe ich in einer sauber ausgewaschenen Plastikflasche für Reisegrößen von Shampoo & Co, gibt es im Drogeriemarkt. Plastikflaschen die vorher Bodylotion, Shampoo ect. beinhalteten sind wegen der Dosieröffnung bestens geeignet, da sich das Gel bei Bedarf einfach rausdrücken lässt.  
  • BITTE: Vergessen Sie nicht, Ihre Flasche entsprechend zu beschriften, alte Etiketten ablösen, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können und bewahren Sie Ihr Gel im Kühlschrank auf, da hält es sich recht lang.


Klucel H hat zwar mit Porto und Versand einen stolzen Preis, doch es bindet so viel Wasserstoffperoxidlösung an sich, dass Sie eine sehr große Menge Gel herstellen können. Sie haben bestimmt schon einmal Tapetenleim angerührt. Eine Packung ergibt einen großen Eimer gebrauchsfertigen Kleister. So wie diese Cellulose aufquillt, so tut es auch Hydroxypropylcellulose. Damit haben Sie eine ungefähre Vorstellung, wie viel Gel Sie selbst herstellen können und wie das Quellverhalten der Hydroxypropylcellulose ist. Da ihr Gel keinerlei andere Stoffe enthält wird es sich im Kühlschrank nicht unbegrenzt halten, damit ist es sinnvoll immer wieder kleinere Mengen frisch zuzubereiten. Viel Erfolg.