Donnerstag, Dezember 25, 2014

Marzipandessert - Mithomazida

Liebe Freunde hatten wir zu Besuch, einer ist Marzipanliebhaber, in Gedanken daran entstand dieses Dessertrezept, das viel Beifall geerntet hat. Und weil es für jemand ganz speziellen ausgedacht war, heißt es Mithomazida :-)
Fertiges Mithomazida 
  • Lege eine Auflaufform mit Löffelbiskuits aus und tränke diesen mit naturtrüben Apfelsaft, bis er schön voll ist. 
Im (Stand)mixer mische nun

  • 500 g Quark
  • 3 EL Vollrohrzucker
  • 4 EL Amaretto
  • das Mark einer Vanilleschote
  • 1 Paket Marzipanrohmasse
  • 70 g gehackte Mandeln (bei Verwendung eines normalen Mixers nimm gemahlene Mandeln)
  • 2 El Mandelmus wenn du hast
Gieße davon eine dünne Schicht auf den Löffelbiskuits. Lege eine weitere Schicht Biskuits auf, tränke ihn sparsam. Wenn er anfängt sich auszubreiten, ist es genug. Gib nun den Rest der Creme drauf und streiche sie glatt. 

  • 100 g gestiftelte Mandeln
  • 1 großer EL Rübensirup und 
  • 3 EL Wasser in eine antihaftbeschichtete Pfanne geben und angehen lassen. Das Wasser verdunstet und bald  wenn dann die mandeln beginnen aneinander zu kleben, verteile sie gleichmäßig esslöffelweise auf der Creme. 
  • Nun streue noch einige gehackte Pistazien auf und lass die Mithomazida mit einem kühlen Raum wenigstens 6 Stunden ruhen. Das Dessert wird schön fest. Es schmeckt nach Marzipan, ist fruchtig durch den Apfelsaft, gekühlt wirklich gut. 

Montag, Dezember 22, 2014

Kaffee-Ersatz - mehr als nur Das.

Neulich kam ich in den Genuss von selbstgeröstetem Gerstenkaffe. Und weil das so lecker und so schön alternativ war, gehört es auf Landeruns Hütte, ganz klar. Dabei lassen sich noch so viele Wurzeln oder Samen zu Kaffeeersatz verpulvern. Wie das geht erfährst du hier.

Malzkaffee 
Alte Mühle,
Mahlgrad einstellbar

Stellst du aus Roggen- oder Gerste her. Mit Weizen und Dinkel funktioniert das auch.

  • Bio-Getreide (beim Bauer) kaufen.
  • 100 g davon in ein Sieb geben, schütteln und pusten, dass die Spreu rausfliegt.
  • Getreide anfeuchten, bis es zu Keimen beginnt. Mindestens aber zwei Tage. Die Gerste nimmt ungefähr das 5 fache des Anfangsgewichts an Wasser auf.
  • Trocknen lassen im Backofen bei 50 Grad oder im Dörrgerät. Früher spannte man Leinentücher auf und trocknete so das Korn.
  • Nun die Körner in eine Eisenpfanne geben und ohne Zugabe von Fett oder dergl. hellbraun rösten. Genügend geröstet ist, wenn der anfänglich aufsteigende Rauch sich dunkel zu färben beginnt.
  • Dann fein mahlen, aber nur so, dass das Pulver nicht staubfein wird.
  • Zubereitung: Kaffeepulver mit kaltem Wasser ansetzen und 10 min köcheln lassen, dann warten, bis sich der Satz abgesetzt hat. Abgießen und genießen.


Gebräu aus Roggen:

(Sommerroggen muss nicht angekeimt werden.) 
  • Den Roggen musst du waschen, abtropfen lassen und 
  • scharf anrösten, bis er genügend geröstet ist. Du erkennst es daran, dass der anfänglich aufsteigende Rauch sich dunkel zu färben beginnt. 
  • Auskühlen lassen und mahlen. Zubereitung wie oben. Roggen überhaupt darf nicht zu dunkel gebräunt werden, denn manchen Menschen bekommen Magendrücken davon. Achte unbedingt darauf, schwarze, zu dunkle Körner auszusortieren, bevor Du sie mahlst.

Aus Hafer erhältst du durch anrösten ein mildes Getränk, dass durch den Zusatz von 1/8 gerösteter Hagebuttensamen ein feines vanilleartiges Aroma erhält. Reiskaffee wird ebenso bereitet


Hirse

Wird gewaschen dann mit kochendem Wasser gebrüht. Anschließend geröstet und vermahlen. 

Zichorienkaffee: 


Zu einem leckeren, nicht koffeinhaltigen Gebräu lassen sich auch die Wurzeln der Wegwarte, bekannt unter dem Namen „Zichorie“ verwenden. Du musst die Pflanzenteile waschen, trocknen, grob hacken, und dann im Backofen scharf anrösten, anschließend mahlen. Gar nicht so schwer, oder?

Eichelkaffee

Die Früchte der Eichen hierzulande enthalten Gallsäure, welchen den Kaffee bitter macht. Um daraus ein gutschmeckendes Getränk zu zaubern sind mehrerer Schritte notwendig.
  • Jede Eichel vierteln.
  • Dann mit siedendem Wasser überbrühen und erkalten lassen, diesen Vorgang 2 Mal wiederholen. Anschließend gib die Eicheln auf ein Blech mit Backpapier in den Ofen und trockne sie.
  • Nun musst du alle Schalenreste entfernen und die Eicheln in der Pfanne rösten
  • Mahle sie nach dem Auskühlen. 


Rüben rote lieber als weiße

Auch die Zucker- oder Runkelrübe wurde von unseren findigen Altvorderen zu Pulver für Getränke verarbeitet.
  • Die Rüben müssen in fingerkuppengroße Stücke geschnitten und ebenfalls gut angeröstet werden. Zuerst riecht es süßlich, dann wird es immer unangenehmer. Erkaltet lassen sich die Stücke zwischen den Finger ganz leicht zusammen drücken. 
  • Mahle nun Rübenstücke im heißen Zustand, da sie erkaltet zäh werden. Das Pulver soll dunkelbraun aussehen. Angeblich kann sich das Pulver der Rüben leicht entzünden, daher lagerst du es besser in Blechbüchsen, oder röstest und mahlst nach Bedarf. 
  • Es wird gern 1:1 mit Wegwartenpulver gemischt. Die Topinambur kann so behandelt werden, ebenso Apfel und Birne oder einjährige Pastinaken.

Kartoffelkaffee


Auch die Kartoffel ergibt ein Gesöff eigenartiger Güte. Du musst die Kartoffel waschen, dann in der Schale kochen, bis sie aufplatzen will. Pellen und in kleine Stücke schneiden. Trocknen, rösten und mahlen. Nimm festkochende Kartoffeln dazu.


Lupinensamen oder Sojabohnen 

ergeben einen glutenfreien, reizfreien Ersatzkaffee, ebenfalls rösten und mahlen.


Bucheggern

sammeln, knacken, aussortieren. Waschen und rösten, goldgelb bitte.

Haselnüsse

enthalten viel Öl, deswegen werden sie beim Rösten schnell brenzlig, daher ist es besser, sie vorsichtig und langsam zu bräunen. Sonnenblumenkerne vorsichtig anrösten und im Mörser zerstoßen und mahlen, ergibt ein liebliches Getränk.

Feigenkaffee

Exotischer wird es mit Feigen, diese werden wie die Eicheln halbiert, dann geviertelt. Dann musst du sie solange rösten, bis sie dunkelbraun geworden sind. Danach mahlen.


Pseudogetreide - Buchweizenkaffee

Er muss 2 Tage lang gewässert werden, dabei immer mal wieder das Wasser wechseln. Nun musst du die Körner min wenig Wasser ca. eine Stunde kochen, bis die Körner aussehen, als wollen sie platzen. Gieße ab und trockne die Samen im Dörrgerät oder im Backofen. Anschließend wieder rösten und mahlen.

Eigenkreationen

Ein ganz besonderes Getränk war eine Malzkaffeekration, die mit magenstärkenden Kräutern versetzt war, beispielsweise Kalmus, Tausendgüldenkraut, Pfefferminze, Schafgarbe, Riesengoldrute. Nun, warum nicht die persönliche Lieblingsteesorte mit selbstgepulvertem Malzkaffe verfeinern? Noch ein bissel Vanillemark hinzu und fertig ist die ganz spezielle, ganz eigene Mischung. Rezepte folgen.



Quellchen: Meine Informationen habe ich von unseren Omas und Opas, Nachbarn, Bauersfrauen, Freunden, aus „Praktisches Rezeptbuch – Zeller“ und „Der Kaffee und Tee – Neudorf“

Dienstag, Dezember 16, 2014

Mütze - Tatarendeckel

So mal wieder eine Mütze gebastelt mit der Addimaschine. Allerdings kann ich nicht sagen wieviel Wolle, denn das ist die absolute Resteverwertung gewesen, draußen war -12 Grad und mir war kalt. 


  • Du brauchst bunte Sockenwolle, bitte zwei verschiedene Knäule, die du zusammen verstricken wirst zu 90 Reihen als Schlauch. 
  • Dann abketten. Oben zuziehen und vernähen. 
  • Nun aufsetzen und zwei Mal umschlagen, sorgfältig, so wie es an deinem Kopf am besten passt. es muss nicht schnurgerade sein. 
  • Setze die Mütze ab und nähe mit der gleichen Wolle den Rand fest. 
  • Nun brauchst du ein Stück Kunstfell, oder echtes - wie du magst. Bei mir tat es der Kaputzenrest vom alten Parka. Das Fell festnähen. Mein Fell hatte noch Schlaufen für Knöpfe dran, also hat die Mütze auch Knöpfe bekommen. Notfalls könnte man nun die Mützenumrandung runter klappen. Fertig.



Mittwoch, Dezember 10, 2014

Lebkuchen - Gewürzmischung

  • 1 Tl. Pimentpulver, 
  • 1 Tl. Nelkenpulver, 
  • 3/4 Tl. Kardamompulver, 
  • 1 1/2 Tl. Ingwerpulver, 
  • 3/4 Tl. Muskatnusspulver und 
  • 1 Miniprise Schwarzer Pfeffer.

Sonntag, Dezember 07, 2014

Halswärmer

Für diesen Halswärmer brauchst du die kleine Addimaschine(für die Mütze die Große, Beschreibung siehe anderes Post.) Außerdem recht dicke Wolle und irgendwas Hübsches zum Anbringen. 


  • Sticke einen Schal mit 170 Reihen.
  • Kette ab. Kein Ende zusammenziehen!
  • Dann lege ihn so übereinander, dass du eine Schlaufe und zwei gleich lange Seiten hast.
  • Winde die Eine um die Andere herum, lege dabei deine Arbeit im Kreis aus. Richte es so, bis dir das Muster gefällt.
  • Halte es gut fest und setz es auch einmal auf, es muss etwas straff über den Kopf gehen.
     
  • Nun nimm die Schlaufe und häkle sie an den anderen Enden fest, sodass die Schlaufe von den beiden Enden von unten und oben umfasst wird.
  • Mit der roten Addinadel vernähe nun die Schalstränge, aber von unten, dass man die Naht nicht sieht. Bringe nun einen großen dekorativen Knopf auf deinen Halswärmer an. Fertig. 


Samstag, Dezember 06, 2014

Totenbeinli - Schweizer Gebäck

Das in der Schweiz unter den Namen "Totenbeinli" bekannte Gebäck erinnert ein wenig an
Cantuccini. Es macht überhaut nicht viel Arbeit und ist krachend trocken, knackig, zergeht auf der Zunge. Es schmeckt nicht nur zu Weihnachten. Wenn mal nichts im Haus ist sind sie schnell gemacht. Das Originalrezept verwendet nur Haselnuss und Mandel, Weize- statt Dinkelmehl und raff. Zucker. 


Hier Landis Version


Als erstes stellst Du einen Rührteig aus folgenden Zutaten her:

250 g Rohrzucker verschlagen mit
3 Eiern und der abgeriebenen Schale von
1ner Zitrone
300 g Dinkelvollkornmehl vermischt mit 
1 TL Weinsteinbackpulver und 
50 g Butter

Der Teig wird recht fest. Gib nun

150 g ganze Haselnüsse
100 g gestiftelte Mandeln
 50 g ganze Zedernüsse hinzu, rühre gut um und streiche die Masse auf ein Blech, aber nur so hoch, das die Haselnüsse gerade noch rausgucken.

Nun backe das ganze bei 170 °C bis es hellbraun ist.
Dann schneide es in schmale Streifen, diese wiederum in Stücke. Nimm dazu ein großes scharfes Messer, dass die Nüsse ja auch ganz bleiben. Drehe die Stücke nun, dass die Schnittseite nach oben zeigt und backe es erneut, bis das Gebäck schön Farbe angenommen hat. Lass es auskühlen und gib es in eine Dose, da bleibt es knackig.

  

Freitag, Dezember 05, 2014

Multikocher REDMOND RMC-M90








Neulich im Russischen Laden habe ich ein Küchengerät gesehen, dass mir ganz zu Anfang meiner „Ich-mache-alles-selber-Phase“ schon einmal aufgefallen ist. Natürlich nicht dieses Fabrikat, auch nicht in dieser Ausstattung, außerdem gab das Erste nach ein- oder zweimal Käse machen den Geist auf. Seit dem suche ich mehr oder weniger intensiv nach einem Gerät, dass u. a. die Möglichkeit zur Zeit- und Temperatureinstellung bietet, um eben beim Käsen nicht daneben stehen zu müssen. Wenn es noch mehr kann, umso besser.


Das Gerät von dem ich rede, ist ein so genannter Multikocher – ein „Multivarka“ - wie die Dame im 
Geschäft erklärte. Das Display in Kyrillisch, langt da mein Schulrussisch? Was kann es alles? Brauche ich so einen Wundertopf? Nach langen Recherchen im Internet, immer die fremdsprachige Bedinungsanleitung im Hinterkopf, landete ich schließlich bei der Firma Sagemcom, deren Mitarbeiter total nett sind und mir all meine Fragen beantwortet haben. Dank ihnen konnte ein Dauergast in Landeruns Hüttenküche einziehen, den ich nun hier vorstellen möchte. Er hat ein englisches Display und ist somit für alle Russischunkundigen zu lesen und bestimmt auch zu verstehen. Sein Name: Multikocher REDMOND RMC-M90.
 
Innentopf mit Griffen und Keramikbeschichtung
 
Nahansicht Griffe am Innentopf
Das ist eigentlich Kochtopf mit etlichen Automatikprogrammen, ein Multikocher eben. Der M90 wird über ein Touch-Panel MOTouch® bedient, an welchen Programmpunkt man sich befindet, liest man vom Multifunktions-Farbdisplay. Er kocht, schmort, brät, gart, backt dämpft, wärmt auf usw. Selbst backen kann man auch darin. Neben 42 (davon 17 automatisch und 28 manuelle) automatisch ablaufenden Programmen, die vetschiedene Möglichkeiten zir Beeinflussung des Ablaufs bieten, selbst automatisch ausschalten lassen und die Temperatur in 5 Grad-Schritten von 35 bis 170 °C einstellen ist möglich. Damit kann man mit dem M90 auch Jogurt bereiten, für das er übrigens ein seperates Programm mitbringt. Für die Hauskäserei ist er so hervorragend geeignet, sogar fritieren könnte man mit ihm. Es gibt automatische Programme für das Kochen von Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten, vegetarischer Kost, Brei, Suppen, Beilagen, Pasta, Paella, Reis, Marmeladen, Konfitüren, Desserts, Teigwaren, Fondue-Gerichten, Joghurts und Fruchtgetränken u.a. Ganz besonders stolz ist der Hersteller auf die Möglichkeit, den Start des Kochvorgangs zu verzögern: das Gerät kocht dann wenn du es willst. Komm nach Hause, er begrüßt dich mit einem schönen Eintopf, jüngst getestet mit Sauerkrautsuppe.     

Eckdaten:

Innenansicht Deckel
  • 45 Programmfunktionen (17 automatische + 28 manuelle)
  • Fassungsvermögen des Innentopfs: 5,0 L, mit Keramik Antihaftbeschichtung von Anato®.
  • Die Rundumerwärmung des Innentopfs sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung (3D-Aufheizung). 
  • Dampfventil abnehmbar
  • Kochvorgang bei offenen Deckel selbstverständlich möglich
  • Innentopf mit Griffen, damit man sich nicht die Finger verbrennt. 
  • Temperaturauswahl (Multikochen): von 35°C bis 170°C, in 5°C-Schritten
  • Einstellmöglichkeiten der Garzeit für alle Programme ab 5 min. bis 12 Std. in 5 min.-Schritten
  • Bis zu 24 Stunden Zeitverzögerung für den Beginn der Zubereitung, 2 Timer
  • Mit den M90 kannst du dein Essen wider aufwärmen. Auch das Warmhalten nach Beendigung des Kochvorgangs ist möglich. 
  • Speicherfunktion
  • LCD-Display, monochrom,englisch (anscheinend soll es auch bald die deutsche Version geben)
  • Farbe: Edelstahl & schwarz 
  • Technische Daten: 860 W, 220-230 V


Lieferumfang:

  1. Multikocher mit integriertem Innentopf – diesen kannst du in die Spülmaschine geben bzw.
    Zubehör
    auch im Backofen separat anwenden. 
  2. Je ein Rührlöffel, Kelle, Dampfeinsatz, Messbecher, Frittierkörbchen, Kochlöffelhalter.
  3. Ein Rezeptbuch "200 Rezepte" in englischer Sprache und
  4. eine Bedienungsanleitung in verschiedenen Sprachen, NATÜRLICH auch in Deutsch
Zusätzlich erhältlich: Ersatz- bzw. Zweittöpfe in verschiedenen Farben, Jogurtgläser

Die einzelnen Programme:



  • MULTI-CHEF - Zeit , Kochdauer und Temperatur bestimmt hier der Koch, also koch was du willst. Temperatur- und Einstellbereich von 35 bis 170°С. Die Automatikprogramme sind nach den Angaben des Herstellers auf die Zubereitung der einzelnen Speisen ausgerichtet
  • EXPRESS – Schnellkochen von Reis und nicht dickflüssigem Brei aus verschiedenen Getreidearten. 
  • MILCHBREI – für alle Breie aller Art 
  • SCHMOREN 
  • BRATEN 
  • SUPPE – Zum Zubereiten von Bouillons, Suppen und Kompotten. 
  • DAMPFGAREN–fürs dämpfen von Gemüse, Fisch, Fleisch und Maultaschen, für vegetarischer, diätetischer und Kinderkost 
  • PASTA - Zum Kochen von Teigwaren, Maultaschen, Würstchen und Eiern. 
  • DÄMPFEN –für Eintöpfe, Ragout, Pürees und Sülze. Erlaubt das Garen im eigenen Saft. 
  • KOCHEN / BOHNEN –Kochen von Gemüse, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchten. 
  • BACKEN –back was du magst, es wird rund. 
  • REIS / GETREIDE – Zum Kochen von Reis und Brei aus Vollkorngetreide 
  • PAELLA“ – für verschiedenen Paella-Gerichte. 
  • JOGHURT – mach deinen Joghurt selbst, nicht nur aus Kuhmilch, auch aus Pflanzenmilch 
  • PIZZA – Zum Pizzabacken, zugegeben, die sind etwas klein. 
  • BROT – Zum Brotbacken mit von der „Teiggärung“ bis „Backen“, kneten musst du noch selbst. 
  • DESSERT 



Was Du sonst noch damit machen kannst: 

Display
  1. Babynahrung erwärmen 
  2. Sterilisieren der Flaschen und Sauger 
  3. Einkochen, Pasteurisieren 
  4. Käse herstellen 
  5. Wurst kochen 
  6. Hefeteiggehen / Teig gären
  7. Fondue (Schweizer Käsetopf )
  8. Glühwein kochen (Liste wird ergänzt)

Vorläufiges Fazit: 


Zum Einstimmen haben wir z. B. Jogurt bereitet, einen Kuchen gebacken, Kohlrouladen komplett im Topf gekocht und heute eine Sauerkrautsuppe kochen lassen, während Landi unterwegs war. Das klappt prima. Da nun zum Jahresende Backzeit ist und dadurch der Herd belegt ist, habe ich den M90 kochen lassen und musste die Backerei nicht unterbrechen. Das Teil ist eine Bereicherung, bin gespannt, was wir noch anstellen damit. Das Design ist sehr modern, er ist überraschend leicht. Die Bedinung ist einfach, funktional, das mitgelieferte Handbuch gibt die nötigen Instruktionen. Wenn ich es nicht schon hätte, ich würde ihn haben wollen. 

Lieben Danke an Sagemcom!

Sonntag, November 30, 2014

Rheinischer Spekulatius

Ganz nostalgisch soll es sein in diesem Jahr. War auf der Suche, nach etwas Schönen. In dem alten Buch "180 Preisgekrönte Hauskonditoreirezepte - Emilie Kisslinger, Ausgabe von 1915" fand ich das schöne, einfache Rezept.

Originalrezept für Rheinische Spekulatius: 


370 g gesiebtes feines Mehl, 200 g Staubzucker, 120 g Butter, 1 Ei , ein mittlerer Kochlöffel voll dicker, saurer Rahm, ein  Teelöffel Zimtpulver und eine Messerspitze Ammonium (Hirschhornsalz zerdrückt) werden zu einem glatten Teig rasch angemacht, der Teig 1 Zentimeter dick ausgerollt, daraus Sterne, Blumen, Tiere usw. ausgestochen, auf geschmierte Bleche gesetzt und bei mittlerer Ofenhitze gebacken. 

Übertragen in Landeruns Küche & Backwut entstanden hauchdünne Kekse, um die Knusperhexe uns sicher beneiden würde.

Zum Ausstechen benutzte ich eine Puddingform aus Kunststoff mit 5 cm Durchmesser und zum Prägen einen Mandalastempel, ebenfalls 5 cm Durchmesser. 


Landeruns Version:

370 g Vollkorndinkelmehl 
200 g Rohrzucker im Standmixer staubfein gemahlen
120 g Butter
1 Ei
1 1/2 El Jogurt 10 % Fett (wollte die saure Sahne nicht anreißen)
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Tl Zimtpulver
1/4 TL Kardamon

1 gute Messerspitze Nelkenpulver
1 gute Messerspitze Anispulver
1 gute Messerspitze Muskatblüte 

1 gute Messerspitze Muskatpulver 

  • Einen schönen Teig herstellen, diesen über Nacht ruhen lassen. 
  • Am nächsten Tag auf einer Silikonunterlage ausrollen. Auf den Teig lege ich dabei ein Backpapier, so brauche ich kein zusätzliches Mehl. 
  • Runde Formen ausstechen und auf das Backblech legen. Stempel in Puderzucker tunken, ein wenig abklopfen, dann die Plätzchen prägen, wieder eintunken, prägen... Du musst ganz fest auf den Stempel drücken, dass das Motiv sehr gut sichtbar ist.
  •  Die runde Ausstechform aufsetzen und 
  • denn überflüssigen Teig entfernen. 
  • Bei 175 Grad backen. 

*




Montag, November 24, 2014

Stollengewürz

  • 7 g Muskatblütenpulver
  • 8 g Kardamompulver
  • 2 g Nelkenpulver
  • 10 g Muskatpulver
  • 10 g Pommeranzenschalenpulver
  • 70 g Vanillezucker selbst gemacht 
ca. 12 g auf 6 kg Teig

Sonntag, November 23, 2014

Christstollen

Viele Köche verderben den Brei? Nein, diesmal nicht. Meine liebe Freundin fand sich in der Vorweihnachtszeit bei mir ein, natürlich haben wir ganz viel geredet und noch mehr gelacht und gebacken. Dabei haben wir vorwitzig am heißem Amaretto genascht. Das konnte nicht lange gut gehen: zwei zu rockiger Weihnachtsmusik in der Hüttenküche hüpfenden Bäckerinnen und die Zutatenliste des fein ausgetüftelten neuen Stollenrezeptes. Aus dem im Rezept angegeben 120 g Rohrzucker wurden unter schwungvoll kreisenden Hüften 500 g. Das hieß Zutaten verfünffachen und kräftig kneten, kosten, naschen, nachwürzen und alles fein wiegen. Rausgekommen ist ein Stollenrezept, dass mich wirklich umgehauen hat. So genug des Lobgesangs auf die beschwipsten Weiblein und des Beinahe-trotzdem- total-Erfolgs :-) Danke A. K. :-) Bussi für Dich! Die vielen Stollen haben wir verschenkt an Verwandte und Freunde :-).

Das brauchst du: 



  • 2000 g Dinkelvollkornmehl
  • 2000 g Weizenmehl
  • 2500 g Sultaninen
  • 1000 g Korinthen
  • 1250 g Butter
  •  500 g Schweineschmalz
  •  250 g süße Mandeln
  •  120 g bittere Mandeln (aus der Apotheke, ordentlich beschriftet außerhalb kindlicher Reichweite aufbewahren!)
  • 150 ml Amaretto
  • 350 g weißen Rohrzucker
  • 250 g Zitronat
  • 250 g Orangenat
  • 200 g Hefe
  • 1500 ml Milch
  • 2 1/2 Tl Meersalz
  • 30 g Stollengewürz (Rezept weiter unten)
  • abgeriebene Schale von zwei Zitronen
  • und das Mark einer Vanilleschote


Alle Zutaten bereit stellen, dass sie alle die gleiche Temperatur haben.

Am Backtag:

  • gib das Mehl in die Schüssel und mache eine Vertiefung
  • gib die Hefe und den Zucker da hineine, gib 700 ml der handwarmen Milch hinzu, rühre um, und lass den Vorteig 30 min abgedeckt gehen. 
  • Gib nun die Butter (nicht auslassen), Milch, Stollengewürz hinzu und knete es zu einem schönen Teig und lass ihn weitere 30 min gehen. 
  • Gib nun Orangenat und Zitronat, die gehackten Mandeln und die geriebenen bitteren Mandeln dazu nochmals Kneten und wieder 30 min gehen lassen. 
  • Korinthen und Sultaninen mit Amaretto vermischen, vorsichtig in den Teig einarbeiten. 
  • Forme nun 6 Stollen daraus. Ab besten forme Laibe wie Brote, diese drückst du dann etwas auseinander, dass ein Viereck ensteht. Nun schlage eine Teigseite um, dass ein Rechteck entsteht. Dadurch entsteht die typische Stollenform. 
  • Gib den Stollen auf ein Blech und lasse ihn im vorgeheizten Backofen in der mittleren Schiene 30 Minuten mit Backpapier abgedeckt backen. 
  • Dann nimm das Papier weg, stell die Temperatur auf 175 Grad zurück und backe ihn für weitere 40 Minuten. achte darauf, dass er nicht zu dunkel wird.
  •  Prüfe ihn mit einem Holzstäbchen. wenn nichts kleben bleibt, nimm ihn raus. 

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Sofort buttern oder kurz vorm Verzehr. 

  • Sofort: stich viele kleine Löcher in den warmen Stollen, bepinsele ihn mit heißer, leicht gebräunter Butter, besiebe ihn mit weißem Puderrohrzucker, den du Vanillezucker und 1 El Kartoffelstärke beimischen kannst, dadurch saugt sich der Zucker nicht so voll, was ich aber schön finde. 
  • Wenn du kurz vor Verzehr butterst brauchst Du keine Löcher stechen, finde auch, dass das heiß buttern noch zusätzlich Kalorien ins Gebäck bringt. Aber wer zählt zur Weihnachstzeit schon :-)
  • Lass den Stollen auskühlen und schlage ihn in Butterbrotpapier ein. Wenn Du hast schiebe ihn in einen Stollenbeutel, den du dir aus einem Leinentuch selber nähen kannst.  Lagere ihn an einem kühlen Ort. 

Lagerzeit: 


Ich habe nun schon viele Stollen gegessen und denke, dass der Stollen nach zwei Wochen bestens durchgezogen ist. Das traditionelle Stollenbacken läutet die Weihnachtsbackzeit ein, da man es sich aber einteilen kann und auch soll, lagern dann die meinigen 4 Wochen ab.

Noch was: die raus gefallenen und nach dem Formen oben liegenden Korinthen und Sultaninen wegnehmen und in den Teig stecken. Oder nach dem backen abnehmen. Sind fast schwarz und schmecken nicht. 


Rezept für Stollengewürz: 

  • 7g Muskatblütenpulver
  • 8 g Kardamompulver
  • 2 g Nelkenpulver
  • 10g Muskatpulver
  • 10 g Pommeranzenschalenpulver
  • 70g Vanillezucker selbst gemacht 










    Freitag, November 21, 2014

    Gladiatoren Kochbuch - Buchbesprechung


    Ein Hoch auf dieses Buch, es eröffnet uns die Welt der Gladiatoren in einem völlig anderem Lichte, als in den großen Hollywoodstreifen dargestellt. Die Dokumentation "Brot und Spiele: Leben als Gladiator" der Regensburger Universität hatte ich im Fernsehen gesehen und war damals schon sehr begeistert. Das vorliegende Gladiatorenkochbuch von Christian Eckart erklärt eingangs die verschiedenen Gladiatorentypen, ihre Art zu kämpfen und ihre Waffen. Zahlreiche Fotos der Protagonisten während der Dokumentation aufgenommen, stellen das Ganze bildhaft dar. Das Buch beschreibt, wie aus einem geeigneten Kandidaten mittels einem seiner selbst angepassten Training ein vollendeter Kämpfer geformt wurde. Die Ausbildung eines Gladiatoren dauerte lang und war dementsprechend teuer. Daher ist das heute gängige Bild der sich abschlachtenden Kämpfer in den Arenen völlig falsch. Ein Gladiator stellte einen beträchtlichen Wert dar, den man natürlich auch mit angepasster Ernährung zu erhalten suchte. Beim Durchlesen der Lektüre fällt auf, wie viel die Römer über das Essen selbst und seine Wirkung auf den Körper gewusst haben müssen. So lebten die Gladiatoren nach einem genau geregelten Plan, der in sämtliche Lebensbereiche ragte. Übertragen in unsere Zeit liegt mit dem Buch eine Sammlung an vollwertigen Köstlichkeiten vor, die dazu noch überaus gesund sind. Die Grundregeln sind einfach:


    + Koche frisch. 
    + Koche selbst. 
    + Koche regional und saisonal.
    + Verwende natürliche Zutaten, die so wenig wie möglich bearbeitet sind. 
    + Schließlich: iss dich satt und genieße es! 

    Sehr interessant sind die Vorschläge für einen Essenplan, der jeweils auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Zum einen ein Vorschlag für Nahrung mit hoher Energiedichte, zum anderen einer mit Niedriger zur Gewichtsreduktion. Natürlich auch noch ein Kombinationsplan mit mittlerer Kalorienzahl, die für jedermann,der sein Gewicht halten möchte, ideal ist. 

    Es wurden Zutaten wie Hülsenfrüchte, Hirse, Gerste und Gerstengraupen, Honig, hin und wieder Mandelmilch, Artischocken, Brokkoli, Schafskäse, Bulgur, Gurken, Eier, Kichererbsen, Hartkäse, Champignons, Olivenöl, Oliven, Weißkohl, Wirsing, Kapern, Artischocken, Bohnen, Rote Bete, Essiggurken, Maronen, Steinpilze Datteln, Feigen, Mandeln, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Zucchini, Dinkel, rote Linsen, Karotten und Rotwein. Natürlich verschiedene Gewürze, vielerlei Kräuter und Saucen wie Soja- oder Fischsauce. Alle Rezepte kommen mit absolutem Minimalismus aus, ein paar wenige Ingredienzien genügen, um ein vollwertiges Essen zu zaubern. Selbst Anleitungen zum Backen von Brot und Fladen, die zu den Gerichten gereicht wurden / werden können, hat der Autor nicht vergessen. Das Weizenmehl könnte man durchaus mit frisch gemahlenen und gesiebten Weizen- bzw. Dinkelmehl ersetzen. Selten habe ich eine fleischliche Beilage entdecken können: z. B. Brokkoli mit Garnelen in Mandelsauce. 

    Alles im allen ist das Buch ein wahres Schatzkästlein an einfachen, leicht zuzubereitenden, raffinierten Rezepten, die zumeist vegetarisch und, wenn man von der Verwendung des in manchen Rezepten angegebenen Honigs absieht, vegan sind. Die rustikalen Abbildungen jedes einzelnen Gerichtes machen Appetit. Vielen Dank für dieses absolut tolle Buch. 


    ***

    Gladiatoren Kochbuch, von Christian Eckert. Erschienen am 29. August 2014
     120 Seiten, deutsch, Neumann-Neudamm Melsungen Verlag, 
    ISBN-13: 978-3788816339, Bemaßung: 20,8 x 1,2 x 21,5 cm. Preis 14,95 Euro

    Donnerstag, November 20, 2014

    Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. - Buchbesprechung

    2000 Pflanzen Mitteleuropas. Bestimmung, Sammeltipps, Inhaltsstoffe, Heilwirkung, Verwendung in der Küche


    Ohha, was für ein Buch! Ich bin erstaunt, welche Fülle an Wissen hier zusammengetragen wurde. Ob das Ein oder Andere den verwöhnten Gaumen erquickt oder nicht: der Versuch macht klug! Wie jüngst die Samen des sich bei uns wie wild vermehrenden Springkrautes. Sie schmecken wirklich lecker, nur den Geruch, den mag ich gar nicht. Und was man alles essen kann, es ist erstaunlich, eine riesige Fundgrube ist dieses Buch. Es gliedert sich in folgende Bereiche:
    • Lebensmittel aus Wildpflanzen
    • Den Wirkstoffgruppen in Wildpflanzen
    • Verweis auf Besondere Inhaltsstoffe in Wildpflanzen
    • Wie soll gesammelt werden und was ist dabei zu beachten
    • Ein „kurzes“ Wort zum Naturschutz
    • Anweisung zu Grundzubereitungen
    • Der Bestimmungsschlüssel anhand der Blattform, 
    • Die essbaren Wildpflanzen nach Blattformen und Gattungen ab Seite 46 - 514
    •  Pflanzengattungen mit seltenen und gefährdeten Arten - Seiten 516 -582
    • Giftpflanzen und Gefahren von A - Z Seiten 584 - 626
    • Verwendete und umstrittene Giftpflanzen ab den Seiten 628 - 634
    • Anhang
    Die Pflanzen sind nach Blattformen und Pflanzengattungen angeordnet, dem voraus geht 
    genaue Anweisung und die Bitte, sich selbst nicht zu überschätzen, wie man sich an den Verzehr jener Pflanzen herantasten kann, die vor einigen Jahren noch zum (täglich) Brot unserer Vorfahren gehört haben. Fundiert recherchiert bereitet es dem Leser unzählige Schmökerstunden auf dem heimischen Sofa, zum Mitnehmen ist es zu großformatig. 
    An das Thema herangeführt wird der Leser von der Picke auf: Man lernt etwas über die Inhaltsstoffgruppen, die Heil- und „Wildpflanzen" gemein sind, welche Wirkungen und möglicherweise auch unerwünschten Wirkungen sie haben können. Immer wieder wird der Leser aufgefordert, sein Wissen zu vertiefen,  auch querzulesen, also nicht alles als gegeben hinzunehmen. Jede Pflanze wird in einem Steckbrief mit Foto und Zeichnung, dem Namen in Deutsch und Latein, der Verbreitung und Blütezeit vorgestellt. Das Hauptaugenmerk liegt anschließend auf der kulinarischen Verwendung, hier eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, ein Füllhorn an Informationen, Vorschlägen und Ideen. Kurz und knapp danach die Verwendung in der Medizin. Auch auf Verwechslungsgefahren wird hingewiesen, immer wieder die Mahnung zur Wachsamkeit. 
    Das Sammeln der Pflanzen ist zeitaufwendiger, als einen Salat einzukaufen, warum sich also die Mühe machen? Ein Blick auf die Inhaltsstoffe im Vergleich mit Kulturpflanzen bereitet so manche Überraschung. Die Brennnessel z. B. kennt jeder, wenn man nun bedenkt, dass 100 g des frischen Krautes um die 600 mg Calcium, 7,8 mg Eisen und Vitamin C ca. 330 mg enthält -  Spinat dagegen ca. 120 mg Calcium, Eisen 4,1 mg und Vitamin C ca. 50 mg. So wird schon anhand dieses kleinen Beispiels deutlich, dass die Überlegenheit, der Reichtum an Mineralien und Spurenelementen Grund genug ist, die im Buch beschriebenen Pflanzen mehr in den Speiseplan einzubinden. Natürlich bringen es nicht alle Wildpflanzen auf Spitzenwerte, aber sie bringen Abwechslung in die Küchen.

    Es ist das Standartwerk in diesem Themengebiet. 
    Immerhin 2000 Pflanzen haben darin Platz, auch die, die eigentlich geschützt sind. Sie werden in einem gesonderten Kapitel behandelt. „Art im Bestand gefährdet“ – heißt „Unter Naturschutz stehend“. Dies ist mir zu wenig deutlich gemacht. Ein signifikanter Hinweis in dieser so wichtigen Sache wäre wirklich angebracht, um von vornherein das Bewußtsein für den achtsamen Umgang zu wecken.  Mit  ca. 570 Fotos und 450 Zeichnungen ist man in der Lage, die gängigen Pflanzen zu erkennen, bei Unsicherheiten soll ein Bestimmungsbuch zu rate gezogen werden. Das Werk ist es bestens geeignet für jeden, der die wilde Flora Mitteleuropas unter dem kulinarischen Aspekt neu entdecken möchte. Die Vielfalt unserer Heimat an essbaren, ungezähmten Pflanzen gilt es zu unbedingt zu schützen, daher ist ein sorgsamer, verantwortungsbewusster Umgang mit den Geschenken der Erde unabdingbar. Sehr positiv überrascht hat mich die Bemerkungen zum Fuchsbandwurm. 


    ***

    Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. - 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Bestimmen, Sammeln, Inhaltsstoffe, Heilwirkung, Verwendung in der Küche. Autoren: Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger

    700 Seiten, AT Verlag; Auflage: 1. Auflage (29. April 2013), Deutsch
    ISBN-13: 978-3038007524
    Bemaßung: 20,9 x 4,8 x 27,3 cm
    Preis: 59,90




    Mittwoch, November 19, 2014

    Glühwein - Gewürzmischung

    2 Sternanis, 
    1 Zimtstange, 
    5 Nelken, 
    1 El Zitronenschalen, 
    1 El Orangenschalen, 
    1 Prise Muskat, 
    2 Piment, 
    1 MSP Anis

     Die Zutaten gut vermischen, in ein Gazesäckchen füllen und in den Wein geben. Die Menge ist ausreichend für 1 Liter Rotwein.

    Montag, November 17, 2014

    Färben und Filzen: Für Jedermann - Buchbesprechung

    Der Anfang der filzigen Leidenschaft war diese Buch und die Idee, ein paar warme Schuhe zu machen. Oder war es andersherum? Egal, denn Dank diesem Buch war ich als der totale Anfänger in der Lage, meine Projekte umzusetzen. Da mir zum Stricken per Hand oft die Zeit und auch die Geduld fehlt, eröffnet das Filzen völlig neue Möglichkeiten. Ich lernte die Basistechniken, Schritt für Schritt taste ich mich voran. Weiteres Material als die Wolle ist anfangs nicht vonnöten. Es sind detaillierte Anleitungen für u. a. Betteinlage, Matte, Satteldecke, Tasche, Weste, Mantel, Pantoffeln, Hausschuhe, Gamaschen, Hut und Kappe, Puppe , Ball u.v.m. enthalten. 


    Der zweite Teil des teils mit Skizzen, teils mit Fotos ausgestatteten Buches umfasst das Färben mit Pflanzen, die man mit Pflanzenkenntnis auch selber sammeln kann. Einige Farbrezepte mit verschiedenen Beizen sind vorgestellt. Danke für dieses schöne Buch.

    ***

    Färben und Filzen: Für Jedermann
    Autorinnen: Maria & Andrea Karl, Stocker Verlag, Auflage: 3.Aufl. (1998), ISBN-13: 978-3702007454, 128 Seiten, Bemaßung: 17,4 x 1,3 x 22,8 cm, Preis: 14,95 Euro


    Freitag, November 14, 2014

    Yulstollen

    Die Zeit rast dahin, schon ist der November halb herum, nun sollten die ersten Yulstollen
    gebacken werden, damit sie bis Weihnachten genug Zeit zum Durchziehen haben. Dieses Jahr habe ich alle Rezepte gewälzt die ich finden konnte, miteinander verglichen und zu einem zusammengefasst. Und hier ist es:

    Über Nacht vor dem Backen 150 g Sultaninen in 100 ml Rum oder Amaretto einweichen.

    • 1/4 l Mich etwas mehr als handwarm  erwärmen. Da hinein 
    • 1 Würfel Hefe bröckeln, 10 Minuten ruhen lassen.
    • 600 g Dinkelmehl in eine Schüssel sieben. In der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Dort 
    • 85 g Rohrzucker und 
    • 2,5 g Salz geben sowie
    • das Mark einer Vanilleschote,
    • Je eine gute  Messerspitze Muskat, Koriander und Kardamom, außerdem
    • die abgeriebene Schale einer Biozitrone geben.


    Auf den Rohrzucker die Hefemilch gießen und etwas unterrühren. 
    Den Vorteig mit etwas Mehl bestäuben, die Schüssel abdecken, an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen. Wenn die Mehlschicht Risse bekommt hatte die Hefe genug Zeit zum Gehen.
    • 200 g Butter in Flöckchen und 
    • 1 Ei sowie
    • 2 Eigelbe zu den Zutaten in der Schüssel geben und alles miteinander verkneten, bis der Teig Blasen wirft. 
    45 Minuten in Ruhe gehen lassen, danach erneut ordentlich durchkneten, für weitere 30 Minuten ruhen lassen.
    • Je 100 g Zitronat und Orangenat und zusammen mit 
    • 150 g gehackten Mandeln auf die Arbeitsfläche geben und mit.
    • 20 g bittere Mandeln (auf der Reibe fein gerieben) in den Teig einkneten.
    Nun vorsichtig die eingeweichten Sultaninen in den Teig einarbeiten. Aus dem Teigstück einen großen Stollen formen, diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Den Backofen vorheizen auf 165 Grad, auf der mittleren Schiene 60 min. backen. Auskühlen lassen und in Folie einschlagen. Vor Verzehr mit ausgelassener brauner Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.



    Mittwoch, November 12, 2014

    Kochen mit Resten - Buchbesprechung

    Das das Wenige oft noch mehr sein kann, dass wussten noch unsere Großmütter, die gerade in schwierigen Zeiten meist große Familien zu versorgen hatten. Und sie waren erfinderisch. Da wurden kleine Reste zu völlig neuen Kreationen aufgepeppt, die natürlich auch noch satt machten. Das Buch stellt geordnet nach Resteart viele Verwertungsmöglichkeiten vor. Dabei geht’s quer Beet im wahrsten Sinn des Wortes, egal was über bleibt, nichts wird weggeworfen.  Manche Rezepte sind so lecker, dass ich sie auch völlig restelos nachkoche, einfach weils so gut war. Ob nun Aufstriche, Kuchen, Nachtisch oder deftiges Mittagessen daraus geworden ist: für jeden ist etwas dabei. Die schöne Aufmachung des Buches gefällt. So können auch gerade heute sicherlich viele (Reste)Lebensmittel vor dem Müll gerettet werden, wenn denn nur die Köche sich dazu überwinden können, das Alte zu wagen und es neu zu entdecken. Freilich muss so mancher dann eine andere Sichtweise zur Massenware Lebensmittel entwickeln. Dabei hilft dieses Buch. 

    ***   

    Kochen mit Reste, Autorinenen 
    Helene Brandstätter / Dagmar Leitner, ISBN 978-3-7020-1473-5, 144 Seiten, ca. 65 Fotos, 16,5 x 24 cm, Hardcover, Preis € 14,95

    Sonntag, Oktober 26, 2014

    Zeitumstellung

    Wieder mal ne Mütze Schlaf mehr. Wie mir das auf den Nerv geht, diese Umstellerei. Und alles wurde damit begründet, man könne mehr Tageslicht nutzen und damit Energie sparen. Alles Blödsinn, denn lt. Bundesumweltamt spart man in der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, dafür  wird aber in der Früh mehr geheizt, insbesondere im März, April und Oktober. Also wird nicht gespart sondern mehr verbraucht. Und wer fragt mal nach, wie es den Menschen, insbesondere den Kindern dabei geht? Kein Mensch, dabei tun sich besonders die Kleinen schwer. Der Körper muss seinen Biorythmus erneut anpassen, wer schon Probleme beim Ein- und Durchschlafen hat, für den wird es nicht einfacher. Schlafstörungen, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Schwankungen der Herzfrequenz, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme sind Erscheinungen, die in Verbindung mit der Zeitumstellung auftreten. Vier bis 14 Tage braucht der Menscht um sich anzupassen. Langzeitschäden sind unwahrscheinlich, so die Wissenschaft.

    Aber: wo kein Nutzen, da kann man es doch wieder abschaffen und einfach alles so lassen. Man muß ja nicht alles so machen wie die Nachbarn, Deutschland war ja ohnehin ein Nachzügler beim am Stundenzeiger drehen. 

    Um abends runter zu kommen hilft ein Melissentee, ein warmes Fußbad, lauschige Musik, keine Aufregung und nicht zu viel futtern. Auch das berühmte Glas warme Milch wirkt schlaffördernd. Und sich über Sachen, so unsinnig sie auch sind, bloß nicht aufregen. Zur Entscheidungsfindung könnte man ja ausnahmsweise die Bevölkerung fragen, ob die das auch will. 


    Samstag, Oktober 25, 2014

    Erdbeerweihnacht und andere Marmeladen

    Ja, ich weiß, es kommt reichlich spät, so mitten im Oktober Erdbeermarmelade, aber ich hatte die Rezepte in irgend eins der vielen kleinen Hefte geschrieben und gerade eben gefunden. Es gab ja soviel Beeren dieses Jahr...



    Erdbeermarmeladen-Variationen


    Erdbeerweihnacht


    600 g Erdbeeren
    400 g Äpfel klein geschnitten
    150 g Orangensaft frisch gepresst und die abgeriebene Schale
    500 g weißen Rohrzucker
    1 Vanilleschote, das Mark davon
    1 Prise Salz
    2 Priesen Lebkuchengewürz

    Alles aufkochen mit dem Zauberstab durchfahren, köcheln lassen. In der Zwischenzeit: 

    2 EL Rohrzucker mit 
    2 EL Guarkernmehl mischen. 
    1/2 Glas Orangenlikör dazu geben und dann blitzschnell in die Marmelade quirlen, diese dann kochend heiß in Twist-Off-Gläser füllen. 



    Aprikose & Erdbeere


    750 g Erdbeeren
    400 g Aprikosen
    500 g weißen Rohrzucker
    1 Vanilleschote, das Mark davon
    1 Prise Salz
    2 Prisen Rosmarin gepulvert

    Alles aufkochen mit dem Zauberstab durchfahren, köcheln lassen. In der Zwischenzeit: 

    2 EL Rohrzucker mit 
    2 EL Guarkernmehl mischen. 
    1/2 Glas Amarettolikör dazu geben und dann blitzschnell in die Marmelade quirlen, diese dann kochend heiß in Twist-Off-Gläser füllen. 

    Erdbeere  & Kokos


    1 kg Erdbeeren mit 
    200 g Gelierzucker 3:1 über Nacht ziehen lassen und bis zur Geleedicke kochen lassen. Mit dem Zauberstab zerkleinern. 
    100 g Rohrzucker mit 80 ml dicke Kokosmilch verquirlen, das Mark einer Vanilleschote und 2 Priesen Salz dazu geben, unter die Marmelade heben und diese kochend heiß in saubere Gläser füllen. 


    Donnerstag, Oktober 23, 2014

    Der erste Schnee & Marmeladenrezepte


    Hektik, früh schon, wenn der Wecker einen unsanft aus dem schönsten Schlummer reist. Ungnädiges Klingeln, ganz egal, welches Lied er spielt. Es nervt gewaltig. Den ganzen Tag geht das so, hier piept es, da hupt es, klingelt das Telefon, schrillt ein Alarm, heulen Sirenen, brodelt der Verkehr. Mittendrin Kinder, an der elterlichen Hand durchs Gewühl gezogen, die großen Augen staunend den ersten Flocken hinterher schauend, stolpern sie vorwärts. Wie gern würden sie die Flocken betrachten, auf der Hand das Schmelzen spüren, die kleine Zunge frech aus dem Mündchen recken und des Winters weiße, weiche Botschaften darauf zergehen lassen. Keine Zeit. Nicht eine Minute, später ja, in der Pause, da ist Zeit, während die Erwachsenen auf Arbeit sind. Keiner, der nicht an diesem Morgen meckert. „Saukälte“ oder „Eklig nass“. Ich ertappe mich dabei, wie ich trotz der vom ersten winterlichen Intermezzo kalten Finger leise lächeln muss. Was ist denn so schlimm daran? Habe ich nicht warme Sachen und auch Handschuhe, die ich ja nur hätte anziehen brauchen? Gegen Mittag fallen die Flocken immer noch, leis und sacht auf die Wiese vor dem Bürofenster. Der rote Fingerhut beugt demütig unter der Schneelast den mit der Fülle des Spätsommers besetzten Blütenstand, gerade so, als wisse er, dass seine Zeit in diesem Jahr fast herum ist. Die Schnecken sind auch verschwunden. Sie, die jeden Morgen in ganzen Batterien über die Terrasse krauchen, nicht gerade langsam, sie sind verschwunden, haben sich versteckt. Vielleicht unter dem großen Blätterhaufen, der nun feuchtglänzend zu Füßen der riesigen Esche liegt, die der Wind letzte Nacht kahl gerupft hat. Ihr macht der frühe Schnee bestimmt nichts aus, sie ist auf Winter eingestellt. Lege ich mein Ohr lauschend an ihren Stamm ist da nur Stille. Sie schläft schon, trotzt dem Wind der bald böig eisig an ihr zerrt. Der Sommer ist dahin, der Herbst ist schon lang da, mit ihm die Ernte. Und sie fiel reichlich aus, überreich sogar. Holunderbeeren gab es in diesem Jahr, so große, pralle, volle Dolden sah ich noch nie. Auch die Eberesche trug die roten Beeren in Überzahl, der Weißdorn steht in voller Pracht und die Kornelkirschen beschenkten uns üppig. Hier ein paar Marmeladenrezepte:

    Herbstmarmelade


    200 g Weißdornfrüchte, 200 g Holunderbeeren, 200 g Kornelkirschen, 200 g Birnen, Saft und abgeriebene Schale einer Zitrone in 200 ml Apfelsaft weich kochen, passieren und wiegen. Anschließend mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade kochen

    Ebereschenaufstrich

    ½ kg mit Ebereschenfrüchte mit 500 ml Apfelsaft weich kochen. Durch ein Sieb passieren, wiegen. Den Saft einer Limette und 1 Priese Lavendelblüten hinzugeben. Mit 3:1 Gelierzucker zu Marmelade einkochen.

    Ebereschengelee

    Die sauberen Früchte mit wenig Wasser bedecken und weich kochen. Den Saft abseihen und wiegen. Mit Gelierzucker 2:1 zu Gelee kochen.

    Kornelkirschenaufstrich

    Kornelkirschen

     1 kg Kornelkirschen mit 200 ml Apfelsaft langsam weich kochen, ggf. Apfelsaft zugeben. Dann durch ein Sieb passieren, das Mark einer 1/2 Vanilleschote hinzufügen, mit Rohrzucker abschmecken. Einmal aufwallen lassen und kochendheiß in Gläser füllen. Der Aufstrich wird ziemlich fest, da nur wenig Flüssigkeit enthalten ist. 

    Weingelee

    Die sauberen, trockenen Beeren in einem Topf ohne Wasser aufsetzen, langsam bei mäßiger Hitze zum Platzen bringen, bis die Beeren schwimmen. Nun in ein mit einem Seihtuch ausgelegtes Sieb geben und abtropfen lassen. Wiegen und mit 250 g Zucker auf 500 ml Saft zum Gelee einkochen.

    Und zum guten Schluss: Holundersuppe

    500 g Früchte in etwas Wasser weich kochen, durch ein Sieb passieren. 500 ml Wasser aufgießen. 1 großen Apfel klein schneiden,  1 MSP Nelkenpulver und etwas Zimt zugeben, kochen bis der Apfel zergangen ist. Dann mit Stärkemehl in etwas süße Sahne eingerührt binden. Süßen nach Geschmack. 

    Joghurt, Käse, Rahm & Co - Buchbesprechung

    Die Milch machts - und wie. Was ist drin? Was macht sie so gesund? Welche Milchsorten gibt es? Und wie wird daraus Jogurt, Kefir, Rahm, Butter, Buttermilch, Sauermilch, Quark und Käse, Molke und aus dieser schließlich auch wieder Käse?  Was kann man mit den vorgenannten Köstlichkeiten anfangen? 

    All das erzählt dieses Buch. Hunderte Anregungen, Rezept für Rezept, weit über 150 laden zum Ausprobieren, Staunen und Entdecken ein. Wie von einem Stocker Praxisbuch gewohnt ist es übersichtlich und fundiert geschrieben. Besonderes Augenmerk legen die Autorinnen auf Hygiene, was gut und richtig ist, das kann ich aus Erfahrung sagen. Das Jogurt funktioniert mit dem Rezept prima, wenn man einen gescheiten Starterjogurt verwendet. Für Selbstversorger, „Alternative“, Selberkocher und auch für totale Anfänger das perfekte Buch. Auch wer Milch von den eigenen Tieren vermarkten möchte, findet hier das nötige Wissen. 

    Was mir sehr fehlt ist der Hinweis auf die sinkende Wertigkeit der Milch, je mehr sie behandelt wird. 

    ***


    Joghurt, Käse, Rahm & Co - Gesundes aus Milch selbst gemacht!
    Autorinnen Lotte und Ingeborg Hanreich
    ISBN 978-3-7020-1264-9Preis: € 14,95