Freitag, Mai 31, 2013

Duftstoffe in der Naturkosmetik - Buchbesprechung


Diese Buch vereint, was man sonst in vielen Büchern zusammenklauben muss: Nach einem geschichtlichen Abriss, der die Wichtigkeit der Düfte aufzeigt folgt eine pfiffig geschriebene sachkundige Einführung in die Chemie der Öle. Und nun gibt es die ausführliche Herstellungsanleitung für daheim, in bebilderten Arbeitsschritten unter Vorstellung der verschiedenen Bauweisen der Destillen. Nicht vergessen wird die derzeitige Rechtslage, gefolgt vom Kapitel über die Anwendung und Dossierung. Bevor man nun ganz tief in die einzelnen gängigen ätherischen Ölen einsteigt, erfährt der Laie wie man Crems, Öle und Co selber rührt. Wie man Deos, Parfum und Rassierwasser herstellt. Ganz kurz und knapp mit einigen Grundrezepten, die nach Bedarf abgewandelt werden können. Gefolgt von den Ideen rund um Heim und Herd schließt sich hier der Kreis. Man ist nun ausgestattet mit einer Menge Grundwissen, dass dann nach und nach mit den auf den nächsten ca. 80 Seiten folgenden Pflanzenportraits, und Rezeptvorschlägen erweitert wird. Eine gelegentlichen Anweisung zum Anbau im eigenen Garten, wenn es den in unseren Breiten wachsen möchte, Charakterisierung der Öle und Anwendung ist bestens aufgezeigt. So kann man mit Fug und Recht sagen dieses Buch macht den Einstieg leicht. Sachregister und Bezugsquellenaufstellung machen es perfekt. Ein Praxisbuch vom Leopold Stocker Verlag. Eben.

Duftstoffe in der Naturkosmetik: Heilkunde, Körperpflege, Küche und Haushalt 70 Duftpflanzen
Brunhilde Bross-Burkhardt (Autor) 

143 Seiten, Stocker; Auflage: 1., Auflage (März 2013)
ISBN-13: 978-3702014032, Preis 16,90

Montag, Mai 27, 2013

In diesen Jahr keine Fördermittel für die Mühle in Suxdorf - Arbeiten gehen dennoch weiter

Quelle: Abschrift aus Mitteldeutsche Zeitung – Datum unbekannt

Wiederaufbau -Wo der Wind kräftig mit den Flügeln spielt
In diesen Jahr keine Fördermittel für die Mühle in Suxdorf - Arbeiten gehen dennoch weiter

Von unserer Redakteurin UTA FÖRSTER


Suxdorf/MZ. Noch tummeln sich die Enten unter dem im Hof der Suxdorf´schen Mühle aufgebockten Windmühlenflügel, der einer Flugzeugtragfläche ähnelt. „Bis auf die Klappe ist der Flügel komplett“, erklärt Eberhard Oertel und deutet die Scheune, in der sich das Drehheck befindet. Jede freie Minute steckt der Mühlenbesitzer in den Wiederaufbau der im Jahre 1836 erbauten Turmdrehmühle.


Auf Bildern hat er sich die technische Dinge abgekupfert, Modele gebastelt und schließlich. selbst Hand angelegt, so gut es eben geht. Und es muss geben, zumal der gelernte Müller in diesem Jahr keinen Pfennig an Fördermitteln für den Wiederaufbau seiner Mühle erhält. Im vergangenen Jahr steuerten das Land 5000 Mark und der Burgenlandkreis 3000 Mark bei. Das meiste Geld schluckte der obere Drehkranz, der mit Hilfe eines Zahnrades nun wieder das Dach der Mühle bewegt. 


Eberhard Oertel macht auf eine am Boden liegende Welle aufmerksam, die noch montiert werden muss. Sie wurde ebenfalls aus den letzten Geldern finanziert. „Das Mode dafür habe ich entworfen und auch die Dreharbeiten durchgeführt“, erzählt der erfahrene Bastler. Doch bei den größeren Arbeiten - angefangen vom Bleche zuschneiden bis hin zur Anwendung bestimmter Schweißverfahren - mussten Firmen eingeschaltet werden.

Um Materialosten zu sparen, hält der Mühlenbesitzer selbst auf dem Schrottplatz nach wieder verwertbaren Dingen Ausschau. Dabei wird seine Mühe nicht immer belohnt. ‚Das Kugellager habe ich ausgebaut, konnte es aber am Ende nicht verwenden, weil es kaputt war“, ist zu erfahren. Bis Juli nächsten Jahres wollte Eberhard Oertel ursprünglich mit dem Wiederaufbau der Mühle fertig sein. Aber ohne Fördermittel, die sich für das Flügelwellen-Hauptlager und für das große Antriebsrad erforderlich machen - zieht sieh das Ganze wohl noch eine Weile hin, bedauert er.

Die Besucher stört es allerdings stört es wenig, dass sie auf Suxdorf´schen Flur vorerst nur eine „Unvollendete“ vorfinden. Wann immer auch Fremde hier vorbeikommen, lassen sie es sich nicht nehmen, an der Holztür anzuklopfen. Dann führt sie Eberhard Oertel durch sein Reich, das seit dem Kleefest auch eine Ausstellung mit Werken von Volker Thurm beherbergt. Mit Ölfarben bannte der Kaynaer Künstler die Suxdorfer Mühle ins Bild, so wie sie sich in den Jahren zwischen 1936 und 1954 präsentierte. Aber auch Porträts von Johann Christian Schubart und anderen Persönlichkeiten, die die Geschichte des Ortes mitprägten, können bewundert werden. Die ausgestellten Bilder sind Spitze, macht weiter so, dokumentierte Familie Gentzsch neben vielen anderen im Gästebuch ihre Meinung.

Von der kleinen Galerie gelangt der Mühlenbesucher - sofern er dies möchte – über eine Leiter durch eine kleine Tür hinaus ins Freie. Mit einer herrlichen Aussicht wird sein Aufstieg belohnt. Und wenn der Wind günstig steht, dreht sich in luftiger Höhe nur wenige. Meter über seinem Kopf die im vergangenen Herbst montierte Windrose.

Sonntag, Mai 12, 2013

GäuFlural - Bäckerei Peter Reiser / Missen OA

Den Anfang bei GäuFlural macht die Brot- und Feinbäckerei Reiser, Missen, Am Freibad 4. 
Herr Reiser und Geselle backen nicht nur grandiose Nusszöpfe von mehr als beachtlicher Länge und überaus fairen Preis, das Brot ist genial, die Semmeln eben Semmeln. Dabei gibt es Dinkelsemmel ebenso wie die Gemüsesemmel, in der Mais, Paprika u. a. Gemüse zu einer leckeren Semmel verbacken wird. Sehr lecker ist auch des ganzjährig erhältliche "Tigerauge" oder das Schokoladenherz. Natürlich führt die Bäckerei das ganze übliche Sortiment und Kuchen am laufenden Meter. Und wenn du um die Weihnachtszeit im Gäu bist, dann gibt es viele Sorten Gebäck für das Fest, bei dessen Geschmack und Preis man sich wirklich überlegen kann, ob man noch selber backen soll. Einfach mal reinschauen. Ortseinwärts von Siebratshofen kommend, die erste Rechts, hinter der Pizzeria la Mama, da steht ist ein altes, großes Haus, unten drin befindet besagte Bäckerei. 




GäuFlural

Wieder mal ein Lebensmittelskandal, wieder mal hat keiner was gewusst. Wieder mal geht ein Aufschrei durch die Republik. Wieder mal kehrt Ruhe ein, bis zum nächsten Vorfall. Dabei haben wir "Verbraucher" es in der Hand, eigentlich könnten wir die Großen ein wenig erziehen, aber dass muss man ja nicht hier schreiben, das kommt alleweil im TV.  

Dabei gibt es noch etwas anderes: Im Urlaub war da z. B. ein kleiner Bäckerladen. Die Einrichtung uralt, die Verkäuferin sehr fortgeschrittenen Altes, die Hände breit geworden von der Arbeit. Eine stolze Haltung hatte sie, aufrecht, einen geraden Blick. Es dauerte gar nicht lange bis man ins Gespräch kam. Bereitwillig beantwortete sie Fragen, ja sogar einen Blick in die Backstube durfte ich werfen. So jemand hat bestimmt nichts zu verbergen, denke ich mir. Und es gibt sie (noch), die kleinen Läden, in jedem Landstrich, die eben noch mit Herz ehrlich die Produkte herstellen, die in unseren Mägen landen, ohne Schnick-Schnack und "neumodischen Kram". Nur findet man sie so leicht nicht, oft sind sie in einem Hinterhaus, einer engen Gasse oder in einem Winkel untergebracht, da wo sie seit jeher ihren Standort hatten. Der Duft von frisch gebackenen durchzieht die Straßen, immer der Nase nach steht man zumal vor einer Holztüre, die schon etliche Jahre auf dem Buckel zu haben scheint. Ein Glöckchen schellt, schon steht man drinnen. Und da ist es: ein vertrautes Gefühl, wie im Nebel steigen Erinnerungen hoch, man fühlt sich wohl. Ein ganzes Schwadron von Kaufhausdesignern und Kaufhausmusikkomponisten kann es mir nicht geben, mit ihren grellen Lichtern, deren Farben extra an die Auslage angepasst sind, den ständigen Durchsagen bitte beachten Sie dieses oder jenes Angebot. Wohl aber der ausgetretene, mit Linoleum belegte Boden der alten Bäckerei. Und weil das so ist, weil man hier wirklich Vertrauen haben kann zu den Handwerkern, deswegen habe ich mir überlegt, die meiner Region ansässigen hier vorzustellen. Nicht etwa, weil sie mich darum baten, oder weil man bezahlt wird, sondern weil ich mir überlegt habe, dass es schön wäre, wenn man im Urlaub eben nicht nur den Discounter findet, die ja sowieso nicht zu übersehen sind. Ich möchte, dass die ansässigen Hersteller unterstützt werden, weil es eben gesünder, regionaler und sowieso besser ist, man dadurch  Land und Leute kennen lernen kann, Gemütlichkeit, Behaglichkeit und Erholung findet. Überall gibt es Spezialitäten, etwas Besonderes, Qualität, Handwerkskunst, dass es eben nur da gibt, meist sind es die "Kleinen", die es herstellen und es ist an uns, es zu entdecken. 
So wird es nun unter dem Namen "GäuFlural" auf diesem Blog ausgesuchte Meister ihres Fachs geben, die hier kurz vorgestellt werden. GäuFlural stellt dabei anfangs nur im Raum Oberallgäu vor. Wer einen Tipp hat, kann sich melden, solche Unterstützung ist sehr willkommen, Landeruns Hütte kann schließlich nicht überall sein und alles kosten :-). 

In diesem Sinne einen gesegneten Appetit. 

Landerun



Muttertag - wer braucht das schon



Also ich finde Muttertag voll sinnlos. 
Statt sich Gedanken über ein Geschenk zu machen 
für diesen einen Tag 
wäre es nicht viel schöner, wenn man sich als Kind
 - egal wie groß - so benimmt, 
dass Mamas stolz drauf sein können. 

Was nützt ein Tag mit einem Geschenk 
als "Lohn" für ein Jahr Zirkus. 

Mamas halten viel aus, weil Sie es müssen. 

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht sagt der Volkmund

 Heist es nicht im Poesiealbum von früher: 
Ehre ein Mutterherz solange es schlägt, 
wenn es gebrochen ist, ist es zu spät. 

Da solltet ihr mal nachdenken, 
liebe kleine und große Kinder, 

schätzt euch glücklich, 
dass ihr noch eine Mutter habt. 

Ehrt

 sie, indem ihr ihr Respekt erweist 
und schätzt die Arbeit, die sie jeden Tag für euch erledigt.

Eine Mama ist nicht selbstverständlich. 

Eine Mama ist auch nicht euer Knecht.


Helft mit, dann habt ihr eure Mutter: 
 länger, frischer, gesünder, fröhlicher, mutiger, kämpferischer. 

Das ist das größte Geschenk
Die Liebe des Kindes,
das die selbstlose Liebe der Mutter 
erwiedert. 

Ohne Wenn und Aber.

Freitag, Mai 10, 2013

Mönchspfeffer bei Unfruchtbarkeit

(H)agnos - so nannten die Griechen eine im Mittelmeerraum beheimatete, wunderbar duftende, im Sommer lavendelfarbene Blüten zeigende Pflanze. Ein in unseren Breiten geläufiger Name dafür ist Mönchspfeffer oder Keuschlamm, was nun nicht sehr einladend klingt. Ein Blick auf den lateinischen Bezeichnung "Vitex agnus castus" erklärt Herkunft und Bedeutung: "agnus" steht für Lamm und "castus" für keusch.

Dioscurides beschreibt die Pflanze so: "„Agnos, Keuschlammstrauch, … bei den Römern als wilder Pfeffer bekannt, ist ein baumartiger Strauch, welcher an Flüssen und Felsküsten wächst … Er wird Agnos genannt, weil ihn bei den Thesmophorien (Fest zu Ehren der Demeter, bei dem Männer ausgeschlossen waren) die Weiber, welche ihre Keuschheit bewahren, als Lager nutzten … oder weil er, getrunken, den Drang zum Beischlaf mäßigt.

Der Überlieferung nach fanden die Früchte des an die sechs Meter hohen Strauches bei den Mönchen und Nonnen im Mittelalter rege Verwendung, waren sie ja auch Menschen mit Gelüsten und Bedürfnissen, die sich so gar nicht mit dem zölibatären Leben in Einklang bringen lassen wollten. So nahm man Zuflucht zu Mönchspfeffer, denn eingenommen entpuppt er sich als wirkliche Spaß- Verzeihung Lustbremse. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Pflanze auch als Sinnbild für Enthaltsamkeit auch in der Ehe steht. Aber er kann noch viel mehr, deshalb möchte ich ganz besonders den Frauen dies Pflänzelein ans Herz legen. Traditionell in der Frauenheilkunde eingesetzt, beweisen wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit bei PMS, u. a. auch bei Fressanfällen, Spannen der Brüste und Blähungen. Ausprobiert hab ich es selber, mein erstes Kind war ein Agnus-Castus-Kind. Nach Fehlstarts nahm ich Agnus-Castus und siehe da, das klappte. Bei etlichen Freundinnen hat es dann nach langer Pillenpause und regelmäßiger Einnahme ebenfalls recht schnell funktioniert. Selbst ein äußerst trauriger, hoffnungsloser Fall kam sicherlich dank diesem Kraut zu einem Kindchen Das ist nun schon lange Zeit her, meiner Überzeugung nach war diese Pflanze mein Glück. Sie wirkt regulierend und stärkend, fördert die Bildung des Gelbkörperhormons. Auch bei Wechseljahrsbeschwerden und eben Störungen im Zyklus kann eine Besserung erfolgen. Im Mönchspfeffer sind u. a. Iridoidglykoside, Flavonoide und Diterpene enthalten, die so ähnlich wie der Botenstoff Dopamin wirken. Unter Einnahme kommt es zu einer Hemmung der Ausschüttung des Hormons Prolactin, weswegen die PMS -Beschwerden abgemildert werden können. Die Funktionen rund ums Fortpflanzen normalisieren sich, bevor man sich langwierigen und teuren Eingriffen unterzieht, könnte man doch die Natur einfach mal machen lassen. Vielleicht klappt es ja doch, ganz ohne Zwang. Bloß nicht kirre machen lassen und wie wild daran arbeiten. Alles braucht Zeit und um die drei Monate regelmäßiger Einnahme sollen es schon sein. Fertige Produkte vom Pharmazeuten gibt es in der Apotheke deines Vertrauens. Nebenwirkungen können Juckreiz und ggf. Hautausschläge sein. Alles Gute.

(Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Wir weisen dennoch ausdrücklich darauf hin, dass alle Inhalte dieses Blogs ausschließlich Informationszwecken dienen. Es handelt um keine Gesundheitsberatung. Für Schäden, die auf Selbstdiagnose/Selbsttherapie beruhen, übernehmen wir keinerlei Verantwortung. Die publizierten Informationen stellen in keiner Weise einen Ersatz für ärztliche/therapeutische Beratungen oder Behandlungen dar. Die Besucher unserer Webseite sollten sich im Falle einer Erkrankung vom Heilpraktiker oder Arzt ihres Vertrauens untersuchen/beraten lassen.)

Quelle: Heilpflanzenpraxis heute

Dienstag, Mai 07, 2013

Liebeskraut und Zauberpflanzen: Mythen, Aberglauben, heutiges Wissen


Ein faszinierendes Buch ist gelesen, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Mit " Liebeskraut und Zauberpflanzen " ist Stefan Haag ein sehr interessantes Buch gelungen, das mitnimmt auf eine Reise durch die Zeiten, Kulturen und Jahrhunderte. Zu weisen Männern und Frauen, zu Schamanen und Orakeln, in die Antike, zu den Andenvölkern, in die Weiten der Steppen. Selten habe ich ein Buch so gierig verschlungen, kurzweilig wird der kulturhistorische Hintergrund beschrieben, dass ich mir so manches Grinsen nicht verkeifen konnte. Es wandert mit dem Leser durch die Kontinente, stellt die Pflanzen und mitunter auch gar zu eifrige Nutzer vor. Gespickt ist das Buch mit Versen und Gedichten, welche einen wunderbaren Ausgleich zu wissenschaftlichen Fakten schaffen. Legenden und Mythen, in übersichtliche Kapitel gegliedert, zu jeder Pflanze die Inhaltsstoffe und Wirkung: vom Wein ist die Rede, vom Hanf, Schierling, Efeu und Schlafmohn, Weihrauch, Mistel und Holler, Blinsenkraut, Alraune und Koka, Kaffee und Kakao, Kava-Kava, Schilfrohr, Passionsblume und so viele andere mehr. Sehr interessant ist die Ab- bzw. Herleitung der volkstümlichen Namen, Brauchtum, die Anwendungen in der Heilkunde. Wer nun meint, man findet hier Anleitung für Selbsterfahrungen, der irrt. Einen etwas anderen Einstig in die Welt der Pflanzen erhält man hier und das auf sehr humorvolle Weise. Unbedingt lesen.  

357 Seiten, Kosmos Verlag, 1., Aufl. (8. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3440122310,