Donnerstag, Januar 31, 2013

Speckknödel

Es gibt was aus der Tüte, was mir echt auf den Nerv geht: Speckknödel. Und deshalb hier das Speckknödelrezept.


  • 650 g Pellkartoffelen - Schale entfernen und durch die Presse geben
  • 2 altbackene Semmeln in Wasser einweichen, gut ausdrücken, Wasser weggießen, dazu geben
  • mit einem Eigelb
  • 60 -70 g Mehl
  • Salz, Pfeffer und etwas pulverisierten Liebstöckel zu einem schönen Knödelteig vermischen
  • 40 g Rauchspeck würfeln, auslassen, darin 
  • 1 El Twiebelwürfel anrutzeln und beides abgekühlt in den Teig kneten ebenso wie 
  • 1 El gehackte Petersilie
  • Nun mit bemehlten Händen Knödel formen und im kochenden Salzwasser einlegen. 
  • Wenn das Wasser wieder kochen will, Temperatur runterregeln und 15 Minuten gar ziehen lassen. Das war es schon. Ist doch gar nicht so schwer oder?

Sonntag, Januar 27, 2013

Zahnputzmouse selbst gemacht. Zahnpasta selbst gemacht.

Lange Zeit wollte ich schon ein Zahnreinigungsmittel selber anrühren und hab entsprechend viel darüber gelesen. Auslöser dafür waren mehrere Gründe: zu erst einmal die Tenside, die vielfach doch recht aggressiv sind, dann war mir die käufliche Paste zu süß, dann der Geschmack zu stark. Andere wiederum schmeckten zu öko oder verursachten Verfärbungen. Dann war da noch das Problem mit der Kälteempfindlichkeit. Bei Minusgraden draußen grinsen, war oft nicht drin, bei manchen gar gab es früh komischen "Fusseln" im Mund, von was das wohl kommt.  
Also habe ich mir gedacht ich versuche es mal. Meine Gel entstand "frei Schnauze" nach mehreren Versuchen. Wer es probiert wie immer: meins ist nur ein Beispiel, wie man es machen könnte.

  1. Man nehme einen kleinen Mörser mit Stößel von ganz feinem Material (Fantaschale und Pistill aus Apotheke), gebe da 20 ml abgekochtes Wasser hinein, löse darin eine Priese Meersalz auf und 1/4 TL Xylitol.
  1. Dann Guarkernmehl in Bioqualität langsam einrieseln lassen, dabei fleißig im Uhrzeigersinn gleichmäßig rühren, bis ein schönes Gel entsteht. Es sieht hellgraugelblich aus.
  1. Nun füge ein ganz klein wenig (ca. 3 g) Coco-Glukosid (das ist ein ganz mildes Tesid) zu. Rühre ruhig und gleichmäßig weiter. Da das Coco-Glukosid auch schön dick ist, bleibt das Gel eben geelig. Allerdings verfärbt sich unser Gemisch nun gelb.
  1. Jetzt gebe ich noch einen Tropfen ätherisches Stern-Anisöl zu, wegen der heilenden Wirkung und der Anregung der Drüsensekretion. Außerdem mag ich den Geschmack und Geruch. Bitte nicht überdosieren. Man kann auch ein anderes Öl zufügen, je nach Zustand des Zahnfleisches z.B. Teebaum, oder Salbei.


Coco-Glukosid ist stark basisch, das geschmacksneutrale Guarkernmehl beeinflusst den ph-Wert nicht, es braucht kalt angesetzt aber eine Weile, bis es seine endgültige Konsistenz erhalten hat. (Quelle: Naturkosmetische Rohstoffe) Alternativ zum Wasser könnte man auch einen starken Aufguss aus Kräutern bereiten. Mein Gel müsste nun basisch sein. Durch das Rühren ist das Gel nun zu einer Mouse geworden.

Putztest: im Mund fühlt es sich sehr schön an, es ist weder scharf, noch betäubend, oder sonst komisch. Der Schaum ist feinporig, irgendwie ganz weich. Zähne fühlen sich glatt an, ordentlich geputzt. Mundgefühl nach 2 Stunden ok. Mal schauen, wie es morgen früh ist :-).



Samstag, Januar 26, 2013

Schneemond

Bald ist es soweit, genauer gesagt am Sonntag, den 27. Jänner. Dann haben wir des ersten Vollmond des Jahres 2013. Noch ist Januar, der erste Monat des Jahres, der Name ist vom römischen Gott Janus abgeleitet, er steht für Anfänge jeglicher Art, für Übergänge in einen neuen Abschnitt. Er steht auch für das Ende und  wurde deshalb immer mit zwei Gesichtern dargestellt. Er ist der Hüter der Durchgänge, alles hat zwei Seiten, auch die knackige Kälte der letzten Nächte, der Schnee, der die Erde bedeckt, unter ihm, verborgen vor unseren Blicken aber geschieht die Erneuerung im Schoß der Erde, warten die Pfalnzen sorgsam bewacht auf den Frühling. Der Mond im Januar heist auch Schneemond. Liegt nun viel Schnee und ist es kalt, so lässt dies auf ein schönes Frühjahr und eine gut Ernte hoffen. Der alte Name "Hartung" bedeutet so viel wie hart gefroren.

Hier noch eine kleine Storry aus Malta, die uns erzählt, warum der Februar nur 28 oder 29 Tage hat.

Der Januar wollte einmal recht lieb sein und den immer über ihn brummenden Menschen eine Freude machen. Deshalb ließ er es sich einst während seiner – damals dreißigtägigen – Regierungszeit angelegen sein, einen Tag immer schöner und wärmer zu gestalten als den anderen; er hoffte sich auf diese Weise die Dankbarkeit der Menschen zu erwerben und sich wieder bei ihnen einzuschmeicheln. Aber er rechnete nicht mit der Undankbarkeit der Menschen.

Am letzten Tage dieser Regierungszeit des Januar trieb ein Schäfer seine Herde in ihre Hürden und sah daselbst auch den Januar stehen. ›Nun, Herr Januar, du Einfaltspinsel! Willst du uns mit dem schönen Wetter eigentlich ärgern? Wie kannst du es wagen, die alten Gesetze und Regeln unbeachtet zu lassen? Laß es doch regnen und stürmen!‹

Da lief der Januar wutschnaubend zum Februar und sprach zu ihm: ›Lieber Bruder Februar, leih' mir doch zwei Tage! Ich muß sie haben! Wenn ich sie nicht beide verwenden kann, gebe ich dir einen zurück! Heuer werde ich aber wohl zwei brauchen!‹

Der gute Februar war gerade damit beschäftigt, sich dreißig Kutten umzuhängen, von denen er während seiner am nächsten Tage beginnenden Regierungszeit täglich allemal eine wieder ablegte. Bereitwillig übergab er zwei Kutten, und zwar die dicksten, dem Januar und sprach dazu: ›Da, nimm meine stärksten Mäntel! Du kannst mit diesen so viel donnern, blitzen und regnen lassen, als du nur willst!‹ ›Ja, ich will die Menschen schon züchtigen!‹ erwiderte der Januar und schlüpfte in die beiden Kutten hinein. Er schnürte sie mit Donnerseilen zu, die einen prächtigen Gürtel abgaben, und rief dem Bruder Februar zu: ›Bleib' hier! Du kommst ja auch gleich an die Reihe! Denn meine Regierungszeit ist bald abgelaufen!‹

Nun regierte der Januar noch zwei Tage länger. Und wie! Die Menschen und Tiere krochen in schützende Höhlen; aber viele von ihnen ertranken, da das unbändige, gurgelnde Wasser immer höher stieg. Der Schäfer, der vorher dem Januar solche Grobheiten gesagt, stand gerade am Ufer des Meeres, – als er den wildtrotzigen Monat heranstürmen sah! ›Jetzt entrinnst du mir nicht!‹ schrie ihn der Januar an. Der Schäfer rief seine Schafe zusammen und wollte mit ihnen nach einer Höhle eilen; aber zu spät! Eine Flutwelle erhob sich aus dem grollenden Meere, das sich vor Ärger grün gefärbt hatte und eine Menge Algen und Seegras auf das abschüssige Land ausspie und Schäfer und Schafe in seine Brandung hineinzog. Dreimal spie die Brandung den Schäfer wieder aus, und dreimal leckte sie ihn wieder auf; dreimal warf sie ihn auf die scharfen Felsenklippen, dreimal leckte sie sein Blut auf! Erst dann gab sich der Januar zufrieden und ging fort, um noch andere Menschen zu züchtigen.

Seitdem hat der Januar den Schwur getan, nie mehr lieb und mild gegen die Menschheit zu sein, und er hat ihn auch gehalten. Dem Februar entleiht er manchmal zwei Tage, manchmal bloß einen Tag; aber nur selten tut er das letztere und läßt nur selten dem Februar neunundzwanzig Kutten, – gewöhnlich läßt er ihm nur achtundzwanzig. Ouelle: Zeno.org



Mittwoch, Januar 23, 2013

Kinderseife


Kinderseife

Olivenöl, Mandelöl, Distelöl, Sheabutter, 
Bienenwachs, Kamillenölmazerat, Honig

(Habe auf Ebay gesehen, dass genau diese Art Seife verkauft wird, ich bin das nicht :-)) 

Samstag, Januar 19, 2013

Zitronenmyrtenseife.


Hier wäre noch eine Zitronenmyrtenseife. 

Palmöl, Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rizinusöl, Leinöl, 
Distelöl, Bienenwachs, Lanolin, Kräuter & Kräuteraufguß, 
Gefärbt mit grüner Pigmentfarbe von Parfumwolke. 
Form ist von SanSavon.

Freitag, Januar 18, 2013

Leise rieselt der Schnee

Eistobel 2005
Der Winter ist dieses mal so richtig komisch. Rauf und runter geht es mit den Temperaturen, Mal taut es, dann wieder wird es bitterkalt. Mancherorten haben die Bäume schon angefangen auszuschlagen, minimal, aber immer schon so, dass man es sehen kann. Dann hört man hier und da schon mal einen Vogel singen, neee ich meine nicht das Geschrei der Eichelhäher. 

Komisch ist es, eigentlich sollte es doch gerade jetzt richtig kalt sein, beim Laufen müsste man den Schnee auch tagsüber unter den Stiefeln knirschen hören, aber nichts dergleichen, statt dessen Schneepampe die das Gehen schwer macht. Manch einen hat es schon die Beine weggezogen, so findet man sich im Wartezimmer eines Arztes wieder mit einer schönen Gesäßprellung, wenn man Glück hatte. Inmitten von strickenden Großmamas, quengelnden Kindern mit genervten Mamas, einem Bauarbeiter mit Handverletzung. Natürlich unterhält man sich übers Wetter, schließlich ist das Wetter ja schuld, dass einen schon seit Tagen der Rotz aus der Nase rinnt und ein nicht enden wollender Reizhustenanfall nachts den  Schlaf raubt. Das Wetter ist auch schuld, dass es in den Gliedern knackt, die Kälte, die Nässe, alles fährt in die Knochen, macht die Gelenke schwergängig, man kann kaum die klappernden Nadeln halten, früher, ja früher ging alles besser. Emsig wird weiter gestrickt. 

Mein beobachtender Blick fällt in helle, leicht trübe Augen, die festen, von der Arbeit breit gewordenen  Hände bewegen sich, formen Masche um Masche ohne hinzusehen, hundertfach geübt. Schon kommt die Erklärung, dass man für die Enkel Socken stricke, erst für die eigenen Kinder, jetzt für die Enkel, oh ja, sie glauben es bestimmt nicht, auch für die Urenkel, man sei schon Uroma. Man braucht etwas mehr Zeit, aber es mache immer noch Freude, nur so lange wie früher trägt man die dicken Socke heute nicht mehr, gell. 

"Das brauchts nicht, das sind ja heuer keine Winter mehr". Als man früher zur Schule ging, da war der Schnee so tief, dass er bis zur Hüfte reichte. Da kam kein Bus, man mußte laufen, durch den hohen Schnee, man kam nicht vorwärts, bis zur Hüfte und noch mehr, wenn es geweht hat."

Das glaube ich unbesehen, denn unsere liebe Nachbarin dürfte seit der Zeit einen guten halben Meter zugelegt haben und ihre Nase so weiter von der oberen Schneekante entfernt haben. Trotzdem erntet sie beifälliges Nicken, jeder gibt dann eine Anekdote zum Besten.

Z. B. wie Bauer Huber - "gell Rosi, den hascht doch ah noch kennt, dr hot  dahane am G`hölz gwohnt und het a wüschten Verhau ket"... des Winters mit dem Pferd das Holz aus dem Forst gezogen hat und der Gaul ihm durchging. Oder das die Buben vom Gschwender ihre Schulbündel im Schnee vergraben und sie hätten ewig suchen müssen. Oder das die geizige Luzi beim Kirchgang vor aller Augen lang hingeschlagen sei, weil sie so alte Schuhe anhatte und es sowieso zu glatt war. "Aber da hat es auch noch gehörigen Frost gehabt, it wie heit" (nicht wie heute). Der nächste bitte. Das Strickzeug wird eingepackt, die Ferse von Nummer zwei hat man fertig gebracht. Auf die Knie abstützen, etwas Schwung holen und man sackt auf den Stuhl zurück. Ach gehts denn? fragt die Schwester nach, hätte sie ihr doch gleich helfen können, denke ich. Einer geht und Einer kommt, geräuschvoll, lässt sich auf dem Stuhle nieder, findet ihn erwärmt vor, lächelt, reibt sich die Hände, die Haut ist trocken, man hört es. 

"Grias di, Anselm, bischt a do?". Anselm wendet den Kopf "Jo, du a?" :-) 

Man beginnt sogleich ein Gespräch über das Wetter. Das sei ja kein Winter, da verreckt das verdammichte Stechzeug da draußen nicht. Überhaupt das ständige auf und ab das sei Schuld das seine Ohren schmerzen, sowas nennt sich Winter. Überall hängen die Eiszapfen, wenn einen da einer auf den Kopf fällt, das ist alles nix. "Ja, du, da kanscht glei hi sei." Wieder nicken sie. Ewig die gleiche Aussage: Früher war der Winter strenger, der Wind schärfer, der Schnee höher. Und wirklich, auch ich ertappte mich schon dabei anzunehmen, dass es in meinen Kindertagen mehr Schnee gegeben habe und es kälter war. Einen kleinen Rückblick bis 1990 gibt es beim Wetterkontor. 1952 gab es z. B. auch einen verspäteten Winter, dieser war nicht ohne. Was interessant wäre: Treffen Bauernregeln zu? 

Wahrscheinlich nur diese: 

Kräht der Hahn auf dem Mist ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. 

Für Januar jedenfalls ist in einem alten Kalender zu lesen: 
Beim Dachabschaufeln Mitte Dez. 2012

Ist im Januar kein Winter gewesen, gibt's im April viel Regen und Näsen. 

Im Januar viel Regen und Schnee, tut Bergen, Tälern und Bäumen weh. 


Wenn der Januar viel Regen bringt, wird der Gottesacker gedüngt.

Und für den Februar: 


In Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer heiß.


Ist auch bis zum 22. Februar kalt, hat der Winter noch lange Halt. 


Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.

Heftige Nordwinde im Februar, vermelden ein fruchtbar Jahr. 


Nun beobachte doch mal das Wetter vor der Haustüre und dann stellst du fest, das nichts seine Gültigkeit hat, auch nicht die Aussage des Wetterfrosches. Manchmal trifft es zu manchmal nicht. Die alten Bauernregeln treffen auch zu, mal mehr mal weniger, wie der Berliner Meteorologie-Professor Horst Malberg zu berichten weiß „So holprig sich auch manche Verse anhören: Die Bauernregeln basieren auf einer sehr guten Wetterbeobachtung unserer Vorfahren.“ Beispiele: Die Wetterregel „Morgenrot – Schlechtwetter droht“ zeige an, dass die Luft viel Wasserdampf enthalte. „Wie sich das Wetter an Siebenschläfer verhält, ist es noch sieben Wochen bestellt“ – eine Witterungsregel. Berücksichtigt man die gregorianische Kalenderreform (1582), lag der heutige Siebenschläfertag (27. Juni) damals einige Tage später. An der Küste liege, so Malberg, die Trefferquote dann bei 50:50, in Berlin treffe sie in zwei von drei Fällen zu und im Alpenland gar in acht von zehn Fällen"(Quelle: general-anzeiger-bonn


Weiter heißt es im gleichen Artikel "Unvorhergesehenes kann in der Wetterküche, einem chaotischen System, jederzeit passieren."  Na also. Somit wäre wieder alles offen, gell Anselm, vielleicht kommt ja noch Schnee, vielleicht gefriert es ja noch gehörig. "Joa, des weret mir allat büße, des kommt scho noch".  









Dienstag, Januar 15, 2013

Das Wasser-Praxisbuch: Wissenswertes über Quell-, Trink- und Mineralwasser sowie Umkehrosmose, Belebung, Basenwasser und mehr

Zugegeben, es ist mein erstes Buch über Wasser, daher fehlt mir vielleicht der Vergleich. So aber ging ich doch unvoreingenommen an das Thema heran und lies den Lesestoff auf mich wirken. Natürlich waren schon vorher einige Informationen da, jeder, der sich mit gesunder Lebensweise beschäftigt fängt beim Wasser an, oder landet irgendwann da. Was mich sehr freut ist die Herangehensweise an das Element Wasser. Klar und deutlich wird dem Leser am Anfang vor Augen geführt, wie wichtig Wasser ist, welche wunderbaren Eigenschaften es hat, man spürt die Begeisterung für das kühle Nass. Der Autor beginnt beim Kleinsten, dem Wassermolekül und leitet sanft hinüber zum Wesen des Wassers, seinen Eigenschaften, seiner Einzigartigkeit, der Bedeutung für das Leben selbst. Dann lenkt er den Blick auf unser Verbrauchswasser für den täglichen Bedarf, wo es herkommt und welche Informationen es mit sich führt.  So gelangt man dann zum großen Thema der Möglichkeiten der Wasseraufbereitung, das der Autor ohne Namen zu nennen an den Verbraucher herantragen kann, und dabei weder belehrend noch wertend den Finger hebt. Dank detaillierter Informationen kann man sich ein umfassendes Bild über Ionenaustauscher und Umkehrosmose machen, und ist im Stande, sich eine eigene Meinung zu bilden. Sehr interessant ist das Kapitel zum Thema Wasserbelebung, am Markt kann man ja einiges erwerben, von der (Un)Wirksamkeit, auch davon erzählt das Buch in für jeden verständlicher Art und Weise, ohne mit Fachbegriffen zu malträtieren, die man ständig nachschlagen müsste, auch wenn das ginge im bucheigenen Glossar. Alles in allem ein sehr lesenswertes, lebendig geschriebenes Buch, mit der Zielsetzung, alle wichtigen Daten und Fakten zusammen zufassen und neutral auszuwerten. Wer noch nichts übers Wasser weiß, der lese es und alle anderen auch. Leseprobe

Gebundene Ausgabe: 404 Seiten
Verlag: Siva-Natara; Neuauflage. (3. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3869820095
Größe: 21,6 x 15,2 x 2,8 cm

Sonntag, Januar 13, 2013

Dann lassen wir sie mal zur Ader.

Aderlassmännlein aus Konrad von Megenberg „Buch der Natur“
Echt jetzt? Aber klar, das können wir ruhig mal testen. Aber ob da der Allgemeinmediziner mitmacht? Neulich gabs mal wieder einen Film in dem ein kranker Mensch zur Ader gelassen wurde. Das schaut ja immer sehr blutrünstig aus: Auf dem riesigen Himmelbett liegt eine dahinsiechende Schönheit, die sonst so sittsam geflochtene Haarpracht hängt wirr im Gesicht. Das Fenster ist nur ein klein wenig offen, ein schwacher Windhauch bewegt die Gardine wie ein letztes schwaches Winken, die Sonne sendet fahles Licht ins Zimmer, dass bizarre Schatten wirft. Es ist totenstill, der Arzt beugt sich über die im Fieberwahne schweratmende Kranke und schickt sich an sie zur Ader zu lassen. Jetzt spannt sich doch alles bei uns "modernen Menschen " an. Es ist zwar nur ein Film, aber man denkt doch unweigerlich, nein, alles, bloß das nicht, da wird sie sterben, sie ist schon so schwach. Wenn dann noch die geschauspielerte Magd mit der großen Schüssel voll Blut und vollgesiften Tüchern mitten durchs Bild schlurft - sei ehrlich, dann denkst du, sowas in der Art: Wie gut, dass man das heute nicht mehr macht. Doch manchmal schon. Neugierig hat es mich doch gemacht und ich dachte, mal sehen, was wir darüber finden.

Zuerst einmal gehört der Aderlass zu den Naturheilverfahren, dass in fast allen Kulturkreisen Anwendung fand udn noch findet. Das Blut ist der Saft des Lebens, das war den alten Völkern klar, somit ist das Blut heilig. 

Die Maja z. B. begannen viele ihrer heiligen Handlungen mit dem Öffnen von Initiationsnarben. Durch den Blutverlust verfielen sie in Trance und empfingen Visionen. Die Blutung selbst löst einen Schock aus, der die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Es wird Morphin ausgeschüttet, was der Schmerzbekämpfung dient, körpereigene Abwehrstoffe wie das Cortisol sorgen dafür, dass sich keine Infektion bildet. Darüber hinaus erfolgt ein Reiz an das rote Knochenmark, das unspezifische Stammzellen bildet, diese können nun jede spezialisierte Zelle ersetzen oder regenerieren.  Beim Aderlass verbessern sich schlagartig die Fließeigenschaften des Blutes, da die Eiweißspeicher geleert werden. 200 ml Blut abzuzapfen bedeutet ca. 100 g Eiweiß zu entfernen. So hätte ein Aderlass die gleiche Wirkung wie 10 Tage fasten. (vergl. Prof. Schmid-Schönbein - Studie bei Arteriosklerose). 
Logischerweise sinkt der Blutdruck und nach Meinung der Naturheiler sollen kontrollierte Aderlasse dem Körper helfen, zur medikamentfreien Selbstregulierung zurück zu finden. Die Cholesterinwerte stabilisieren sich nachgewiesen, bei entsprechende Ernährung pendelt sich auch dies wieder ein. 

Die Durchführung:

Man kann es an der Herz bzw. der Lebervene oder der Kopfvene durchführen, wobei die Letztgenannte bevorzugt wird. Es sollen ca. 30 -150 ml dunkles Blut ausfließen, dann wird es rot werden, dass ist das Stopsignal. Der erfahrene Heiler macht eine Beschauung des Blutes nach einiger Zeit und kann anhand seiner Beschaffenheit und Farbe bzw. der Zusammensetzung der Farbe Rückschlüsse auf den Zustand des Menschen machen, die Behandlung entsprechend anpassen.

Zu Zeiten Hildegards glaubte man, dass der Aderlass besonders für Frauen wichtig sei, weil sie mehr kankmachende Säfte und Fäulnissstoffe in sich trügen. Sie würden ohne diesen anschwellen und aufblähen und seinen dann nicht mehr lebensfähig. Da wir alle noch leben ohne diese Prozedur brauchen wir sie offensichtlich nicht. Als wandelndes Aas läuft auch Keine herum :-). Trotzdem werde ich es mal als Selbsterfahrung testen. Viele wurden schon freiwillig zur Ader gelassen, dabei wird wesentlich mehr entnommen. Richtig, beim Blutspenden. Bei jeder Blutspende werden 500 ml Blut entnommen, zusätzlich noch ca. 30 ml für die vorgeschriebenen Laboruntersuchungen. Das ist nicht ohne: Der Blutverlust wird nach der Entnahme in dieser Reihenfolge ausgeglichen:



  • Kreislaufregulation innerhalb von 20 Minuten
  • Flüssigkeitsausgleich innerhalb von 24 Stunden
  • Plasmaeiweißersatz innerhalb von zwei Tagen
  • Ersatz von Blutzellen innerhalb von zwei Wochen
  • Ausgleich des Eisenverlustes innerhalb von acht Wochen, bei Frauen auch länger (Quelle: Wikipedia) 

In einem Jahr dürfen Frauen viermal und Männer höchstens sechsmal spenden, so ist es vorgeschrieben. 
Das kann doch nicht gesund sein - oder was? Wenn man die Suchmaschine seiner Wahl quält, dann heißt es: Für Gesunde ist das nicht gefährlich. Wirklich? Mit Entgiften nach naturheilkundlichen Maßstäben jedenfalls hat das nichts zu tun, es ist das was es ist, eine freiwillige Spende. Welche Risiken sie birgt, soll vor der Durchführung der Selben dem Spender klar und deutlich dargelegt werden. Hier gibt es ein Video, das erzählt von ganz anderen Risiken, von denen die beim Empfangen einer Transfusion auftreten. 



Ist dir nun schlecht? Mir auch. Wenn du keine Transfusion erhalten möchtest, dann gibts diesen Text, den der Notar zur Sicherheit beglaubigen sollte, den man in seinen Ausweispapieren bei sich tragen kann: 


Willenserklärung - Patientenverfügung

Ich, Martin Mustermann, geb. am YX.YX.YXYX erkläre hiermit mein Einverständnis, dass ich nach allen Regeln der ärztlichen Kunst versorgt werde mit folgender EINSCHRÄNKUNG:

Ich will auf keinen Fall, dass mir Bluttransfusionen (Vollblut, Blutfraktionen oder andere Blut enthaltende Substanzen, auch keine Eigenbluttransfusionen) verabreicht werden! Dies gilt auch für den Fall meiner Bewusstlosigkeit.


Mit der Infusion von blutfrei aufgebauten Plasmaexpandern bin ich einverstanden.
Unterschrift: Datum:


Na dann, auf gutes Gelingen und freiwilliges Spenden, wer mag und feiwilliges Empfangen, wenn man es entscheiden möchte. (Quelle: Die Heilkunde der Hildegard-Medizin, W. Strehlow / Wikipedia)

Knoblauchsuppe :-)

Endlich, endlich. Nicht jeder mag den Geruch von Knobi, wenn dann die lieben Mitbewohner streiken, kann man schon mal ewig warten, bis das heißgeliebte Süpplein auf den Tisch darf. Jetzt aber, da noch Kartoffeln über waren und auch Hühnchenbrühe gab es diese Suppe. Und sie ist so lecker. Also wer sich traut, nicht aus dem Haus muss...


5-8 Zehen Knoblauch fein hacken und mit etwas Fett anbrutzeln. Es darf nicht braun werden. Mit 150 ml Weißwein ablöschen und köcheln lassen. Dann 1/2 ml Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe wer es vegi will)dazu geben. Von den über gebliebenen Kartoffeln einige würfeln und mit dem Zauberstab in der Suppe zerkleinern. Immer wieder ein paar Kartoffeln dazu geben, bis die Konsistenz stimmt. Einen Schwapp Sahne dazu wer mag, abschmecken mit Pfeffer und Salz. Eine Scheibe dunkles Brot im Toster rösten, mit Knobi abreiben, Butter aufstreichen, salzen, dazu reichen. 

Samstag, Januar 05, 2013

Schlüsselboard

Mich hat mal wieder gepackt, na klar, man ist ja noch nicht produktiv genug. Aber ich habe noch keins und machen wollte ich es sowieso noch diese Woche, eins auch zum verschenken, hihi, selbstgemacht kommt doch immer gut. Hoffe ich :-)

Materialliste:

  • 1 Holzschild von VBS
  • Reispapier mit Motiv in meinen Fall Lavendel
  • ein Stück lila-kariertes Schleifenband und 
  • ein Stück Lila Filzband
  • Bastelkleber
  • Acrylfarben und Pinsel
  • Serviettenlack


  1. Schild grundieren und trocknen lassen
  2. Schleifenband aufbringen
  3. Motive aus der Strohseide zupfen und mit dem Serviettenlack aufbringen
  4. trocknen lassen und noch mal mit Serviettenlack überstreichen, wieder trocken lassen. 
  5. Karoband  & Filzband aufkleben. 
  6. Haken aufschrauben, aufhängen. Fertig. 

Kaiserschmarrn - a so a Schmarrn

Also liebe Leute, ich bin kein KS-Fan und werde bestimmt auch keiner. Ich mag Plinsen oder einen flachen Sachsen mit einem Schälchen Heesen und Früchtequark (dicker Eierkuchen mit Früchtequark und schwarzen Kaffee). Aber da man nun schon mal alles vorbereitet hatte, dann muss es auch gemacht werden, nicht wahr Th. & M. K.


50 g Rosinen hab ich über Nacht in 5 EL weißen Rum eingeweicht, das war dann komplett weg. 
In einer Schüssel werden 3 Eigelb ordentlich mit 15 g ausgelassener Butter, 10 g ausgelassenen Butterschmalz, einem Vanillezucker, 1/12 EL Rohrzucker geschlagen. Nun gibt man 100 ml Milch und 25 ml saure Sahne dazu, verrührt das Ganze. Anschließend gibt man ein wenig Mark einer Vanilleschote zu und lässt 200 g Dinkelvollkornmehl und 50 g Weizenmehl einrieseln, dabei immer schön schlagen. Den Teig kann man nun ungefähr eine halbe Stunde ruhen lassen. Während dessen die Eiweiße in einer zweiten Schüssel mit einer Priese Salz sehr steif schlagen. Die Eiweiße nun vorsichtig in den Teig rühren, eine Pfanne (28 cm Durchmesser) anwärmen und mit Butter einpinseln. Die Rosinen in den Teig geben, gut umrühren und die Hälfte des Teiges in die Schüssel geben, Deckel drauf  und stocken lassen. Dann den Kaiserschmarrn umdrehen und wieder den Deckel auflegen, Ofen kann ausgeschaltet werden. Nun den Fladen in mundgerechte Stücke zerteilen, etwas Zucker darüber streuen und karamellisieren lassen. Anrichten auf einen Teller mit Kompott (Pflaume oder Preiselbeeren klassisch). Mit Puderzucker bestäuben.  Mit der zweiten Portion ebenso verfahren.  

Übrigens kalter Schmarrn schmeckt gar nicht, aber Eierkuchen kalt ist lecker. Und passt dann - dünner gebacken und in Streifen geschnitten -  ins schwäbische Flädlesüpple.





Bierseife & erste Seifenschale

Meine Bierseife:

Olivenöl, Kokosöl, Sonnenblume, Mandelöl, Maiskeimöl, Walnußöl, Rizinusöl, Salbei, Bier, Glycerin, Honig, Duft Ylang Ylang

Hihi, habe mich mal an eine Seifenschale gewagt, langsam wird es ja langweilig, immer den selben Kram bei den Seifen zu haben. Das Ding ist aus Thermoknete und Fimo. Ich muß noch üben:-)


Freitag, Januar 04, 2013

Buchbesprechung: Blüten- und Heilpflanzen-Elixiere: Für Körper, Geist und Seele

Vom Siva-Natara-Verlag gibt es ein Kräuterbuch der anderen Art. Geschrieben hat es Franz Matz, er ist seit 40 Jahren Heilpraktiker. Das Besondere ist die Betrachtungsweise der Pflanzen bezüglich ihrer seelisch-geistigen Entsprechung, sie fußt auf der in vielen Jahren Arbeit immer wieder bestätigte Überzeugung, den Menschen ganzheitlich zu betrachten, um heilen zu können. Es werden die 50 wichtigsten Pflanzen beschrieben, am Anfang steht ein kurzes oder längeres Gedicht. Nehmen wir als Beispiel die ersten Verse zum Blutwurz:

"Wenn es im Bauche zickt und zwackt, 
wenn vertrackt
Des Darmes Trakt
Wenn es in den Därmen reißt, 
Wenn du in die Hose..., 
dann greif nach dieser Wurzel. 
Ein Tee heilt die Gedärme ...."


Das nenne ich mal eine Art zu schreiben :-), da muss man automatisch lächeln. Hier spricht der Mensch:-). Durch die kleinen Verse merkt man sich vieles auch schneller. In manchen Gedichten kommt die Dankbarkeit an den Schöpfer zum Ausdruck. Die Beschreibungen der Pflanzen folgt stets den wichtigsten Stichpunkten: 
  1. Verwendetes Pflanzenteil
  2. Inhaltsstoffe
  3. Indikationen
  4. Anwendung und Dosierung
  5. Sammelzeit   
  6. Ergänzende Schüssler Salze und Heilsteine!
  7. Geistige Entsprechung: Zieht Parallelen vom Standort der Pflanze zur geistigen Verfassung im Falle Blutwurz wär es wegen seiner Vorliebe für sehr trockene Sandböden und andererseits sehr feuchter Moorböden die Überwindung z. B. von Ängsten. 
  8. Seelische Entsprechung: Blutwurz - Kriese. Was jetzt folgt ist sehr hilfreich. Es werden Fragen gestellt, die man sich selber ehrlich beantworten und somit aktiv an der Lösung des Problems arbeiten kann.  Das hab ich noch nirgends gesehen
  9. Meditation. Beispiel Blutwurz /(Auszug): "Ich nehme die Menschen an, wie sie sind, ich nehme mich an, wie ich bin..."
Seite 12 - Seite 229 nun beschreibt die wichtigsten Heilpflanzen in dieser Weise, zu jeder ist ein einseitiges Farbbild und etwas kleiner die Blüte der Pflanze abgebildet, womit man die Pflanze gut bestimmen kann. Hilfreich sind die 50 mitgelieferten Kräuterkarten, auf deren Rückseite die geistig- seelische Entsprechung  in Kurzfassung steht. Bis Seite 257 sind jede Menge Rezepte notiert für Wildkräutersalate z. B. Klettenstängelsalat, Gemüse wie Saueramperpudding, süße Saucen, Gelees und Marmeladen, Säfte und Sirup. Das Buch beschließt die Auflistung der Kräuter und ihrer Zuordnung. Also ich mag das Buch und geb es auch nicht mehr her. 


  • Broschiert: 266 Seiten
  • Verlag: Siva-Natara; Auflage: 1., Aufl. (7. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930403080
  • ISBN-13: 978-3930403080
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 2 cm

Leseprobe: 

kamille
Kamille
Matricaria Chamomilla


Gottes Wille
Erschuf sie für unser Weh,
Zu heilen unseren Bauch.
Und das tut sie auch.
Doch wir wissen es besser,
Statt Kamillen
Schlucken wir Pillen,
Oder begeben uns unters Messer.
Wir meinen, wir sind schlauer
Als der liebe Gott.
Damit haben wir auf Dauer
Unsere liebe Not.
Wir manipulieren und mixen,
Bringen die Schöpfung völlig durcheinander,
Und bei all unseren Trixen
Werden wir kranker und kranker.




Entzündungen, Keimtötend

Pflanzenteil: Blüten.

Inhaltsstoffe: Azulen, ätherische Öle, Bitterstoffe, phosphorsaure Salze.

Indikationen: Haut- und Schleimhautentzündungen, Magen- Darm-Entzündungen und -Krämpfe. Dermatitis, juckende Ekzeme. Frauen- und Kindermittel.

Tee: Aufguss 3 x 1 Tasse vor dem Essen.

Essenz: 3 x 15 Tropfen, für Wund- und Mundspülungen, sowie für Bäder.

Rollkur: ½ Liter Kamillentee trinken, 5 Min. auf der linken Seite liegen, 5 Min. Bauchlage, 5 Min. Rückenlage, anschließend auf die rechte Seite liegen.

Sammelzeit: Juni bis September.

„Die gantz gemeine Chamill ist der Doctor Recipe eins, denn ohne dise Blum koennen sie nit vil außrichten. Es ist bei allen Menschen kein braeuchlicher Kraut in der arztney als eben Chamillenblumen, dann si werden bei allen presten gebrauchet.“ Hieronymus Bock

Ergänzung: Sulfur, Rutilquarz, Gelb.

Geistige Entsprechung: Unterscheidung

Die Kamille gibt es in zwei Varianten, die äußerlich nicht zu unterscheiden sind. Die sehr heilsame Römische Kamille und die unwirksame Hundskamille. Erst wenn man die Blütenböden öffnet, erkennt man die römische Kamille an ihren hohlen Blütenböden. Aufmerksamkeit ist notwendig, wenn es um unser Heil geht. Scharlatane sind oft nicht von Heilern zu unterscheiden.
Sie täuschen und betrügen die Menschen. Erst wenn wir ihre Seele erschauen, erkennen wir ihren wahren Wert.

Seelische Entsprechung: Reizbarkeit

Man ist enttäuscht vom Leben, weil man selbst immer wieder getäuscht wurde. Nun sieht man gleich Rot und gerät in Wut über Zustände, mit denen man sich nicht abfinden kann.
Das Denken ist erhitzt, Gefühle emotional überladen, der Körper erregt und offen für alle möglichen Erreger.

• Wie leicht lasse ich mich vom äußeren Schein blenden und täuschen?
• Wie oft musste ich schon Lehrgeld bezahlen?
• Was lernte ich daraus?
• Wie steht es um meine Seele, ist sie aufnahmebereit für die Nöte anderer, oder bin ich nur mit mir selbst beschäftigt?
• Wie finde ich meine Ruhe wieder?

Kamille aktiviert die Abwehrkräfte des Körpers. Sie besänftigt überbordende Gefühle und Emotionen, kühlt und beruhigt einen erhitzten Geist.

Meditation:

Ich bin bereit, meine Gedankenmuster von Kritik und Verdammung loszulassen und übe „nicht wertendes Gewahrsein“. Ich löse mich von meiner Wut und übe Vergebung. Ich löse mich von meinen Enttäuschungen und übe mich darin, andere und das Geschehen um mich herum zu verstehen. Bei allem, was geschieht, bleibe ich kühl und gelassen!


Schnüffelkoffer


Wieder mal sind die Tage dahin gegangen, wieder mal wie im Fluge. Man trifft sich nach langer Zeit und nimmt sich fest vor, dieses Mal wird es nicht so lange dauern, bis man sich wieder sieht, nein diesmal nicht. Man tritt den Heimweg an, der Andere bleibt zurück in seiner gewohnten Umgebung, eigentlich schätzt man sich glücklich, hat was man zu Leben braucht und trotzdem, trotzdem fehlt etwas.

Ich bin mir sicher, das geht vielen so, die die Feiertage mit der Familie verbringen konnten, oder mit guten Freunden, die man sonst nicht sieht, weil wir alle in alle Winde verstreut wohnen. Wie gut ist es doch im Zeitalter von Internet zu leben, dank diverser Chatprogramme und Webcams kann man der ferne wohnenden Tante hin und wieder ansichtig werden. Wenn ich mich da an früher erinnere - früher - wie sich das anhört, als sei ich schon uralt :-). Aber ernsthaft, als ich Kind war da wohnte die meisten Familienmitglieder im Umkreis von 20 - 50 km. Da konnte man mal eben bei Oma oder bei der Schwester auftauchen, wenn man sich bei der letzten Familienfeier nicht mal eben richtig in der Wolle hatte. Und selbst wenn, man kann sich ja wieder vertragen. Heute nun wohnen viele weit verstreut, alle an einem Tisch, das gibt’s bei Beerdigungen, oder Hochzeiten. Meistens aber bei Beerdigungen. Ganz früher, ja da schrieb man noch Briefe, lange Briefe. Sehnsüchtig wartete man den Postboten ab, ob nicht einer von einem nahe stehenden Menschen aus der Ferne dabei sei. Dann wurde er aufgerissen und hastig gelesen, noch einmal und noch einmal, dann etwas in Ruhe und schließlich ging man daran zu antworten. Eng beschrieben waren die Seiten, man musste Gewicht sparen, Briefmarken kosten schließlich auch Geld :-). Man gab sich Mühe beim Scheiben alles bildhaft in lebendigen Farben auszumalen, das der Andere eine Vorstellung bekam. Und heute, wenn man nach all den Jahre die alten Briefe, die man wie einen Schatz hütet und mit denen man schon x-Mal umgezogen ist, noch mal liest, dann werden die Erinnerungen wach.

Meine Briefe habe ich in einem uralten Lederkoffer, zusammen mit alten Fotos, einem Haarzopf, ein Stücklein Spitze, einem Schwimmabzeichen, kaum größer als mein Daumennagel, die Einzige, die ich unsportliches Menschenkind jemals bekommen habe. Dazu die Urkunde, faltig, knittrig, alt, ein Stück Geweih, einige alte, nostalgisch anmutenden, selbst gebastelten Anstecker, das Poesiealbum, das heute Freundebuch heißt, geschmückt mit den Poesiealbumbildchen, geprägt, manche noch mit Flitter, eine kleine französische Miniaturflasche Parfüm, ein Stück Seife, uralt schon, immer noch duftend, dank synthetischer Zusätze. So riecht der dunkelblaue Koffer, der den Namen Schnüffelkoffer :-) hat, nach Seife und Krimskrams.

Wahrscheinlich hat jeder seinen Koffer, Kiste oder Schatulle voller Erinnerungen. Ich finde das schön, wie eine eigene kleine Welt voller wundersamer Begebenheiten, die nur für einen selber eine Bedeutung hat. Und da hinein kommt über die Lebensjahre verteilt das eine oder andere Stück hinzu. Omas "Schnüffelkiste" war immer besonders interessant. Ein Spitzentaschentuch, Haarnadeln, ein alter Hornkamm, Knöpfe. Schätze für die Kinder. Geschichten. lieb gewonnen, oft gehört, nie vergessen. So leben die Menschen in unseren Herzen weiter, auch wenn sie schon lang heimgegangen sind. Dieser Tage nun kam wieder ein kleines Etwas in den Schüffelkoffer, eine kleine Kleinigkeit, als Erinnerung an zwei stressige, aber schöne Wochen.

Mittwoch, Januar 02, 2013

nichts Neues 2013


Na, auch gut über die Feiertage gekommen? Mit oder ohne hartnäckige Katze auf dem Kopf, das ist egal, nun sind wir alle da im Jahre 2013, das wir ja eigentlich nicht hätten erleben sollen. Ob das ein gutes Jahr wird, wird sich zeigen. Fakt ist aber schon mal, dass es vieles teuer wird, warum auch nicht, dass ist doch jedes Jahr so. Und wie immer genau das, was die breite Masse dringend braucht, da kann man sich das Geld dann holen. Ob es nun beim Benzin und Diesel anfängt, was mit der besseren Weltkonjunktur begründet wird oder beim Reizthema Strom, dessen Kosten die Ökoumlage in die Höhe schnellen lassen bzw. beim Gas wegen der Koppelung an den Ölpreis. Froh und fröhlich geht es mit den Tarifen der privaten Krankenkassen weiter, vorab schon mal nicht schlecht, allerdings prognostiziert man da auch bei Vertragsabschluss bis zu 30 % höhere Kosten. 
Und wenn wir schon bei Unisex und Versicherungen sind: Hier trift es uns  Frauen wohl sehr, denn das Alter des Autos wird nun mit berücksichtigt. Meist sind es doch die Frauen, die ein älteres Modell fahren, oft auch als Zweitkarren, womit man die Kinder kutschiert, da macht es dann nix, wenn da hier und da eine Macke im Lack ist. Auch die Fahranfänger haben es nun viel schwerer. Ein oller fahrbarer Untersatz zum Anfangen langte allemal. Auf jeden Fall kosten alte Autos mehr - bis zu knapp 7 %. Danke. Und die, die kein Auto brauchen die dürfen dann für Fahrkarten auch mehr löhnen. Rauchen wird auch teuer, die Glimmstengel waren schon immer teuer, die Krankenkassen haben sich geweigert, Rauchen als Suchtkrankheit anzuerkennen. Ist klar, wenn man an die Kosten denkt, die eine Behandlung kosten würde. Wenigstens ist die Praxisgebühr weggefallen, das ist doch mal was. Dafür steigen die Gebühren bei der Post, und die Fahrerlaubnis gibt es ab Mitte Januar nur noch befristet. Dann könnte man, wo man gleich dabei ist, die Gesundheitscheks fein säuberlich archivieren, dann weiß man auch gleich, wer noch fit ist und wer nicht. Wieder ein "nur" bürokratischer Akt, der - logisch -mit Gebühren verbunden ist. Danke. 

Die Lebenshaltungskosten steigen, das ist einfach so, man kann sich nicht wehren. Kann man bloß hoffen, dass man gesund bleibt und niemals nicht ein Pflegefall wird. Aber was sind schon unsere kleinen Sorgen angesichts der Lebensumstände in vielen anderen Ländern der Erde, wo ein Mangel an allen zum Tagesprogramm gehört und der Kampf ums tägliche Überleben die Menschen zu den unmöglichsten Taten treibt. Verwunderlich, dass in all dem Chaos dennoch das Leben blüht, auch wenn so viele auf der Strecke bleiben.

Da fällt es auch gar nicht ins Gewicht, dass ein Vielleicht-Kanzler sich über eine Bezahlung beschwert, die er vielleicht niemals haben wird, weil er es vielleicht gar nicht wird. Ich habe mal meinem Sozialkundelehrer gefragt, warum denn ein Politiker ein für meine Begriffe hohes Gehalt haben muss: "Weil er unbestechlich sein soll, das geht nur, wenn er entsprechend hohe Bezüge hat." war die Antwort. Oh weh. Ich behalte an dieser Stelle meine Gedanken für mich :-), das ist besser so. Erinnern sie mich doch sehr an die "Göttlichen Eigenschaften" die zur steten Erinnerung in meinem Vaterhaus in der Küche hingen: 

Die Früchte des Fleisches sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe: Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Milde und Selbstbeherrschung.

Dann auf ein wunderbares Jahr 2013. Was für eine Zahl. 13. Des Teufels Dutzend. Freitag der 13. ist ein Unglückstag, angeblich. Was bringt wohl das Jahr 2013? Was geschah eigentlich im Jahre 1013? Im Heiligem Römischen Reich regierte Heinrich der II. den der Papst 1146 heilig sprach erst als König, später als Kaiser. Er gilt als Erneuerer und Festigerer des Reiches.  Er wird als der gute Kaiser bezeichnet, der Zeit seines Lebens den Armen und Bedürftigen gegeben haben soll. Seine Kaiserwürde sah er als heiliges Amt an, weswegen er in dem Bewusstsein regierte, später vor Gott Rechenschaft für alle Taten ablegen zu müssen. Damit könnte er ein Vorbild sein, für alle, die einem Volke vorn anstehen, die seine Geschicke lenken und leiten, Kriesen meistern und Entscheidungen zum Wohle aller zu treffen haben. Niemand ist unfehlbar, das ist nichts Neues, aus Fehlern lernt der Mensch. Hoffentlich. Und alles hat 2 Seiten und mehr. Was ist schon Schein, was Sein. 

Heinrich II. (HRR) - Der unheilige Heilige