Freitag, November 30, 2012

Määäh


So, da ist mal wieder eine Seife. Das ist Shea, das Schaf. 


Inhaltsstoffe: 
Sheabutter, Olivenöl, Kokosfett, Sonnenblumenöl. 
Hafermilch und Mangosaft. 
Beduftet mit PÖ Marzipan & PÖ Beau Brummel von Parfümwolke, 
gefärbt mit Pigment Brilliant - Blue. 
Flitter ist auch noch drin, duftet supi. 

Hier mit Seifenschalenversuch Nr. 2



Dienstag, November 20, 2012

Stollenrezept

Eiskalt erwischt es mich dieses Jahr, es ist schon wieder so weit: die Schwiegermutter hat Geburtstag - das heißt die Backsaison für Weihnachten ist hiermit eröffnet. Dieses Jahr wird er gemacht, Omas Prachtstück, man muss ja zeitig genug anfangen. Hier wär mal das Rezept, Opa war schließlich "Teigwamser" äh Bäcker :-). Nun frisch, fromm, fröhlich, frei - Prost - hab ich heut gute Laune:-))):  Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebes Schwiegerteil :-))))

Stell folgendes bereit:

  •  1kg Dinkelmehl
  • 750g Rosinen
  • 200g gehackte Mandeln
  • 100g Zitronat
  • 50g Orangenat
  • 400 g Butterschmalz - wenns geht selbst gemachtes.
  • 50 g Butter
  • 50g Schweineschmalz - selber auslassen. Wenn du es einmal getan hast, weißt du warum. 
  • 200g Rohrzucker
  • 2 Vanillezucker
  • 5 Tl geriebene Bio-Zitronenschale
  • 1/2 Flasche Bittermandelaroma -besser aus der Apotheke bittere Mandeln, wenn du die bekommst. Meistens wird man ja bevormundet und bekommt keine, das müssten 5,5g sein.
  • 2 Würfel Bäckerhefe
  • 400 ml gescheite frische Milch, nicht das stinkige Tetrapackzeug (Lass das mal stehen, nach ein paar Tagen ist es entweder eine stinkende Brühe, dann wechsle die Sorte oder es ist schöne Molke und "Frischkäse" in der Schüssel. In diesem Fall das Feste in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, verwenden wie Quark, die Molke trinken oder ins Badewasser schütten)
  • 3 Prisen Salz
So gehts: 
Kaffeeklatsch
  1. alles über Nacht auf Zimmertemperatur bringen und die Rosinen in Rum einweichen 
  2. Hefestück bereiten, 20 min ruhen lassen
  3. Teig aus den Zutaten herstellen, schöne kneten, das gibt Mukkis
  4. abgedeckt eine Stunde gehen lassen
  5. Rosinen abgießen und unterkneten
  6. Teig in zwei Teile teilen und Laibe formen
  7. noch mal 10 min gehen lassen
  8. Backofen vorheizen auf 165 Grad, mittlere Schiene
  9. Backzeit 60 min
  10. abkühlen lassen und bis Weihnachten ruhen lassen. 
  11. Vor dem Servieren mit brauner (augelassener & gebräunter Butter) bestreichen und Puderzucker, den man mit ein bisschen Vanille vermischt bestreichen. 


Stollenstorry aus der Wikipedia: 


Der handwerkliche Christstollen ist das Weihnachtsgebäck mit der wohl längsten Tradition in Deutschland. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1329 in Naumburg (Saale), als Geschenk für den Bischof Heinrich. In den Fastenzeiten der Kirche verzichtete man seinerzeit auf Butter, Milch und Eier. Stollenteige konnten daher nur aus Wasser, Hafer und Rüböl hergestellt werden. Der entsprechend tranige Geschmack sorgte beim Adel zunehmend für Unmut und so wandten sich Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Herzog Albrecht im Jahr 1430 an Papst Nikolaus V. mit der Bitte, das Butterverbot für den Stollen aufzuheben. Der Papst lehnte dies ab. Erst Papst Innozenz VIII. schickte 1491 ein als „Butterbrief“ bekanntes Schreiben, das Butter statt Öl erlaubte. Der „Butterbrief“ war an die Bedingung geknüpft, Buße zu zahlen, die unter anderem zum Bau des Freiberger Doms verwendet wurde. Der Butterbrief galt nur für das Herrscherhaus und dessen Lieferanten, wurde wohl aber bald großzügig ausgelegt. Man kann also mit Recht sagen, dass ein Papst am heutigen Stollenrezept mitgewirkt hat. 

Der Überlieferung zufolge war kam der Hofbäcker Heinrich Drasdo in Torgau (Sachsen) auf den Gedanken, den adventlichen Fastenstollen zum Weihnachtsfest mit reichhaltigeren Zutaten, wie zum Beispiel Früchten, zu ergänzen, so wurde daraus das reichhaltige Festgebäck, das wir heute kennen.

Original Dresdner Stollen


Der „Dresdner Stollen“ war seinerzeit in ganz Sachsen und darüber hinaus berühmt. In Dresden werden Christstollen erst 150 Jahre nach Naumburg erwähnt. „Anno 1474“ erscheint der Begriff „Christbrod“ auf einer Rechnung an den Dresdner Hof. Die in Dresden ortsübliche Bezeichnung für den Stollen war damals „Striezel“. Der Dresdner Striezelmarkt, ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands, verdankt diesem traditionsreichen Gebäck seinen Namen. Seit 1500 wurden in Dresden „Christbrod uff Weihnachten“ verkauft. Ab 1560 übergaben die Sächsischen Bäcker ihrem kurfürstlichem Landesherrn alljährlich zum heiligen Fest zwei Weihnachtsstollen von 1,50 Meter Länge und 36 Pfund Gewicht. Acht Meister und acht Gesellen trugen sie zum Schloss. Im Jahre 1730 ließ August der Starke einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen backen, der in 24.000 Portionen aufgeteilt wurde. An dieses Ereignis knüpft das jährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent in Dresden stattfindende Stollenfest auf dem Striezelmarkt an. Belegt ist, dass die Bäcker aus den Städten Siebenlehn und Meißen seinerzeit sehr bekannt für ihre Stollen waren. Siebenlehner Bäcker brachten „fuderweise“ Stollen nach Dresden, sehr zum Unmut der dortigen Bäckerzunft. Erst nach Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648 konnten sich die Dresdner Bäcker das Privileg erkämpfen, nur noch eigene Stollen auf dem Striezelmarkt zu verkaufen. 

Nachdem der Name „Dresdner Stollen“ von allen Bäckern frei verwendet werden konnte und dies auch üblich war, wurde der Stollen Bestandteil der Einigungsgespräche zwischen der Bundesrepublik und der DDR. In der Folge wurde „Dresdner Stollen“ nach der Wiedervereinigung Deutschlands als geographische Herkunftsangabe und danach auch als eingetragene Marke geschützt. Die Bezeichnung „Dresdner Stollen“ darf seit 1997 nur für im Raum Dresden gebackene Stollen verwendet werden. Über die Bezeichnung „Original“ Dresdner Stollen wacht der „Schutzverband Dresdner Stollen e.V.“, der die Interessen von 134 Bäckern und Konditoren im Dresdner Raum vertritt. Doch auch in anderen Regionen Deutschlands werden Stollen unter den verschiedensten Namen hergestellt. So zum Beispiel in Bremen („Bremer Klaben“), in Westfalen („Westfalenbäckerstollen“, „Münsterländer Stollen“), im Sauerland (Marke „Stollenspezialist“), im Kölner Raum („Kölner Stollen“) und in der Eifel (Marke „Stollenbäcker“), in Erfurt („Schittchen“), im Erzgebirge(„Erzgebirgischer Stollen“) und in München („Münchner Kindl Stollen“). Der größte industrielle Stollenhersteller (Kuchenmeister) hat sein Werk in Soest (Westfalen). 







Montag, November 19, 2012

Amis zu fressen gern :-)



Weil es gestern so schön war, kommt heute gleich noch was dazu. Jeder kennt sie wahrscheinlich: Die Amerikaner. Nein, ich meine nicht das Volk in der anderen Welt, ich meine die knuffig gelben, völlig übersüßten Teile beim Bäcker. Unser hier hat keine Ahnung gescheite zu backen - sorry aber das ist so. Aber es geht auch anders. Ob sie dann noch Amerikaner heißen kann? 


Für den Rührteig: 3 Eier mit 120 g Rohrzucker schaumig schlagen, dazu noch 150 g Butter, 1 EL Orangenschnaps :-). 1 Priese Salz, Saft und abgeriebene Schale von einer kleinen ungespritzten Zitrone. Weiter schlagen. 250g Dinkelmehl sieben, 1/2 Weinsteinbackpulver sieben und unter das Mehl mischen. 60 g Haferschrot, 1 MSP Zimt und 50g gemahlene Mandeln ebenfalls untermischen. In die Schüssel noch 100 ml ordentliche Milch geben, verrühren und dann das Mehlgemisch einrieseln lassen und einen Rührteig herstellen. Diesen dann 15 min ruhen lassen, der quellt etwas und wird dicker. 
Mit 2 El Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Es passen 6 auf ein Blech wenn man nur einen EL Teig nimmt, das langt. Bei 180 Grad auf der mittleren Schien 15 min backen, umgedreht auskühlen lassen.
Für die Glasur: 200g Puderzucker sieben, 2 El Orangensaft (oder Schnaps) und vorsichtig heißes Wasser unterrühren, bis eine schöne, nicht zu dicke Glasur entstanden ist. Diese auf den Ami mit einem Backpinsel auftragen, mit bunten Streuseln versehen. Meine Glasur ist dünn, weil ich die Dinger nicht so süß mag, Durch das Haferschrot haben sie eine eher rustikalen Charakter, sind aber schön zart und locker.

Sonntag, November 18, 2012

Sag mir wo die Blumen sind

Wieder einer dieser Tage, die man nicht hätte, wenn der Mensch nicht so wäre wie er nun mal ist. Dabei war am Sonntag Volkstrauertag. Und ehrlich, der Sonntag ist so gut wie jeder andere Tag für das große Weinen, wenn man im Netz die neusten Nachrichten liest, Sirenen heulen wegen Luftangriffen, Angehörige weinen um ihre getöteten Kinder, Mütter, Väter, Verwannte und Freunde. Nicht mal ansatzweise können wir ermessen, was in anderen Teilen der Erde die Menschen ertragen müssen. Und wofür das alles? Ich kann mich an das erste und einzige Gedicht, dass mir bei einem Fahnenapell jemals vorzutragen erlaubt war erinnern. Ich war in der ersten Klasse, furchtbar nervöse und hatte nur ein paar wenige Worte in der Reihe der Kinder zu sagen:

Frieden ist schön, 
ich kann auf der Wiese liegen 
und furchtlos zum Himmel hoch sehn. 
Frieden ist schön.

Immer schon geistert mir das Gedicht durch den Sinn, besonders wenn im Tiefflug mal wieder einige Jets durch das Tal donnern und ich mein wild schlagendes Herz in der Brust spüre. Fast lautlos kommen sie, mit einem Mal sind sie da mit einem Höllenlärm, manchmal fliegen sie eine Schleife. Mein Kindchen erschrak bei einem solchen Manöver schrecklich und lies sich fast nicht mehr beruhigen, trotz dass ich es kommen sah und die kleinen Ohren zu hielt, das Kind fest an mich gepresst. Ich weiß, da fallen keine Bomben, hier nicht. Es macht mir Angst, all diese totbringende Technologie, dafür ist immer Geld da. Ich verstehe die Begeisterung für Waffensysteme und Kriegstechnik nicht. Was kann der Mensch nur für ein garstiges Ding sein, entmenscht, zu allem imstande, keine Moral, keine Verantwortung. Wer kennt die Wahrheit, die Hintergründe? Ich nicht. Ich weiß nur das, was die Medien verkünden, ihrer gibt es viele. Wer lügt, wer ist Handlanger, wer spricht die Wahrheit? Wie viele Wahrheiten gibt es? Geh hinaus und schau den Himmel über Dir an, Nachts, wenn alles schläft, sieh die Sterne funkeln, seit einer Ewigkeit leuchten sie auf die Erde unter deinen Füßen, die hoffentlich Heimaterde ist. Meine Vermieterin ist schon über 80 und manchmal erzählt sie mit einem Beben in der Stimme von der schwersten Zeit. Sie beschließt die Erzählungen mit immer dem gleichen Satz: "Ach, wenn doch bloß niemals wieder ein Krieg kommt." 





Samstag, November 17, 2012

Pizzateig, Pizzasauc - Pizzaiola, & Bierhefe züchten

Unten ist die Bierhefe, darüber -
das Schwarze ist Schwarzbier,
davon hab ich meine
Hefe bekommen
Neulich musste es mal wieder schnell gehen, Pizza, na klar, die passt ja. Aber mal ehrlich: niemals schmeckt die Pizza zu Hause auch nur ansatzweise wie beim Italiener. Von den Fertigkrücken wollen wir hier gar nicht reden. Verraten tut einen auch keiner freiwillig was, es kann ja gar nicht anders sein. Wie immer sind es die Zutaten, die den Geschmack ausmachen, von der Art des Backofens mal abgesehen, bei Iti schmeckt es würziger, nicht nach Semmel. Immer wenn wir im Ristorante waren, fragte ich nach Pizzabrötchen. Die sind aus dem gleichen Teig gemacht wie der Boden, soviel hatten sie verraten. Nach dem x-ten Minibrötchen war es dann sonnenklar: das liegt glasklar an der Hefe. Auf Nachfrage erhielt ich wie immer ein wissendes Lächeln und ein: "Madonna, wann hörst Du auf zu fragen?". Allerdings war diesmal etwas Anderes in den lieben Augen von la Mama. :-))) Wo, zum Geier, bekommt man Bierhefe in Deutschland her? Als Kapseln und Pulver für die Haut in der Drogerie, klaro und zum Backen? Das man da nicht früher drauf kommt, dabei fahre ich jeden Tag daran vorbei.


Bierhefe züchten

Geh bitte zur nächsten Brauerei und nimm ein großes, ein richtig großes Glas mit gut schließendem Deckel mit. Groß nicht etwa weil du gierig bist, sondern weil die neue lebende Zutat, die es da gibt, stark auf Expansion aus ist, zumindest am Anfang. Frage den Braumeister nach Bierhefe, das ist das Zeug, was sich beim Brauen im Faß absetzt, davon haben die Brauereien überreichlich, das schütten sie meist weg. Lass also das Glas 1/4 füllen, schraub es zu, der Glasrand muss sauber sein, das verklebt gern, trag deinen Schatz nach Hause. 
Vorsicht! Schüttel nicht so dolle, es muß sich alles erst setzen. Stell es in den Kühlschrank, da kann es sich gleich eingewöhnen, denn da bleibt es. Nach ein, zwei Tagen kannst du schauen, da hat es sich gesetzt, du kannst es gefahrlos in ein anderes Glas umschütten: es riecht nach Bier, es ist aktiv und es hat Hunger: gib ab und an 1/2 TL Zucker zum Futtern in dein Glas. 
Nach einer Weile hast du eine schöne dicke Schicht auf dem Glasboden: das ist die Bierhefe, die sich wohlfühlt und sehr schön gewachsen ist. Wenn du mal an Bäckerhefe genascht hast, kennst du den Hefegeschmack, den hast du hier auch, nur viel herber. 

So lebt sie glücklich und zufrieden bei dir: 

  • Wenn Du sie holst, sieh zu dass du auch einen kleinen Schwapp Bier im Glase hast.
  • Lagere sie verschlossen im Kühlschrank.
  • Gib ihr ab und zu was zu futtern. 
  • Hin und wieder gib eine Teelöffel sauberes Wasser dazu.
  • Lang nicht mit den Fingern rein. 
  • Benutze einen sauberen Löffel, wenn Du Hefe entnimmst.
Meine Hefe habe ich im Mai diesen Jahres geholt, sie ist sehr gut gewachsen und funktioniert immer noch, also lebt sie. Ich denke, man wird die Hefe auch einfrieren können. 

Pizzateig mit Bierhefe aus deinem Ansatz


Neben der Bierhefe brauchst du noch das richtige Mehl. Die Italiener nehmen Mehl speziell für Pizza Tipo 00, welches aus Hartweizen hergestellt wird. Die deutsche Entsprechung wäre ein 405er Mehl, aber dieses hat,  nicht so viel Klebereiweiße wie das Italienische, da dieses aus Hartweizen hergestellt wird. Ich nehme Aurora Instandmehl 405 oder Spätzlemehl, das man mit 1/4 Dinkelmehl vermischten kann.Wenn du keine Bierhefe bekommen hast, dann muß du Bäckerhefe nehmen. 


  1. Nimm als 380 g 405er deutsches Mehl, mische es mit 80 g Hartweizengrieß in einer Schüssel. 
  2. Hast du italienisches Tipo 00 bekommen, brauchst du keinen Grieß.
  3. Mach eine Vertiefung in der Mitte. 
  4. Gib dann einen sehr guten EL von deiner Bierhefe aus der Brauerei hinein. 
  5. Nun gib 200 ml warmes - kein heißes - Wasser, einen guten TL Meersalz und 60 ml Olivenöl in die Schüssel, vermische die Bierhefe mit dem Wasser und dem Öl. Deck die Schüssel mit einem sauberen Tuch ab und warte 15 min. 
  6. Arbeite nun die Hefe in das Mehl ein und knete es ordentlich durch. Und gell, ich meinen ordentlich einkneten. Man spürt, wenn der Teig soweit ist.
  7. Fülle den Teig in einen Gefrierbeutel, verschließe ihn und lege den Teig in den Kühlschrank. Pass auf, dass er nach oben und den Seiten genug Platz hat. 
  8. Jetzt warte ungefähr 8 Stunden und dann kannst du den Teig belegen und backen. 
Nach 8 Stunden im Kühlschrank ist der Teig soweit. 


Pizzateig mit mildem Hefeweißbier - schmeckt auch würzig ;-) - Danke Francesca. 

  •  Wenn du keine bekommen hast dann nimm 15 g von der Bäckerhefe zerkrümele sie in die Vertiefung, gib 1 1/2 Tl Salz darüber. 
  • Schütte das Weißbier langsam aus der Flasche in einen Meßbecher, unten hat sich die Bierhefe abgesetzt, lass einen fingerbreit Bier in der Flasche und bewege die Flasche hin und her, aber nicht zu heftig sonst gibt das Schaum. Das was noch in der Flasche ist gieße nun in die Schüssel, außerdem noch noch 30 ml Hefeweizenbier , rühre ein bisschen die Hefe um, so dass sie ein wenig mit etwas Mehl vermischt wird.
  • Decke ein sauberes Tuch darüber und warte 15 min. 
  • Dann gib noch 70 ml Bier und 100 ml warmes - kein heißes - Wasser dazu, außerdem 60 ml Olivenöl zu - weiter wie oben beschrieben. 
Genauso wie der Teig braucht auch die Pizzasauce (Pizzaiola) richtig viel Zeit. Am besten macht man sie direkt, nachdem der Teig fertig ist. Dieses Rezept ergibt Sauce für 1 Blech: 

Pizzaiola

  1. 5 vollreife Tomaten mittlerer Größe, waschen, blanchieren, heraus nehmen, die Haut abziehen, halbieren, die Kerne heraus nehmen und wegwerfen, den Blütenansatz ebenfalls wegschneiden. Die Tomaten würfeln.  
  2. 1 Schalotte und eine kleine Zwiebel ganz fein schneiden, 2 oder auch 3 Knoblauchzehen durchpressen.
  3. Zwiebeln, Schalotten und Knoblauch in einem Schuss Olivenöl andünsten, aber nur etwas Farbe bekommen lassen. 
  4. Nun die gewürfelten Tomaten und 1 Glas guten Rotwein dazugeben. Eventuell Tomatenmark. Manchmal erwischt man ja leider nicht so tomatige Tomaten.
  5. Würze: 1 TL Zucker, 1 Tl Meersalz, fein gewiegter Oregano, Rosmarien, Salbei, Thymian je 1/4 Tl, Pfeffer. 
  6. Umrühren und langsam einkochen lassen. Nur Geduld, das wird schon. Fertig ist die Sauce, wenn die Masse streichfähig geworden ist. Mit dem Zauberstab kurz durchgehen, abschmecken und gut ist es. Ich hab jetzt Hunger und gehe Pizza essen :-). 





Mittwoch, November 14, 2012

Honigmelonenseife


Nachdem das mit der Gurkenschale so schön geklappt hat mußte eine Honigmelone dran glauben. Zusammen mit Orangenschalen, schauen wir mal, was draus wird. Habe ich heute morgen ausgeformt. 

Enthalten sind: Olivenöl, Reiskeimöl, Walnußöl, Sonnenblumenöl, Bienenhonig, 
Für die Lauge der Saft von der Melone, als Sole mit Meersalz. 
Leichte Marmorierung mit Lebensmittelfarbe.

Dienstag, November 13, 2012

Stinkfuß Gewürzseife


Diese Seife wollte nicht so wie ich wollte, trennte sich immer wieder. Dann hat es gereicht, kurzerhand habe ich noch etwas Wasser dran geschüttet und  noch mal heiß werden lassen. Anschließend mit dem Zauberstab bearbeitet und siehe da, es geht. Eigentlich wollte ich eine marmorierte Seife machen, aber Rote Beete wird nicht rot. Am Ende spendierte ich dem Seifenleim Nelkenpulver, Zimt und Cayennepeffer.  Jetzt ist sie schon 4 Wochen alt. 
Das Ergebnis ist eine federleichte angenehm wärmende Seife für die Füße :-))). 


Montag, November 12, 2012

Gurkenseife - Schichtig


Das ist eine zweischichtige Gurkenseife. 

Sehr schön kann man sehen, wie sich nun die Farbe ändert. Das Grüne bleibt i. d. R.
Nur oben sind die Schalen drin. Unten etwas Heilerde. 

Zutaten: 
Palmöl, Rapsöl, Walnußöl und Rizinußöl,
Gurkenschalen, Gurkenwasser, 
Heilerde, Zitronenschale. 

Nun heist es warten, wie sie sich weiter entwickelt.



Samstag, November 10, 2012

Schäfertaschen - Resteverwertung - Liptauer Käse - Liptavský Sýr

Mal was einfaches und nahrhaftes. Lecker ist es auch, je nach Geschmack auch wandelbar, die über gebliebenen Kartoffeln vom Vortag hätte man dann auch noch unter gebracht: 

700 g Kartoffeln reiben. Dazu 
220 g Dinkelmehl, 
60 g Dinkelvollkorngrieß, 
2 Eier, Salz und 
50 g Parmakäse vermischen und zu einem festen Teig verarbeiten. 

3 cm dick ausrollen, Kreise ausstechen. 
1 Packung Hüttenkäse salzen, pfeffern, 
1 fein gewiegte Frühlingszwiebel unterrühren, damit dann die Teigteilchen füllen und verschließen. 

In kochendes Salzwasser einlegen und ziehen lassen. Anrichten mit etwas ausgelassenen Speckwürfeln und grünem Salat. 



Die originalen, slowakischen Schäfertaschen werden mit Liptauer Käse gefüllt. 

Rezept für Liptauer Käse


Um diesem zu zubereiten benötigt man gesalzenen Frischkäse aus Schafsmilch. Alternativ ginge dann trockener Quark, also nicht das komische nasse Zeug aus dem Kühlregal, dass kann man erst einmal abtropfen lassen. 

250 g Quark durch ein Sieb drücken, 
125 g Butter auslassen und schaumig rühren, zum Quark geben.
125 ml saure Sahne unterrühren. Das Ganze vermischen  mit 
1/2 EL ungar. Paprikapulver, 
2 TL gemörserter Kümmel (da kommen die Aromen besser raus finde ich und nicht jeder mag die Körnlein zwischen den Zähnen stecken haben). Außerdem 
1 kleine klein geschnittene Zwiebel und 
1 TL Tafelsenf. Wer mag gibt noch 
1 TL gehakte Kapern zu und  / oder einige klein gehackte Sardellen. 

Zu einer glatten Masse verarbeiten, im Kühlschrank fest werden lassen. Dann stürzen und zu einer (traditionellen) Kuppel formen, mit Schnittlauch bestreuen und zu kräftigen Brot und Bier servieren. 

Freitag, November 09, 2012

Antonios Pumpkin Cake - Kürbiskuchen mit Frischkäse

Eine wunderbares Kürbiskuchenrezept habe ich von meinem besten Freund Antonio bekommen. Etwas abgewandelt für einen Geburtstag schaut es dann so aus:


Die Anregung kam von ihm, dann aus Zeitmangel ging es dann fast frei Schnauze :-)) Statt mit Frischkäse mit Hüttenkäse und Haferkleie. 

Aber gut. Hier kommt das Rezept: 

Einen  400 g Kürbis in zwei Hälften teilen, die Kerne rausholen. Die Hälften auf ein Blech im Backofen setzen, dann bei 160 - 180 Grad vor sich in garen lassen. Stichprobe nach 20 Minuten. Wenn er durch ist, den Kürbis herausholen, die Schale mit einem Messer abschneiden und wegwerfen. Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden, das müssten dann so 300 g sein, abkühlen lassen. Den Kürbis mit 2 Bechern Schmand mit dem Zauberstab pürieren.  

Knetteig: 
1 Ei, 1 Tl Weinsteinbackpulver, 125 g Butter, 3 EL Rohrzucker, je eine Prise Salz, Nelken und Muskat, 250 g Dinkelvollkornmehl zu einem Teig verkneten, diesen in die gefettete Form drücken und 10 Minuten vorbacken, bis er etwas hochkommt und leicht hellbraun oben wird.

In der Zwischenzeit 3 Eier trennen, das Weiße steif schlagen. Gelbe mit 400 g Gervais Hüttenkäse und 150 g Haferkleie, Honig nach Geschmack sowie 1 EL Zimt, 1 Priese Salz, Ingwer, Kardmom und Muskatnuss vermischen, das Eiweiß unterheben - aber vorsichtig. Das Ganze auf den Kuchenteig geben und für ca. 45 min backen. Nadelprobe nicht vergessen. Fertig.  



Donnerstag, November 08, 2012

Roßkastanien - Rosmarien - Seife


Zutaten: 
Palmöl, Rapsöl, Macadamianußöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, 
Shea-Butter, Bienenwachs, Lanolin

pulv. Rosmarien, Roßkastanienauszug
Baumharzöl. 

Die Seife sah so schön aus. Dann dachte ich, man könne ihr noch etwas zusätzlichen Duft schenken, aber neee, der Seifenleim gerann augenblicklich. Hab ich einfach einen Schwapp Apfelsaft dran geschüttet, den trink ich immer beim Sieden. Warum? Keine Ahnung, auf jeden Fall verband sich das Gemisch nach kurzer Rührzeit wieder und nun hab ich eine feine Seife, die angenehm herb duftet. 

Montag, November 05, 2012

Piep-Show

Ich seh´ ja nicht oft fern, gleich gar nicht Werbung, aber es gibt eine, die legt den Finger an die Wunde. Piep, Piep, Piep, in allen Tönen und Lautstärken. Bestimmt wisst ihr, was ich meine. Und mal eben  abgesehen von der Werbung, es piept wirklich überall. Allerorten. Es hupt, gongt, klingelt, piept und summt künstlich um uns herum. Ungefragt. Jeden Tag. Das nervt. Und am schlimmsten sind die Handys. Nicht das sie nicht praktisch sind, mal eben schnell anrufen, wenn man später kommt, weil man im Verkehr feststeckt. Klick, klack, klick, klack, sogar der Blinker macht mit. Fiep, fiep, die Ampel schaltet auf grün für die Fußgänger, sie hasten vorbei, viele mit dem Kopf gesenkt mit dem Blick auf das Handy. Was sind wir auch alle wichtig. Totale Kontrolle. Hey Schatz wo bist Du? Gibt es eigentlich noch Menschen, die ohne Handy auskommen? Denen ein stinknormales Teil zum Telefonieren langt, bei denen das Handy noch kein Statussymbol ist? Es gibt sie und auch die Handyverweigerer, es gibt jene die auf die Stahlen sehr empfindliche reagieren. Ich gehöre zu den Verweigerern. Ich habe noch nie eins gekauft, hab das alte Gebrauchte bekommen, das reicht. Das kann schon fast zuviel. Ich streike, will nicht lernen, wie es funktioniert. Ich lerne das genauso wenig wie die Abseitsregel beim Fußball. Im Grundprinzip habe ich es kapiert, aber es will gar nicht verstanden sein, weil es Wurscht ist. Mein Handy ist krank. Akku leer, Diagnose: Chronisch. Oh! Ach ja, und dann ist es hungrig, es hat nichts zum fressen, mein Geld meine ich, ich verweigere, bin ein "Vielleicht-lade-ich-dich-mal-auf-Verbraucher". Ja, vielleicht lade ich es auf, wenn ich in den Urlaub fahre. Urlaub, wer will schon in den Urlaub. Ich reg mich jedesmal auf. Es passen einfach nicht genug Bücher in die Reisetasche. Aber das macht ja dem Handy-Nutzer nix aus, er hat ja ne App mit gratis Hörbüchern. Für jedes Wehwehchen, für jede Spielerei gibt es eine App. Du weißt nicht, was du kochen sollst, was im Kino läuft, lies die aktuellen Nachrichten, hab Spaß und füttere den virtuelles Hausvieh. Keine Ahnung, wie du deine Zeit totschlagen kannst? Och dann spiel doch ein Onlinegame. Ein paar Monster abmurksen, eine Runde Auto fahren, Steine stapeln. Dafür gibt es auch Updates, neues Kartenmaterial, Bonus für extra Missionen. Für alles gibt es Apps, nur für mein Handy nicht. Nicht geupdatet. Wie sein Besitzer nicht up-to-date sein will, so ist mein Handy, individuell. Dann bekomme ich keinen SMS-Daumen, keinen Handy-Nacken. Keine i-Pod-Schulter, Handy-Ellenbogen, bestenfalls einen Maus-Arm, wenn ich es übertreibe. Oder ich geh das nächste Mal einfach nach Hause, wenn wieder alle im Kaffee mit ihren Handys spielen, das ist nicht multitasking, wenn man Eis essen und simsen kann, ohne sich dabei vollzusauen. Und wenn doch, dann zaubert man den Fleck-weg-Stift aus der Handtasche. Weiß gar nicht, trägt man die Dinger immer noch als Schweißsammler in der Achsel? Oder liegen die auch schon auf dem Müll, wie die vielen Handys, die irgendwo liegen, ausgemustert, veraltet, wertvoller Müll. Wie wäre es mit recyceln? Wie das geht zeigt das Video.  




Der Herbst steht auf der Leiter



und malt die Blätter an. :-) Einen goldenen Oktober haben wir dieses Jahr wieder gehabt. Flimmernd goldgelb lag ein Schleier Wärme in der Luft, ein letzter Sommergruß, dann kam der Schnee und das Wochenende darauf wieder Temperaturen um die 20 Grad. Wie im Frühling kam man sich vor. Mahnend, warnend, verschenkt die Natur im Farbentanz das letzte bisschen Wärme bevor Großväterchen Frost hier unten im Süden, ein Stück die Berge hinauf alles in seine feste, weiße, kalte Faust presst. Ob er uns Schnee bringt in diesem Jahr? Sicher, hier haben wir reichlich davon, 20 km weiter schaut es schon wieder anders aus, ich wundere mich immer, was die paar Höhenmeter ausmachen. Hier schneit es schon und bei meinem Tantchen Waltraud da ist es noch vollkommen herbstlich bunt. Nach den verschwenderischen Bunt kommt das kahle Grau, jeden Herbst. Aber was passiert da draußen eigentlich? Die Tage werden kürzer, das Licht weniger, die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht setzen diesen Mechanismus in Gang. Der Baum wirft die Blätter ab, weil sie sonst erfrieren würden, durch die große Blattoberfläche würde Wasser verdunsten, das wegen des gefrorenen Bodens nicht ersetzt werden könnte, der Baum würde verdursten. Eine Buche bringt es an warmen Tagen um die 400 Liter Verdunstungsfeuchtigkeit (Quelle Gardena.com) - das ist richtig viel, das erklärt auch, warum es im Sommer im Wald so angenehm kühl ist. Was im Sommer ein Segen ist, wird im Winter bei Schneefall zum Verhängnis, der auf den Blättern liegen bleibende Schnee könnte Äste abbrechen, an den Bruchstellen hätten Pilze ein leichtes Spiel. Aber es passiert noch etwas ganz Geheimnisvolles. Die ganze Arbeit die der Baum mit dem Ausbilden des Blattwerkes diente dem Zweck der Atmung. Es kostet Energie, die Blätter wachsen zu lassen, wir wissen es ja: freigiebig zeigt sich die Natur aber es wird nichts verschwendet. Die in den Blättern steckenden Nährstoffe können wieder verwendet werden, Rückbau sozusagen, zurück in den Ursprung der Blätter - dem Baum, seinen Wurzeln selbst, als Startkraftpaket für den nächsten Frühling. Das Blattgrün, dessen Hauptbestandteil Stickstoff (dazu noch Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff und Magnesium) ist, wird nun in den Baum zurückgezogen, dadurch kommen die anderen Farben des Blattes zum Vorschein. Anschließend verschließt der Baum den Übergang zwischen ihm und dem Blatt, es wird nicht mehr versorgt, es fällt zu Boden und kann dem Baum über den Winter noch als Isolierschicht schützen, später verrottet es und wird somit wieder in den Kreislauf zurück gegeben. Manche Bäume aber zeigen nicht nur Orange- und Gelbtöne sondern auch Rot. Wenn nun das Chlorophyll - also der grüne Farbstoff - frostsicher eingelagert wird, dann belieben die anderen Farben über: Carotinoide kleiden Buchen und Birken wunderschön gelb, Gerbstoffe in Kastanien und Eichen färben das Laub braun. Und dann, ja dann gibt es noch Bäume mit empfindlicheren Blättern wie die vom Ahorn, diese Blätter haben noch den Stoff Anthocyan eingelagert. Dieser fungiert als Sonnenschutz und zeigt sich eben in der roten Farbe. Mein Dank für die schönen Fotos geht diesmal an M.T. Danke Dir.



Sonntag, November 04, 2012

Wandernde Pflanzen

Ich bin bekennender Wolf-Dieter Storl-Fan. Seine Bücher sind ein Quell unendlichen Wissens, welches meinen Horizont immens erweitert. Er hat es geschafft wie kein Zweiter naturgegebene Fakten, die mir bewusst waren, in Worte zu kleiden und mir dadurch noch bewusster zugänglich zu machen. Wenn man ihm folgt, dann lernt man andere Wahr- und Wirklichkeiten über die Flora vor unserer Haustür.
Eins der wunderbarsten Bücher ist der Titel "Wandernde Pflanzen". Bisher habe ich nicht gewusst, dass so viele Pflanzen, die wir von klein auf kennen, Einwanderer sind. Nehmen wir als Beispiel die allen bekannte Kornblume, deren Bild fest verbunden ist mit den unendlichen bis an den Horizont reichenden Weizenfeldern auch meiner Kindheit. Da gab es sie noch, diese blaue Schönheit, mit den filigranen Blütenblättern, die sich im Winde im wogenden Getreidemeer von Weiten sichtbar auf und nieder wiegte. Vermisst habe ich sie hier im Allgäu, und doch fand ich sie, nicht im Weizen, den gibt es in "meiner" Ecke hier nicht, da Weideland, sondern in einer bunten Mischung auf einer Verkehrsinsel stehend, nun lese ich, sie ist eingewandert. Oder die Echte Kamille, auch sie ist eingewandert und geblieben. Selbst der Gute Heinrich, den viele als Wildkräuterlein in diversen Gerichten schätzen, ist mit den Römern mitgereist und einheimisch geworden, Schöllkraut, Katzenminze, Kalmus, Hopfen, sie alle sind Neophyten. Die Liste ist sehr lang. Wir erfahren Wanderpflanzen als Bereicherung, als Ergänzung, lernen wie wichtig sie in ihrer Heimat sind, es werden Fakten widerlegt: wie z. B. die Mähr vom Essigbaum - Rhus typhina, der angeblich giftig sein soll, für die Indianer ist er eine der wichtigsten Heilpflanzen, von der Wichtigkeit kann man ihn gleichsetzen mit dem Schwarzen Holunder, so kann man lesen. Die aufgeführten Anwendungen, Heilmittel und Rezepturen sind so vielschichtig. Bleibt man beim Beispiel des Essigbaumes so erfahren wir, dass er unter anderem gegen Soor, Durchfall, innere Blutungen, Zahnschmerzen, Hämorrhoiden, Halsschmerzen, Rheuma, fiebrigen Erkrankungen, entzündlichen Hautproblemen und Tripper hilft. Und das ist längst noch nicht alles. Z. B. kann man pinkfarbene Limonade mit reichlichem Vitamin-C-Gehalt kann man aus den Früchten zubereiten, wie das geht und alles Wichtige um Mythologie, weitere Anwendungsmöglichkeiten rund um den Erdball sind akribisch genau zu jeder Pflanze aufgeschrieben. Das Buch ist absolut lesenswert. Die Natur macht es uns vor, nicht das "Fremde" ist zu fürchten, sondern nur die Unart, wie zu oft damit umgegangen wird. Wenn ich heute im Wald z. B. das so unbeliebte Springkraut sehe, das Herr Storl Himalajabalsam nennt, dann schau ich es, dank ihm mit, anderen Augen an. Eine Leseprobe und noch viel mehr gibt es auf seiner Website.


AT-VerlagISBN: 978-3-03800-680-0
Einband: Gebunden
Umfang: 250 Seiten
Format: 15.5 cm x 23.5 cm


PMS

Also irgendwie ist es doch jeden Monat der gleiche Ablauf. Rauf und runter mit der Stimmung, Fressanfälle, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Kopfweh, dämliche Pickel die auf einmal über Nacht wie Pilze aus der Epidermis sprießen um nur einige wenige Symptome zu nennen. Jede Frau kennt das, mehr oder weniger stark. Die meisten Frauen und Mädchen die ich kenne und befragt habe, singen das gleiche Lied. Eine Bemerkung meiner Hebamme machte mich stutzig. Sie erzählte mir, dass sie auf Ihren Reisen mit ihrem Mann, der passenderweise Gyn war, in Nepal, China und Mongolei Frauen entbunden habe, die sich wirklich leicht taten, das soll wohl die Mehrzahl von ihnen gewesen sein. Auch hätten sie nicht so stark mit PMS zu kämpfen wie beispielsweise Europa. Verantwortlich für PMS sind, so die Wissenschaft, Hormonschwankungen, die vermehrte Anzahl der Zyklen im Leben einer Frau und die wenigen Schwangerschaften. Dazu  noch die ständig anhaltende Reizüberflutung im Alltag kommen, kaum Rückzugsmöglichkeiten Ruhephasen,  welche die Beschwerden verschärfen. Untermauert werden soll diese These durch Beobachtungen die man bei den so genannten Naturvölkern machte. Da gibt es mehr Schwangerschaften und weniger menstruierende Frauen. Klingt logisch, wenn man schwanger ist, kann man nicht an PMS leiden. Aber soll das schon alles sein? Dann müssten ja solcherlei Erscheinungen bei Frauen, die z. B. die Pille nehmen oder mit Hormonspirale verhüten gar nicht bzw. vermildert auftreten. Wenn man sich aber nun umhört, dann erzählen die Meisten trotzdem, dass nicht alles passt. Was, wenn es aber zum größten Teil an unserer Ernährung liegt?  Was, wenn unser Essen daran schuld ist? Oder das, was ihm beigemischt wird, dessen wir uns gar nicht bewusst sind? Zwar gibt es seit 1988 ein Hormonverbot im Futtermittel und seit 2006 sind Antibiotika als Futtermittelzusatzstoff ebenfalls verboten, aber wenn man nun überlegt, dass bereits Ende der 60er Jahre Diskussionen um dieses Thema gab, dann ist ja sonnenklar, dass man so lange schon davon gewusst hat. Skandale gab und gibt es leider immer wieder. Und wer weiß, was man sonst noch im Futter / Essen hat, was da nicht hingehört. Stoffe, die eine hormonähnliche Wirkung auf den Organismus haben nennt, heißen in der Fachsprache "endokrine Disruptoren". Schau mal hier das Video:



Weiterführende Literatur, die hier auch als Quelle für o. g. Fakten genannt wird ist das Buch "Futter fürs Volk" vom Kopp-Verlag. Man kann ja ein kleines Experiment machen und versuchen sich über mehrere Monate bewusst vollwertig zu ernähren, das heißt auch weniger (Tafel)Salz, dafür Meersalz, denn das ist ein Naturprodukt. Der Rest an Vitaminen und Mineralien kommt mit einer gesunden, obst- und gemüsereichen Nahrung fast von alleine. Frauenkräuter bei PMS mit hormonregulierender Wirkung sind z. B. Himbeere, schwarze Johannisbeere und die Hagebutte, welche man am Anfang des Zyklus nehmen kann. In der zweiten Hälfte gibt man Mönchspfeffer, Frauenmantel und Steinsamen. Melisse und Baldrian sind ebenfalls zu empfehlen.

Teemischung von Oma: 

Je einen Teil Kamillenblüten, Mönchspfeffer und Melissenlätter, sowie zwei Teile Frauenmantel und Brennnessel.  Davon 3 mal tägl. 1 Tasse. Mama trank nur den Frauenmantel mit Schafgarbe genommen.
Die Hl. Hildegard hat unter anderem ein Rezept hinterlassen, welches man ruhig mal testen kann:

1 EL Galgantwurzel soll mit einem Glase Wein für drei Minuten gekocht werden.
Dann soll der Wein warm schluckweise getrunken werden. (Quelle: Die Heilkunde der Hildegard von Bingen - Wighard Strehlow).

Ich würde das Ganze eher simmern / köcheln lassen, nach 3 min Kochzeit wird das meiste verdunstet sein. Zum guten Schluss habe ich noch einen kleinen Tipp, der mir auch hilft: ätherisches Muskatellersalbeiöl. In die Duftlampe geben und die Füße mal hoch. Unterwegs einfach auf ein Taschentuch geben und daran schnuppern. 










Freitag, November 02, 2012

Karottenkuchen

Sehr lecker ist Möhrenkuchen. Hier gibt es die (Fast)Vollwert-Variante. Saftig, trotzdem locker, nicht zu süß.

So gehts: 5 Eier trennen, das Eiweiß mit 3 EL Wasser und einer Prise Salz schön steif schlagen. Dann 110 g Zuckerrohrgranulat mit dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote, 1/4 TL Ingwerpulver und etwas frisch geriebenen Muskat vermischen, zum Eiweiß geben und weiter schlagen bis es glänzt. 

Dann das Eigelb dazu geben, außerdem die abgeriebene Schale und den Saft einer Limette. Nur noch vorsichtig weiterrühren. 350 g fein geraspelte Möhren in die Schüssel geben, unterrühren. Je 150 g gemahlene Haselnüsse und Mandeln mit 65 g Dinkelvollkornmehl und 2 TL Weinsteinbackpulver vermischen zu dem restlichen Zutaten in die Rührschüssel geben und alles zu einem schönen Rührteig verarbeiten. Dann in eine gefettete Backform geben und bei 190 Grad ungefähr eine Stunde backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.  

Ghassoul - Milchpulverseife


Zutaten:
Olivenöl, Palmkernöl, Rapsöl, 
Mandelöl, Ghassul und ordentlich Milchpulver.