Montag, Dezember 31, 2012

Sogenannte Klassefrauen

Aua, das ist hart :-)

Sogenannte Klassefrauen
Erich Kästner

Sind sie nicht pfui teuflisch anzuschauen?
Plötzlich färben sich die "Klassefrauen",
weil es Mode ist, die Nägel rot!
Wenn es Mode wird, sie abzukauen
oder mit dem Hammer blau zu hauen,
tun sie´s auch. Und freuen sich halbtot.

Wenn es Mode wird, die Brust zu färben
oder, falls man die nicht hat, den Bauch...
Wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
oder sich die Hände gelb zu gerben,
bis sie Handschuhn ähneln, tun sie´s auch.

Wenn es Mode wird, sich schwarz zu schmieren...
Wenn verrückte Gänse in Paris
sich die Haut wie Chinakrepp plissieren...
Wenn es Mode wird, auf allen vieren
durch die Stadt zu kriechen, machen sie´s.

Wenn es gälte, Volapük zu lernen
und die Nasenlöcher zuzunähn
und die Schädeldecke zu entfernen
und das Bein zu heben an Laternen -
morgen könnten wir´s bei ihnen sehn.

Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
immer auf den ersten besten Mist.
Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln!
Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
wenn sie hören, daß was Mode ist.

Wenn´s doch Mode würde, zu verblöden!
Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Wenn´s doch mode würde, diesen Kröten
jede Öffnung einzeln zuzulöten!
Denn dann wären wir sie endlich los.





Freitag, Dezember 21, 2012

Gesundheit, die (fast) nichts kostet

so heißt ein handliches Taschenbuch aus dem Siva Natara Verlag, dass mich in diesen Tagen am Abend unterhält. Geschrieben hat es die Heilpraktikerin Ulla Meyerhof für die Menschen und das merkt man auch. Klare Anweisungen im Stil "was tun bei" verblüffend einfachen Methoden, viel davon sind mir durch unsere Oma geläufig, bei weiten nicht alle. Für alle, die neu in das vielschichtige Thema Naturheilkunde, Aromatherapie, Heilsteine einsteigen macht dieses Buch Appetit auf mehr. Endlich habe ich seit der detaillierten Beschreibung der Chakren auch dieses Thema für mich entdecken können. Ganz gezielt werden Basisinfomationen vermittelt auch über das Heilen mit Farben, über Getränke, Öl, Gewürze, Gemüse und Obst, selbst die Getreidesorten werden erwähnt mit ihren spezifischen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Weiß du, was ein Rejuvenat ist? Ein Getränk aus gekeimtem Getreide, bisher dachte ich, da macht man Essenerbrot draus. Das Buch ist wahrlich gespickt mit bewährten Rezepten. Aus der Homöophatieecke gibt es dann zahlreiche Empfehlungen für die schonende, unterstützende Anwendung bei Babys & (Klein)Kindern. Selbst bei spezifischen schulischen Problemen gibt die Autorin wertvolle Tipps, die man ruhig ausprobieren kann, bevor man mit der Psychokeule draufhaut. Die wichtigsten Heilpflanzen sind aufgelistet mit Beschreibung und Anwendungsempfehlungen. Danach geht es weiter mit den wichtigsten Ölen der Aromatherapie, auch hier wieder Ratschläge aus der Praxis. Einer wird heute gleich mal umgesetzt: Zur Entgiftung des Haarbodens und damit zum besseren Wachstum soll Zedernöl in ein neutrales Shampoo gegeben werden. Und schließlich am Schluss des Handbuches finden sich die Heilsteine ein, um deren Wirkung schon die heilige Hildegard bestens Bescheid gewusst hat. Einige ihrer Rezepturen - im Alltag getestet - finden sich ebenso ein wie z. B. Pfarrer Kneipps Armbäder.

Meine Fazit: Für alle, die gerade in das Thema einsteigen oder wenn man jemand dazu bewegen möchte, doch mal etwas mehr nachzudenken ist das Buch perfekt. Man quält sich nicht durch endlose Auflistungen von Fakten. Das Buch ist für die Praxis gedacht. Mit Fug und Recht ist es als "Handbuch für den Hausgebrauch" benannt, denn genau das ist es.

ISBN: 978-3-930403-49-3
Inhalt: 208 Seiten, broschiert, A5 15x21 cm
Preis: 18,90 Euro

Ein Besuch auf der Webseite von Frau Meyerhof loht sich auch. Lest euch ruhig mal rein.


Eine Leseprobe aus dem Buch: (Quelle)


WENN ES EINEN ERWISCHT HAT


Doch manchmal erwischt einen so eine Erkältung „auf dem linken Fuß“. Sie sind gerade weit weg von Badewanne und Bett und da passiert’s: Die Erkältung mit Husten, Schnupfen und Halsweh ist voll da. Doch auch da gibt es aus dem Schatzkästlein der Natur eine Menge Mittel, die schnell wieder fit machen. Gehen wir doch die Symptome einzeln durch:

FIEBER
ist eigentlich keine Krankheit und sollte, solange es nicht dauernd über 39,5 Grad Celsius bleibt, durchaus zugelassen werden. Es zeigt, dass der Körper die Krankheitserreger regelrecht auskocht. Mit Fieber gehört jeder Kranke ins Bett. Meistens ist man ohnehin müde und hat das Bedürfnis, sich gesund zu schlafen.
Wenn, was bei Kindern leicht vorkommt, die Temperatur über 40 Grad steigt, gebe ich mit gutem Erfolg Aconitum D 200, und wenn Schweiß ausbricht, Belladonna D 200. Diese einfachen Mittel helfen, das Fieber in den meisten Fällen auf ein erträgliches Maß zu drücken. Erwachsene können sich natürlich ebenso mit diesen Mitteln helfen.
Wadenwickel mit Essigwasser (1 EL auf 1 Liter kaltes Wasser) haben schon immer geholfen, Fieber zu senken. Aber Achtung! Nur die Waden kalt wickeln, an die Füße gehören warme Socken oder sogar eventuell eine Wärmflasche, sonst geht die Maßnahme an den Kreislauf.
Fieber kann man auch ausschwitzen, unterstützt mit Tee oder Gerstenwasser. Für den Tee empfiehlt sich:
Anisblüten, Lindenblüten und Holunderblüten zu gleichen Teilen.
1 EL der Mischung mit 1/4 Liter Wasser anbrühen und 15 Minuten ziehen lassen. Heiß trinken!
Oder Gerstenwasser: Dazu werden 50 g Gerste in 2 Liter Wasser gekocht, bis die Hälfte verdampft ist. Dann gibt man nach dem Abkühlen 2 EL Honig und den Saft einer Zitrone dazu (Diabetiker sollten Stevia statt Honig nehmen).

SCHNUPFEN
Anfangs, wenn’s wässerig rinnt und die Nase wund macht, ist Allium Cepa (die homöopathische Zwiebel) in der D 30 ein probates Mittel.
Gesichtsbäder sind ein guter Weg, die gesamte Nase frei zu schnäuzen. Da wird warmes Salzwasser z. B. im Waschbecken vorbereitet und dann das ganze Gesicht in das Wasser getaucht. Im letzten Moment, bevor einem die Luft ausgeht, wird eine ordentliche Portion Wasser durch die Nase hochgezogen und sofort in ein bereitgehaltenes (großes!) Tuch geschnäuzt.
Wer das nicht mag, wird es mit der Nasendusche versuchen. Da wird Salzwasser durch ein Nasenloch eingegossen und läuft zum anderen Nasenloch wieder raus. Die Technik erfordert etwas Übung, ist jedoch sehr effektiv, vor allem bei chronisch „Verschnupften“.
Nasentropfen können Sie sich auch selbst machen:
1 gestrichener TL Emser Salz aus der Apotheke wird kurz mit 1/8 Liter Wasser aufgekocht und abkühlen lassen. Diese Salzlösung kann man dann mit der Pipette in die Nase träufeln. In der Apotheke gibt es aber auch fertige Kochsalzlösung, die denselben Zweck erfüllt. Die niedrig dosierte Kochsalzlösung ist sogar für Säuglinge geeignet. Da gibt man noch Sambuccus niger D 30 als aufgelöste Globuli dazu.
Zum Thema Salzlösung gibt es noch einen Geheimtipp gegen das Schnarchen: Schnarcher sollen vor dem Schlafen in jedes Nasenloch eine Dosis Kochsalzlösung mit einem Dosierspray in die Nasenlöcher sprühen. Es soll die Nachtruhe der betroffenen Partner wesentlich verbessern.
Bei Schnupfen wird auch als erleichternd empfunden, wenn Engelwurzöl auf dem Nasenrücken verrieben wird. Die Nase ist gleich freier.
Bei Hildegard von Bingen wird ein altes Rezept mit Fenchel und Dillkräutern beschrieben:
1 EL Fenchel und 1 EL Dillsamen auf das Backblech streuen und bei 250 Grad im Backofen erhitzen. Wenn die Kräuter anfangen, schwarz zu werden, öffnet man das Rohr und atmet die Dämpfe ein. Das soll ebenfalls die Nase frei machen.

HALSWEH
Gurgeln mit Salzwasser (1 TL auf 1/4 Liter Wasser) oder mit Salbei-Tee, dem der Saft einer Zitrone zugesetzt wurde, lindert meistens. Der Salbei-Tee kann auch noch mit Eichenrinde (20 g Salbei und 20 g Eichenrinde) versetzt werden. Eichenrinde hat stark zusammenziehende Wirkung und nimmt der Entzündung die Schärfe.
Was auch gut hilft, ist Kamillentee mit Butter. Dazu übergießt man 2 TL Kamillenblüten mit 1/4 l kochendem Wasser und lässt das Ganze 10 Minuten lang ziehen, seiht es ab und gibt einen Teelöffel Butter dazu. Lauwarm getrunken, glättet es den rauen Hals.
Leinsamen ist innerlich und äußerlich ein guter Helfer gegen Halsweh. Dazu lässt man 3 EL Leinsamen in einer Tasse mit vollfetter Milch quellen, gibt dann 2 Tassen Wasser dazu und kocht das Ganze kurz auf. Mit der danach abgeseihten Brühe kann man gut gurgeln und den übrigen Leinsamen kann man als Packung um den Hals machen.
Oft hilft auch ein einfacher Prießnitz-Wickel. Dazu wird ein Leinenlappen in kaltes Wasser getaucht, gut ausgedrückt und um den Hals gelegt. Dann kommt ein Wolltuch drüber und der Wickel bleibt dran, bis er sich vollständig erwärmt hat. Kann öfter wiederholt werden.

HEISERKEIT
Hat sich die Halsentzündung bis zum Kehlkopf ausgebreitet, ist es mit der kräftigen Stimme vorerst vorbei. Neben der Einnahme von Larynx Apis Globuli von Wala hilft dann ein Quarkwickel um den Hals am besten, weil der diese Entzündung schnell abklingen lässt.

So wird der Quarkwickel richtig gemacht:
Auf ein feuchtes Tuch wird fingerdick Quark aufgetragen (geht am besten mit einem Messer). Dann wird dieses Tuch über der entzündeten Stelle (Quarkseite auf die Haut) aufgelegt und mit einem bereitgehaltenen Schal oder Handtüchern festgemacht und bedeckt, damit er sich mit der Entzündungswärme aufheizen kann. 2 Stunden drauf lassen und in der Zeit ruhen. Quarkwickel sind universell anwendbar. Überall, wo Hitze von einer Entzündung im Gewebe ist (Bronchitis Brustdrüsenentzündung oder Venenentzündung sind dankbare Gebiete), zieht der Quark die Hitze raus.
Zwei Dinge zur Vorsicht! Quarkwickel bitte nie im Gesicht anwenden, denn das darin enthaltene Labferment würde die empfindlichen Lidränder „verdauen“, was entsetzliche Schmerzen verursacht. Den Quark nach der Anwendung bitte unbedingt wegwerfen –- am besten in die Toilette. Er ist auch für Tiere absolut ungenießbar geworden.

OHRENSCHMERZEN
Bei dem ersten Ohrenreißen hat es sich bewährt, den äußeren Gehörgang mit Knoblauchsaft zu betupfen. Knoblauchsaft gewinnt man folgendermaßen: 4 bis 5 Knoblauchzehen mit der Gabel in einem kleinen Gefäß gut zerdrücken, z. B. einen Eierbecher. Dann Wattestäbchen hineinstellen und wenn sie sich vollgesogen haben, anwenden. Der Schmerz lässt erfahrungsgemäß gleich nach. Zwiebelsäcken hinter dem Ohr sind auch ein gutes „Über-Nacht-Mittel“. Dazu Zwiebeln ganz klein hacken und in ein Leinensäckchen geben (ein zusammengedrehtes Taschentuch tut’s auch) und hinters Ohr legen. Eventuell mit Stirnband befestigen. Auch ein feuchtheißes Heublumensäckchen, hinters Ohr gelegt, nimmt den Schmerz. Oder man gibt ein paar Tropfen körperwarmes Olivenöl oder noch besser Johannisöl ins Ohr.


Angenommen, nach einem Spaziergang im kalten Wind haben Sie starkes Ohrreißen, aber es ist noch keine Mittelohrentzündung – dann helfen auch Ohrkerzen sofort, den Schmerz zu stoppen. Ohrkerzen mit Anleitung gibt’s in der Apotheke.
Was auch hilft, ist eine heiße Kompresse auf dem Hinterkopf, die von einem Ohr zum anderen Ohr reichen sollte.
In meiner Praxis hat sich auch die Einnahme von Otofren-Tabletten sehr gut bewährt.

HUSTEN
Es gibt eine Vielzahl von Einreibungsmitteln, aber haben Sie schon mal die Mischung von Teebaum- und Majoranöl versucht? Man mischt dazu je 5 Tropfen mit Oliven- oder Mandelöl und reibt mit dieser Mischung Brust und Rücken ein. Das soll die Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien steigern.
Ein gutes Mittel gegen den Reizhusten, der nachts manchmal ganze Familien wachhält, hilft ein kleines Stückchen Butter – im Mund zergehen lassen ...

Wintersonnenwende 2012 - Yulegruß


Wintersonnenwende. Tag und Nacht sind gleich lang, die Dunkelheit und das Licht im ewigen Reigen vereint. Und wir? Nehmen wir das überhaupt noch wahr zwischen Straßenlaternen, die an trüben Tagen durchweg brennen, als hätten wir unendlich Strom zur Verfügung und hell erleuchteten Geschäften und Fabrikgebäuden, angestrahlten Kirchentürmen und festlich mit Lichterschlauch eingekränzten Häusern? Die Dunkelheit, die Kälte hat scheinbar ihren Schrecken verloren, für die Glücklichen unter uns, die ein wollig warmes Zuhause haben. Und doch gibt einige Naturkinder, die sich wiegen im Tanz der Jahreszeiten, glücklich in Licht und Dunkelheit, im ewigen Werden und Vergehen. Wir feiern den 21. den Tag der Wintersonne, als Wiedergeburt des Lichts, als Beginn der Zeit zwischen den Zeiten, die Raunächte beginnen. Gerade in diesem Jahr soll nach der Unkerei einiger Zeitgenossen Schluss mit lustig sein. Ein neues Zeitalter soll anbrechen, die Welt untergehen. Dabei wäre das heutige Datum doch viel schöner gewesen „20122012“ für die große Wende oder den Untergang. Morgen jedenfalls stehen alle bisher entdeckten Planeten in einer ordentlichen Linie hintereinander aufgereiht, das geschieht nur einmal alle 25.800 Jahre. Wir erleben etwas Besonderes, bewusst oder unbewusst. Davon geht die Welt nicht unter, dies ist vielmehr eine Zeit in der man sich die geordnete Schönheit des Universums ehrfürchtig bewundern und bestaunen soll, in der man in sich gehen und mal darüber nachdenken kann, was man eigentlich selbst für einen Beitrag leistet, seine eigene Ordnung und Schönheit und damit die unserer Welt zu erhalten. So wie wir mit uns selbst umgehen, so gehen wir auch mit allem um, was uns umgibt, wir senden eine Botschaft hinaus in die Weiten. Diese Botschaften sind nicht immer Liebe und Friedfertigkeit. Dazu sind wir alle nur allzu menschlich. Viel zu oft presst uns der Alltag in Mechanismen, aus denen es kaum ein Entrinnen gibt. Daher heißt es innehalten, gerade zur Zeit der Wintersonnenwende. So wie das Licht sich erneuert, wiederkehrt, so können wir unsere hellen, freundlichen Seiten hervortreten lassen, das graue Dunkel in uns in positive Aktivität verwandeln. Beständige Wiederkehr, das ist die Botschaft des 21. Dezember, nehmen wir sie in uns auf und feiern ein kleines Ritual. Ein wenig räuchern mit Salbei und Weihrauch zur Reinigung, den Ahnen etwas geben, ihrer gedenken in Liebe. Sich die eigenen Schwächen bewusst machen und sich selbst Fehler vergeben. Ob bewusst oder unbewusst begangen spielt keine Rolle. Den das „in Liebe vergeben“ reinigt die Seele, das Herz, den Menschen. Das kann dem Einzelnen meiner Meinung nach niemand abnehmen, nur wer sich selbst akzeptiert mit allen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen kann immer an Yule eine ganz besondere Verbundenheit mit der Natur und seinen Ahnen spüren. So gibt man zurück und nimmt nicht nur. Das bedeutet für mich frei zu sein, frei von Zwängen und Dogmen, im Einklang mit Mutter Erde zu leben. Nicht die kollektive Angst vorm dem großen Sterben durch Selektion glaubensresistenter Individuen muss unser Leben bestimmen, sondern die Freude am Leben selbst und die Achtung davor.

In diesem Sinne: Liebe Schwestern und Brüder: Ich wünsche Euch eine wunderbare Wintersonnenwendnacht.



Sonntag, Dezember 16, 2012

Kleid für Barbie - Nr. 3

Das macht richtig Spaß :-) und viel Arbeit. Ich glaube jetzt langt es erst einmal, mir gehen die Stoffreste aus. Das Kleid war mal ein Kissenbezug. Spitze ist übrig geblieben vom Lampenbau. Ledergürtel aus einem alten Stück Leder. Nieten rein, fertig.

     

Samstag, Dezember 15, 2012

Gartenschild

Ich brauchte mal eben noch ein Geschenk für mein Tantchen, sie hat einen wunderbaren Blumengarten.

Materialliste: 

  • Schild und Stecker von VBS
  • Serviette
  • Serviettenkleber
  • Sprühlack
  • Acrylfarbe 
  • Pinsel
  • Schleifenband
  • Bastelkleber
So geht´s 

  1. Schild grundieren und trocknen lassen. 
  2. Serviettenmotiv herauszupfen und mit Serviettenkleber aufbringen
  3. trocknen lassen und noch mal mit Serviettenkleber drüber streichen, trocknen lassen
  4. Schleifenband zuschneiden und aufkleben.
  5. Sprühlack aufsprühen und trocknen lassen
  6. Deko anbringen. 
  7. Einpacken. :-)
Auf meinem Bild ist der Lack noch ein bisschen feucht, das sieht man an der Farbe des Schleifenbandes. 



Freitag, Dezember 14, 2012

Lasst uns froh und munter sein, backen bis in die Nacht hinein



Lasst uns wach und wacher sein
Backen bis in die Nacht hinein.
nervig, nervig tralera-lera,
Bald ist´s Fest des Irrsinn da!
Bald ist´s Fest des Irrsinn da!


Dann roll ich den Teig gut aus
stech so viele Sorten aus
fleißig, fleißig tralera-lera,

Morgen kommt, Abend war da!
Morgen kommt, Abend war da!

Wenn ich back, dann denke ich:
das mach ich doch nicht für mich.
Lustig, lustig, tralera-lera,
Deko ist noch nicht da!
Deko ist noch nicht da!


 Wenn ich aus dem Bette wank, 

Geh ich schnell zum Küchenschrank.
weiter, weiter, tralera-lera,
Weihnachts-Schulfest ist nun da!
Weihnachts-Schulfest ist nun da!

Weiter gehts in Sauseschritt
alles besorgen - Höllenritt
springen, springen, tralera-lera,
Bald ist mein Feierabend da!
Bald ist mein Feierabend da!

Heute gehts zum x-mas-Markt
Liebe Eltern seid bloß stark.
bettel, bettel, tralera-lera,
Kinderaugen, groß - achja.

Kinderaugen groß - achja.

Kränzeflechten, Bastelzeit, 
Weihnachten ist nicht mehr weit
eilig, eilig, tralera-lera,
Bald ist´s Fest des Irrsinn da!
Bald ist´s Fest des Irrsinn da!

Noch einmal muß man hinaus
Tanne holen, welch ein Graus
Ökosiegel, tralera-lera,
Wo find´ich so nen Baum - haha? 
Wo find´ich so nen Baum - haha!

Wann kehrt endlich Ruhe ein?
Yul - es könnt viel schöner sein!
friedlich, friedlich, tralera-lera,
Bald ist heil´ger Abend da!
Bald ist heil´ger Abend da!



 

Samstag, Dezember 08, 2012

Früchtebrotrezept in stollenart mit Maroni, Nüssen und Mandeln

Früchtebrotrezept in stollenart gefällig? War heute wiedermal am backen, wer ist das nicht zur Zeit. Der Stollen schmeckt, so wird man mutig. Hier kommt mein Frei-Nach-Schnauze-Früchtebrot in stollenart. Alle Zutaten sollen zimmerwarm sein. 

2 Eier mit
1 Vanillezucker
3 El dunker Honig
150 g Rohrzucker 
125 g sehr weiche Butter (oder 80 g Butterschmalz, 20 g Butter und 50 g Schweineschmalz)
20 ml Milch glatt schlagen. 

Gewürzmischung: (MSP = Messerspitze) 
2 MSP Nelkenpulver
2 MSP Zimtpulver
2 MSP Kardamonpulver
2 MSD Macisblüte (ersatzweise Muskatnuß gerieben)
2 Pimentkörner im Mörser zerkleinert zusammen mit dem Abrieb von Tonkabohne auch 2 MSP voll

Zu den o. g. Zutaten geben und gut einarbeiten. 

Anschließend u. g. Zutaten dazu geben und zu einem Teig verarbeiten: 
250 g Dinkelvollkornmehl
250 g Weizenmehl gesiebt
250 g über Nacht abgetropfter Quark 
1 1/2 Tütchen gesiebtes Backpulver geben. Dann die Früchte & Nüsse einkneten

100 g Orangenat
100 g Zitronat
 80 g Korinthen
 80 g Sultaninen
100 g gehackte Mandeln
 80 g fein gehackte Maroni (die habe ich etwa eine Woche neben der Heizung gelagert, dann trockenen sie etwas aus, so kann man die Schalen gut abpopeln, anschließend ganz klein hacken)
 80 g Walnuß
100 g klein gehacktes Trockenobst (selbst hergestellt wenn möglich, ungeschwefelt) Apfel, Pflaumen, Bananen ect. in 
2 El Rum eingeweicht. 

Wenn der Teig fertig geknetet ist, einen Stollen auf klassische Art ausformen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Das Backpapier hochklappen und dann so fixieren, dass der Teig nicht in die Breite gehen kann, das macht er beim Backen ohne Form. Ich habe zwei Kastenkuchenformen hindrapiert. Dann bei 160 Grad 20 min backen. Die Rinde prüfen, ob sie noch in die Breite expandieren will, wenn nicht die Kastenformen oder was auch immer ihr da hin gebaut habt wegnehmen und fertig backen. Nadelprobe nicht vergessen. Das dauert eine gute Stunde. 
Dann das heiße Früchtebrot aus den Ofen nehmen, nach Stollenart mit zerlassener Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Man kann das auch in der Kastenform backen, nur mir gefällt das nicht :-). Ich denke, ein bis zwei Wochen Ruhezeit sollte man dem Brot zur Aromaentfaltung gönnen. Gutes Gelingen. 






Freitag, Dezember 07, 2012

Endlich meine Lampe in blauen Karo

Ich habe ja einen Spleen :-), mag unsere alte Eckbank mit dem blauen Karostoff. Ich wollte sie schon anders beziehen, aber das Karo machts. Das hat was von Landhaus, das mag ich, so nach und nach hat sich dann das eine oder andere Passenden - natürlich in Karo und Gänsemotiv dazu eingefunden. Neulich hab ich bei VBS - das ist ein total cooler Bastelshop mit gescheiten Preisen - einen Lampenfuß und Schirm gekauft. Karostoff hatte ich ja noch, so habe ich mir nun endlich eine passende Lampe gebastelt. 

Materialliste: 


  • Lampenfuß & Lampenschirm
  • Stoff für den Bezug
  • Bastelkleber
  • Spitze (auch von VBS)
  • Transferfolie für helle Textilien
  • Zeitungspapier

  1. Zeitungspapier um den Schirm legen, damit man das "Schnittmuster" haben kann. Anlegen. reichlich abschneiden, Ränder umklappen, gut herumfalten. Das Papier abnehmen, man sieht nun die Knickstellen, das Papier so zuschneiden, dass man ca. einen cm größer ausschneidet.
  2.  Das Schnittmuster auf den Stoff übertragen, Stoff zuschneiden
  3. Den Stoff ankleben, Ränder mit ein wenig Leim bestreichen und umklappen. Mit Klammern fixieren. Trocknen lassen
  4. Ein schönes Motiv auf Transferfolie ausdrucken, dann auf ein Stück helles glattes Leinen o. ä. aufbügeln. Das Bild mit 0,5 mm Rand ausschneiden, auf den Lampenschirm kleben, 
  5. Jetzt die Spitze um das Bild herum aufbringen. Den Lampenfuß könnte man noch mit Patina versehen, dass es "Shaby-Chic" wirkt.  
 



Mittwoch, Dezember 05, 2012

Klausentreiben im Gäu

Klausen (Quelle: http://www.oberstdorf.de)
Klaus (Quelle: www. obersdorf.de)
Von Landstrich zu Landstrich gibt es Bräuche, die sich trotz intensiver Missionarstätigkeit über die Jahrhunderte hinweg erhalten haben. Einer dieser Bräuche im Gäu ist das Klausentreiben in der Nacht vom 5. und 6. Dezember. Und nicht nur im Allgäu gibt es das auch in der Schweiz und Östereicht, ja sogar in der fernen Ukraine, nur findet es dort am 06. Januar - einen Tag vor Weihnachten statt. Wenn man die Gestalten sieht, die da unter lauten Schellen und ordentlich Gebrüll durch die Straßen rennen, und man ist alleine - lach, so wie ich gestern, da wird einem schon mal anders. Ich wollte doch nur ein Foto haben, dass war zuviel. Ich konnte nur noch die Beine in die Hand nehmen - die waren wirklich sehr aggressiv. Muss dass eigentlich sein? Na, auf jeden Fall weiß ich nun dass man vom "Auf-einmal-losrennen-wie-ein -Irrer" einen Bluterguss am Oberschenkel bekommen kann. Und dass ein saukomisches Gefühl ist, vor den Klausen davon zulaufen. Immer lauter wird das Schellen, immer schneller möchte man laufen :-))). Bin selten so geflitzt. :-))))))))))))))).

Das Klausentreiben soll zu den ältesten Bräuchen überhaupt gehören. Im Winter, wenn es draußen ungemütlich ist, die Dunkelheit präsenter wird, als das Tageslicht, da haben mystische Gestallten nach dem Glauben unserer Ahnen leichteren Zugang in unsere Welt. Wenn es dunkelt, der Schnee mit sanften weißen Bögen alles Eckige rundet, Zwielicht und Schneefall eine besondere Atmosphäre schaffen, lange Schatten sich in die Schneewehen schmiegen und seltsame Formen bilden, da spürt man die Spannung in der Luft: Was ist da draußen? Ist es ES? Was will es, wo kommt es her? Aus der Dunkelheit? Wie lange bleibt es Winter, wie kalt wird es, wann kommt der Frühling wieder, reichen die Vorräte bis dahin? Dies und ähnliche Fragen bewegten die Menschen in ihren Häusern. Und wer kann Schabernack treiben, den Menschen schaden wollen, dass ihnen das Leben schwer und bitter werde? Richtig: Dämonen und Geister. Und diese durften nicht in die Siedlungen, sie mussten weg bleiben. Nun kam die Täuschung: die mutigen jungen Männer verkleiden sich mit Felle und geschnitzten Holzmasken zu phantasievollen Wesen und zogen lärmend mit Schellen und Glocken durch die Straßen und Häuser. Die Wesenheit glaubte nun, dass da schon einer seiner Kollegen sein Unwesen trieb, suchte sich also einen anderen Ort. In früherer Zeit sah man die Klausen mit Holzmasken, heute im Gäu aber mit Fell und Hörnern. Und sie sehen immer wieder anders aus, immer wieder neu, die Beteiligten geben sich große Mühe, auch ja furchterregend auszusehen.   Beim sogn. Kesseltreiben kommen dann die Beteiligten auf dem Dorfplatz zusammen, stellen sich im Kreise auf und fangen zu springen an. Da sie auch die großen Kuhglocken umhaben, ist das ein Höllenlärm. 
Und wenn man dann draußen ist und lässt sich von den Klausen erwischen, dann kann es schon sein, dass man sich im Schnee wiederfindet, beten oder singen oder einige Schläge einstreichen muss. Wie heftig? Das hängt vom Klaus und seiner Laune ab, denn die Klausen jagen längst keine Dämonen und Geister mehr, sondern euch, wenn ihr euch zu nahe heranwagt.


Klausenverein Immenstadt (Bild-Quelle)
Nicht nur die Männer rennen vermummt draußen herum, einen Tag vorher sind die Frauen dran mit dem sog. Bärbelestreiben, zum Barbaratag. Hier sind die Frauen und Mädchen zu Gange, in alte Klamotten gehüllt, natürlich mit Masken und Schmuck aus Naturmaterialien. Auch sie haben Schellen dabei und Reisigbündel aus Weide oder Birke. Das sollten sie schweigend von haus zu Haus gehen, hier fegen sie symbolisch mit dem Reisig alles Unreine zur Türe hinaus, weiter geht es auf dem Hofe und die Straßen hinab. Auch sie verteilen Hiebe, aber sanfter, denn ihre Streiche sollen Fruchtbarkeit und Glück bringen. Kinder bekommen Äpfel oder Nüsse geschenkt. Und wer böse ist, tja, der bekommt auch so eins über. 





Dienstag, Dezember 04, 2012

Püppchens neue Kleider II.

 So, das ist doch schön, das erste Kleid hat so gut geklappt, nun hat die Rothaarige ein Kleid gebraucht. Das macht richtig Spaß. Die Anregung und das Schnittmuster kam wieder von molendrix.com. Da ich nun nicht gerade über einen Fundus an Stoffen verfüge, außer über alte Bettwäsche :-) und Perlenzeug, hat unsere Püppi nicht so edle Gewänder. Nun, es ist doch schöner geworden, als ich dachte :-). und irgendwie habe ich direkt Lust auf Nummer drei. Da ich sowieso meinen Schrank "ausmisten" muß, fällt da sicher noch der eine oder andere Stofffetzen an, der zu neuer Ehre kommen könnte. Spitze bekommt man von ollen Schlübbern :-))) wie meine Oma immer zu ausgedienter Unterwäsche zu sagen pflegte. Wenn man das Schnittmuster ausgeschnitten hat, dann kann man es schon mal an der Puppe anlegen, da weiß man dann gut, wie es zusammen gebracht wird. Die kleinen Kleider lassen sich gut nähen, wenn man nicht gerade Leder verwendet, wie beim ersten Kleidchen. Also dann: Augen offen halten und nicht gleich alles wergwerfen, was noch Minibekleidung werden könnte.

 




Sonntag, Dezember 02, 2012

Bald nun ist Weihnachtszeit

Und bevor das soweit ist, kommt erst einmal der Backwahn. Wie jedes Jahr. Man steht stundenlang in der Küche, hat am Ende einen Monsterberg gebacken. Das kostet ein Heidengeld und ungesund ist es auch. Ok, was solls, ist ja nur einmal im Jahr. 

Aber wie wär es denn, wenn es mal nicht so gehaltvoll sein muss, einfach, fast gesund und trotzdem lecker? So will ich unsere Kekslein haben dieses Jahr. Und ich möchte nur alte Rezepte, auch gern aus Resten. Den Anfang machen Kartoffelringe. Schön mürbe, als Resteverwertung vom Vortag. 

Kartoffelringe: 


200g weiche Kartoffeln vom Vortag reiben. Mit
 80 g Vollrohrzucker 
200g Dinkelvollkornmehl
 80 g Butter 
1 Vanillezucker 
1 Priese Muskat oder Kardamom und 
1/4 Tl Natron zu einem Teig verkneten. 1/2 Stunde ruhen lassen. Dann kirschengroße Stücke zu Rollen formen, die Enden übereinander schlagen. Mittlere Schiene, 180 Grad ca 20 min backen. 



Samstag, Dezember 01, 2012

Teelicht aus Tetrapack oder Einmachglas

Die lieben Kleinen freuen sich, wenn sie auch was für die Großen haben. Kosten soll es nach Möglichkeit nichts oder fast nichts. Wir brauchen ein Tetrapack, Bastelkleber, Geschenkpappier, Schere, Messer, Stift. 
Oder ein Glas, Reispapier oder Servietten mit Weihnachtsmotiv (Serviettenkleber), Bastelkleber. 
  • Tetrapack leer trinken, ausspülen. In der Mitte durchscheiden und abtrocknen. Anschließend mit Geschenkpapier, Moosgummi, Poesiealbum-Bildchen ect. bekleben. Muster oder Schriftzug in die Seitenwände schneiden. 
  • Kitakinder: Das saubere Glas wird mit Reispapier schnipseln beklebt. Dann kommt Bastelleim als Abschluss darüber.
  • Bei der Arbeit mit Servietten benötigt man die oberen 2 Lagen, die Motive auschneiden und auf dem Glas mit Serviettenlack aufbringen. 
             







Ich hab nix anzuziehen...


für das Puppenkind. Das kennen wir doch. Wo in vergangenen Jahren noch ein "kunstvoll" zusammengeknotetes Tuch als Kleidchen herhalten konnte, ist man heuer anspruchsvoller. Beim Kommentar: "Oh, nee, dass sieht ja doof aus" - musste die betagte Barb* eine Generalüberholung bekommen. Das Ärgernis Nummer eins bei so alten Puppen sind die Haare. Die sind sowas von verfilzt, bei den Originalen weniger als bei den Simb*. Dabei gibts einen Trick der Filzmatte zu neuem Glanz zu verhelfen. Man ziehe das Püppchen aus, breite ein altes Handtuch über die Oberschenkel seiner selbst und klemm das olle Figürchen fest. Dann nimmt man einen ordentlichen Batzen Creme, welche ist egal, Handcreme, Babycreme, irgendeine und manscht das Haar so richtig schön ein. Nun kann man mit einem wirklich stabilen Kamm die Dreadlocks unserer abgehalfterten Schönheit entwirren. Das dauert relativ lang, die Zeit muss man sich auch nehmen, sonst steht Madam am Ende mit Glatze da. Diese Prozedur bereitet Kopfschmerzen, weil man den Nacken beugt und sich verkrampft. Also sollte man sich ab und an mal locker machen. Manch eine Puppe verliert auch schon mal den Kopf, wenn man zu grob vorgeht. Dann das Haar waschen, trocknen und wieder etwas Creme rein. Jetzt die Haare mit der Schere bearbeiten, dass es gerade ist. 
Locken rein zubringen ist nicht schwierig. Man dreht die feuchten, unbecremten Haare in kleinen Strähnchen auf Strohhalme und steckt sie mit Stecknadeln fest. Wenn alles trocken ist, vorsichtig auseinander ziehen. Dauerhaft halten die Locken, wenn man die Haare in kochendes Wasser taucht und sie einfach trocknen lässt. Ein klein bisschen Creme in den Haaren sorgt für schönen Glanz und wirkt neuer Verfilzung entgegen. Für das neue Kleid haben ich mir ein fertiges Schnittmuster gesucht. Es gibt sehr viele im Netz. molendrix Schnittmuster Narnjakleid. Davon habe ich mir nur das Oberteil ohne Ärmel aus weißen Lederresten gebastelt. Der Gürtel ist aus einer alten Kette, der Rock aus einem Stoffrest Leinen.  




Freitag, November 30, 2012

Määäh


So, da ist mal wieder eine Seife. Das ist Shea, das Schaf. 


Inhaltsstoffe: 
Sheabutter, Olivenöl, Kokosfett, Sonnenblumenöl. 
Hafermilch und Mangosaft. 
Beduftet mit PÖ Marzipan & PÖ Beau Brummel von Parfümwolke, 
gefärbt mit Pigment Brilliant - Blue. 
Flitter ist auch noch drin, duftet supi. 

Hier mit Seifenschalenversuch Nr. 2



Dienstag, November 20, 2012

Stollenrezept

Eiskalt erwischt es mich dieses Jahr, es ist schon wieder so weit: die Schwiegermutter hat Geburtstag - das heißt die Backsaison für Weihnachten ist hiermit eröffnet. Dieses Jahr wird er gemacht, Omas Prachtstück, man muss ja zeitig genug anfangen. Hier wär mal das Rezept, Opa war schließlich "Teigwamser" äh Bäcker :-). Nun frisch, fromm, fröhlich, frei - Prost - hab ich heut gute Laune:-))):  Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebes Schwiegerteil :-))))

Stell folgendes bereit:

  •  1kg Dinkelmehl
  • 750g Rosinen
  • 200g gehackte Mandeln
  • 100g Zitronat
  • 50g Orangenat
  • 400 g Butterschmalz - wenns geht selbst gemachtes.
  • 50 g Butter
  • 50g Schweineschmalz - selber auslassen. Wenn du es einmal getan hast, weißt du warum. 
  • 200g Rohrzucker
  • 2 Vanillezucker
  • 5 Tl geriebene Bio-Zitronenschale
  • 1/2 Flasche Bittermandelaroma -besser aus der Apotheke bittere Mandeln, wenn du die bekommst. Meistens wird man ja bevormundet und bekommt keine, das müssten 5,5g sein.
  • 2 Würfel Bäckerhefe
  • 400 ml gescheite frische Milch, nicht das stinkige Tetrapackzeug (Lass das mal stehen, nach ein paar Tagen ist es entweder eine stinkende Brühe, dann wechsle die Sorte oder es ist schöne Molke und "Frischkäse" in der Schüssel. In diesem Fall das Feste in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, verwenden wie Quark, die Molke trinken oder ins Badewasser schütten)
  • 3 Prisen Salz
So gehts: 
Kaffeeklatsch
  1. alles über Nacht auf Zimmertemperatur bringen und die Rosinen in Rum einweichen 
  2. Hefestück bereiten, 20 min ruhen lassen
  3. Teig aus den Zutaten herstellen, schöne kneten, das gibt Mukkis
  4. abgedeckt eine Stunde gehen lassen
  5. Rosinen abgießen und unterkneten
  6. Teig in zwei Teile teilen und Laibe formen
  7. noch mal 10 min gehen lassen
  8. Backofen vorheizen auf 165 Grad, mittlere Schiene
  9. Backzeit 60 min
  10. abkühlen lassen und bis Weihnachten ruhen lassen. 
  11. Vor dem Servieren mit brauner (augelassener & gebräunter Butter) bestreichen und Puderzucker, den man mit ein bisschen Vanille vermischt bestreichen. 


Stollenstorry aus der Wikipedia: 


Der handwerkliche Christstollen ist das Weihnachtsgebäck mit der wohl längsten Tradition in Deutschland. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1329 in Naumburg (Saale), als Geschenk für den Bischof Heinrich. In den Fastenzeiten der Kirche verzichtete man seinerzeit auf Butter, Milch und Eier. Stollenteige konnten daher nur aus Wasser, Hafer und Rüböl hergestellt werden. Der entsprechend tranige Geschmack sorgte beim Adel zunehmend für Unmut und so wandten sich Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Herzog Albrecht im Jahr 1430 an Papst Nikolaus V. mit der Bitte, das Butterverbot für den Stollen aufzuheben. Der Papst lehnte dies ab. Erst Papst Innozenz VIII. schickte 1491 ein als „Butterbrief“ bekanntes Schreiben, das Butter statt Öl erlaubte. Der „Butterbrief“ war an die Bedingung geknüpft, Buße zu zahlen, die unter anderem zum Bau des Freiberger Doms verwendet wurde. Der Butterbrief galt nur für das Herrscherhaus und dessen Lieferanten, wurde wohl aber bald großzügig ausgelegt. Man kann also mit Recht sagen, dass ein Papst am heutigen Stollenrezept mitgewirkt hat. 

Der Überlieferung zufolge war kam der Hofbäcker Heinrich Drasdo in Torgau (Sachsen) auf den Gedanken, den adventlichen Fastenstollen zum Weihnachtsfest mit reichhaltigeren Zutaten, wie zum Beispiel Früchten, zu ergänzen, so wurde daraus das reichhaltige Festgebäck, das wir heute kennen.

Original Dresdner Stollen


Der „Dresdner Stollen“ war seinerzeit in ganz Sachsen und darüber hinaus berühmt. In Dresden werden Christstollen erst 150 Jahre nach Naumburg erwähnt. „Anno 1474“ erscheint der Begriff „Christbrod“ auf einer Rechnung an den Dresdner Hof. Die in Dresden ortsübliche Bezeichnung für den Stollen war damals „Striezel“. Der Dresdner Striezelmarkt, ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands, verdankt diesem traditionsreichen Gebäck seinen Namen. Seit 1500 wurden in Dresden „Christbrod uff Weihnachten“ verkauft. Ab 1560 übergaben die Sächsischen Bäcker ihrem kurfürstlichem Landesherrn alljährlich zum heiligen Fest zwei Weihnachtsstollen von 1,50 Meter Länge und 36 Pfund Gewicht. Acht Meister und acht Gesellen trugen sie zum Schloss. Im Jahre 1730 ließ August der Starke einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen backen, der in 24.000 Portionen aufgeteilt wurde. An dieses Ereignis knüpft das jährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent in Dresden stattfindende Stollenfest auf dem Striezelmarkt an. Belegt ist, dass die Bäcker aus den Städten Siebenlehn und Meißen seinerzeit sehr bekannt für ihre Stollen waren. Siebenlehner Bäcker brachten „fuderweise“ Stollen nach Dresden, sehr zum Unmut der dortigen Bäckerzunft. Erst nach Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1648 konnten sich die Dresdner Bäcker das Privileg erkämpfen, nur noch eigene Stollen auf dem Striezelmarkt zu verkaufen. 

Nachdem der Name „Dresdner Stollen“ von allen Bäckern frei verwendet werden konnte und dies auch üblich war, wurde der Stollen Bestandteil der Einigungsgespräche zwischen der Bundesrepublik und der DDR. In der Folge wurde „Dresdner Stollen“ nach der Wiedervereinigung Deutschlands als geographische Herkunftsangabe und danach auch als eingetragene Marke geschützt. Die Bezeichnung „Dresdner Stollen“ darf seit 1997 nur für im Raum Dresden gebackene Stollen verwendet werden. Über die Bezeichnung „Original“ Dresdner Stollen wacht der „Schutzverband Dresdner Stollen e.V.“, der die Interessen von 134 Bäckern und Konditoren im Dresdner Raum vertritt. Doch auch in anderen Regionen Deutschlands werden Stollen unter den verschiedensten Namen hergestellt. So zum Beispiel in Bremen („Bremer Klaben“), in Westfalen („Westfalenbäckerstollen“, „Münsterländer Stollen“), im Sauerland (Marke „Stollenspezialist“), im Kölner Raum („Kölner Stollen“) und in der Eifel (Marke „Stollenbäcker“), in Erfurt („Schittchen“), im Erzgebirge(„Erzgebirgischer Stollen“) und in München („Münchner Kindl Stollen“). Der größte industrielle Stollenhersteller (Kuchenmeister) hat sein Werk in Soest (Westfalen). 







Montag, November 19, 2012

Amis zu fressen gern :-)



Weil es gestern so schön war, kommt heute gleich noch was dazu. Jeder kennt sie wahrscheinlich: Die Amerikaner. Nein, ich meine nicht das Volk in der anderen Welt, ich meine die knuffig gelben, völlig übersüßten Teile beim Bäcker. Unser hier hat keine Ahnung gescheite zu backen - sorry aber das ist so. Aber es geht auch anders. Ob sie dann noch Amerikaner heißen kann? 


Für den Rührteig: 3 Eier mit 120 g Rohrzucker schaumig schlagen, dazu noch 150 g Butter, 1 EL Orangenschnaps :-). 1 Priese Salz, Saft und abgeriebene Schale von einer kleinen ungespritzten Zitrone. Weiter schlagen. 250g Dinkelmehl sieben, 1/2 Weinsteinbackpulver sieben und unter das Mehl mischen. 60 g Haferschrot, 1 MSP Zimt und 50g gemahlene Mandeln ebenfalls untermischen. In die Schüssel noch 100 ml ordentliche Milch geben, verrühren und dann das Mehlgemisch einrieseln lassen und einen Rührteig herstellen. Diesen dann 15 min ruhen lassen, der quellt etwas und wird dicker. 
Mit 2 El Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Es passen 6 auf ein Blech wenn man nur einen EL Teig nimmt, das langt. Bei 180 Grad auf der mittleren Schien 15 min backen, umgedreht auskühlen lassen.
Für die Glasur: 200g Puderzucker sieben, 2 El Orangensaft (oder Schnaps) und vorsichtig heißes Wasser unterrühren, bis eine schöne, nicht zu dicke Glasur entstanden ist. Diese auf den Ami mit einem Backpinsel auftragen, mit bunten Streuseln versehen. Meine Glasur ist dünn, weil ich die Dinger nicht so süß mag, Durch das Haferschrot haben sie eine eher rustikalen Charakter, sind aber schön zart und locker.

Sonntag, November 18, 2012

Sag mir wo die Blumen sind

Wieder einer dieser Tage, die man nicht hätte, wenn der Mensch nicht so wäre wie er nun mal ist. Dabei war am Sonntag Volkstrauertag. Und ehrlich, der Sonntag ist so gut wie jeder andere Tag für das große Weinen, wenn man im Netz die neusten Nachrichten liest, Sirenen heulen wegen Luftangriffen, Angehörige weinen um ihre getöteten Kinder, Mütter, Väter, Verwannte und Freunde. Nicht mal ansatzweise können wir ermessen, was in anderen Teilen der Erde die Menschen ertragen müssen. Und wofür das alles? Ich kann mich an das erste und einzige Gedicht, dass mir bei einem Fahnenapell jemals vorzutragen erlaubt war erinnern. Ich war in der ersten Klasse, furchtbar nervöse und hatte nur ein paar wenige Worte in der Reihe der Kinder zu sagen:

Frieden ist schön, 
ich kann auf der Wiese liegen 
und furchtlos zum Himmel hoch sehn. 
Frieden ist schön.

Immer schon geistert mir das Gedicht durch den Sinn, besonders wenn im Tiefflug mal wieder einige Jets durch das Tal donnern und ich mein wild schlagendes Herz in der Brust spüre. Fast lautlos kommen sie, mit einem Mal sind sie da mit einem Höllenlärm, manchmal fliegen sie eine Schleife. Mein Kindchen erschrak bei einem solchen Manöver schrecklich und lies sich fast nicht mehr beruhigen, trotz dass ich es kommen sah und die kleinen Ohren zu hielt, das Kind fest an mich gepresst. Ich weiß, da fallen keine Bomben, hier nicht. Es macht mir Angst, all diese totbringende Technologie, dafür ist immer Geld da. Ich verstehe die Begeisterung für Waffensysteme und Kriegstechnik nicht. Was kann der Mensch nur für ein garstiges Ding sein, entmenscht, zu allem imstande, keine Moral, keine Verantwortung. Wer kennt die Wahrheit, die Hintergründe? Ich nicht. Ich weiß nur das, was die Medien verkünden, ihrer gibt es viele. Wer lügt, wer ist Handlanger, wer spricht die Wahrheit? Wie viele Wahrheiten gibt es? Geh hinaus und schau den Himmel über Dir an, Nachts, wenn alles schläft, sieh die Sterne funkeln, seit einer Ewigkeit leuchten sie auf die Erde unter deinen Füßen, die hoffentlich Heimaterde ist. Meine Vermieterin ist schon über 80 und manchmal erzählt sie mit einem Beben in der Stimme von der schwersten Zeit. Sie beschließt die Erzählungen mit immer dem gleichen Satz: "Ach, wenn doch bloß niemals wieder ein Krieg kommt."